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Presse-Infos | Maßregelvollzug
Mitteilung vom 17.03.26
Neuer Forensik-Beirat in Hörstel: LWL-Direktor lobt Engagement im wichtigen Ehrenamt und sagt Danke
Mitglieder wählen Bürgermeister David Ostholthoff erneut zum Vorsitzenden
Hörstel (lwl). Der Beirat des LWL-Therapiezentrums für Forensische Psychiatrie Münsterland ist in eine neue, fünfjährige Amtszeit gestartet. Der Direktor des Landschaftsverbands (LWL), Dr. Georg Lunemann, ließ es sich nicht nehmen, um die alten und neuen Mitglieder persönlich zur konstituierenden Sitzung in der Hörsteler Forensik zu begrüßen, um vor allem Danke zu sagen und die ehrenamtliche Arbeit zu wertschätzen. "Sie als Beiratsmitglieder sind eine wichtige Brücke zwischen Klinik und Bevölkerung, denn Sie tragen durch Ihr Engagement dazu bei, dass das Verständnis der Öffentlichkeit für die Aufgaben der forensischen Einrichtungen gefördert wird", sagte Lunemann. So habe das Gremium bereits in den vergangenen Jahren sehr dazu beigetragen, dass die Einrichtung gut in Hörstel angekommen sei und sich zunehmend Akzeptanz entwickele.
Die 24 Mitglieder wählten Hörstels Bürgermeister, David Ostholthoff (SPD), erneut einstimmig zu ihrem Vorsitzenden. Alt-Bürgermeister Heinz Hüppe (CDU) nahm seine Wiederwahl als stellvertretender Vorsitzender des Beirates an.
Dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist die Information und Aufklärung über den Maßregelvollzug seit Jahren ein wichtiges Anliegen. Bereits in den 80er-Jahren installierte der Verband an seinen forensisch-psychiatrischen Klinken sukzessive Beiräte; noch bevor diese im Jahr 2000 erstmals gesetzlich verankert wurden.
In Hörstel wurde 2014 der Planungsbeirat für die geplante Maßregelvollzugsklinik in Hörstel einberufen. Neun Jahre lang begleiteten die Mitglieder des Gremiums die Planungs- und Bauphase der Klinik. Seit November 2023 gibt es einen regulären Klinik-Beirat.
Die 24 Frauen und Männer aus Hörstel und Umgebung begleiten nun die aktive Arbeit der forensischen Klinik als beratendes Gremium. Seine entscheidende Aufgabe ist es, die Akzeptanz und das Verständnis der Klinik in der Öffentlichkeit zu fördern. Die Mitglieder des Beirates können sich von der Klinikleitung über Fragen zu Unterbringung, Therapie und Sicherheit unterrichten lassen und die Einrichtung besichtigen. Der Beirat tagt zweimal im Jahr.
Die Beiratsmitglieder werden je zur Hälfte vom Rat der Stadt Hörstel und vom LWL vorgeschlagen und vom Direktor des Landschaftsverbandes berufen. Mitglieder sind: Elisabeth Berghaus (CDU), Janika Broeske (Die Linke), Stefan Drees (Ortsvorsteher Dreierwalde), Günter Engels (Alexianer), Pastor Carsten Franken (kath. Kirche), Dr. Karlheinz Fuchs (Kreis Steinfurt), Elisabeth Graw (Bündnis 90/Die Grünen), Heinz Hüppe (sachkundiger Bürger), Kathrin Illgen-Sankat (VDK Dreierwalde), Ursula Jung (SPD), Jörg Jüttner (Führungsaufsicht Rheine), Ludger Kleine-Harmeyer (Bürgermeister Hopsten), Jürgen-Tobias Lücke (FDP), Aloys Niestegge (UWG), David Ostholthoff (Bürgermeister Hörstel), Pfarrer Martin Pfuhl (ev. Kirche), Tom Pliet (Samtgemeinde Spelle), Fritz Raßmann (DGB Steinfurt), Stefanie Reeker (Nachbarschaft), Margarete Sasse (St. Anna Kindergarten), Jörg Schepers (ehem. Bürgerinitiative), Andreas Schramm (Polizei Schramm), Dr. Matthias Schubring (Ärztl. Direktor St. Antonius Krankenhaus), Julia Schulz (Amtsgericht Ibbenbüren).
Hintergrund
Das LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Münsterland in Hörstel ist eine der modernsten forensisch-psychiatrische Kliniken in Deutschland. Die Fachklinik ist Ende September 2023 in Betrieb gegangen und verfügt über 150 gesicherte Plätze für die Behandlung erwachsener psychisch-kranker und suchtkranker Männer, die im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung eine erhebliche Straftat begangen haben und von einem Gericht in den sogenannten Maßregelvollzug eingewiesen worden sind. Die Einrichtung deckt den Bedarf an Maßregelvollzugsplätzen für den Landgerichtsbezirk Münster ab.
Pressekontakt:
Bianca Hannig, LWL-Maßregelvollzug, 0251 591-3476 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Das Presseforum des Landschaftsverbandes im Internet: https://www.lwl.org/pressemitteilungen