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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 22.05.26

"Helles Licht bei der Nacht"
Fotoausstellung im Schiffshebewerk zeigt illuminierte Bergwerke

Waltrop (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in seinem Museum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop von Freitag (22.5.) bis zum 23. Dezember die Fotoausstellung "Helles Licht bei der Nacht. Illuminierte Bergwerke in Fotografien von Lichtwechsel". In der Bilderwerkstatt neben der Maschinenhalle sind Nachtaufnahmen von bunt erleuchteten Fördertürmen und Fördergerüsten zu sehen, die im Rahmen der Aktion "Lichtwechsel" entstanden sind.

Das Projekt "Lichtwechsel" startete der Bergmann Wolfgang Schubert 2014. Seitdem taucht er die Fördergerüste und -türme von Zechen in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, im Saarland und in Lothringen in farbenfrohes Licht.

Anfangs arbeitete er dabei mit Rolf Arno Specht zusammen, seit 2022 betreibt er das Projekt allein. Die bunten Illuminationen, die im Rahmen von "Lichtwechsel" geschaffen wurden, erinnern an die Strahlkraft, die der Bergbau in den Revieren entfaltete, die er einst beherrschte.

Die nächtlichen Bilder sind Langzeitbelichtungen, was auf manchen Aufnahmen an den ziehenden Wolken und den hellen Sternen am Himmel erkennbar ist. Aufwändig ist nicht nur die Entstehung der Bilder, sondern auch die Installation der Lichttechnik, denn bevor Schubert ein Foto aufnehmen kann, muss er die Leuchten in Position bringen. Begonnen hat er mit dem Fernlicht seines Autos, das er mit Spiegeln auf die Fördertürme lenkte. Später lieh er sich viele der benötigten Leuchten von der Waltroper Eventfirma "On the Rock". Inzwischen hat er 60 LED-Strahler, zwei Powerstationen, sechs Spiegelreflexkameras und zwei Drohnen im Einsatz.

Schubert wurde 1959 in eine Bergmannsfamilie geboren. 1973 begann er als Knappe auf der Zeche Victor in Ickern, die aber noch im selben Jahr geschlossen wurde, weshalb er zu Minister Achenbach nach Lünen ging. Dort arbeitete er als Kohlenhauer und Sprengbeauftragter.

Als auch diese Zeche 1990 teilweise stillgelegt wurde, wechselte er zu General Blumenthal in Recklinghausen und 2001 zu Auguste Victoria in Marl, wo er als Aufsichtshauer und ab 2006 zusätzlich als Ausbilder und Sprengbeauftragter tätig war, bis er 2008 in den Vorruhestand ging.

"Seine stimmungsvollen Fotografien sind ein beeindruckendes Zeugnis für die Erinnerungskultur im Ruhrgebiet, mit der das bergmännische Erbe der Region lebendig gehalten wird", so Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker.

Pressekontakt:
Dr. Arnulf Siebeneicker, Telefon: 02363 9707-0, schiffshebewerk@lwl.org. und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Zeche Ewald, Schacht 7, Herten, 2015.
Foto: LWL / Wolfgang Schubert

Foto zur Mitteilung
Zeche General Blumental, Recklinghausen, 2020.
Foto: LWL / Wolfgang Schubert

Foto zur Mitteilung
Zeche Monopol, Schacht Grimberg 2, Bergkamen, 2016.
Foto: LWL / Wolfgang Schubert


Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



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