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Presse-Infos | Kultur
Mitteilung vom 01.04.26
Geschichte der Sammlung
Provenienzforschung im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Münster (lwl). Zum internationalen Tag der Provenienzforschung am Mittwoch (8.4.) findet im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ein Gespräch zum Thema "Kunsthandwerk im Fadenkreuz" statt. Dr. Tanja Pirsig-Marshall, stellvertretende Museumsdirektorin, und die Provenienzforscherin Marlene Knut geben Einblicke in ihre Arbeit und stellen aktuelle Ergebnisse, Methoden, Quellen und Herausforderungen für ihre Forschung vor.
Seit Oktober 2023 prüft das LWL-Museum für Kunst und Kultur die kunsthandwerklichen Objekte in seiner Sammlung auf ihre Herkunft. Im Rahmen des vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekts werden Möbel, Textilien, Steingut, Porzellan- und Glas-Objekte untersucht. Die Herkunft von knapp 600 Werken, die zwischen 1933 und 1998 erworben wurden, war zu Beginn des Projekts unbekannt oder erschien verdächtig.
Der Aktionstag findet jährlich im April statt. Er dient dem Zweck, die Öffentlichkeit über die Relevanz von Provenienzforschung zu informieren. Provenienzforscher:innen untersuchen die Herkunft und Geschichte von Kunstwerken und Kulturgütern - insbesondere mit Hinblick auf die NS- und Kolonialzeit. Dabei soll geklärt werden, ob das jeweilige Objekt in der Vergangenheit seinen rechtmäßigen Eigentümer:innen geraubt wurde. Das Ziel ist die Aufdeckung der Besitzverhältnisse und gegebenenfalls die Rückgabe gestohlener Werke.
Das Gespräch beginnt um 18 Uhr im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Thema Provenienzforschung finden Interessierte auf der Internetseite des Museums.
Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Telefon 0251 591-235, presse@lwl.org und Marie Leszczynski, Telefon 0251 5907-220, marie.leszczynski@lwl.org
presse@lwl.org
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