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Presse-Infos | Psychiatrie
Mitteilung vom 17.02.26
Genuss als Teil der Therapie
Neue Garmethode unterstützt Frische, Vielfalt und Kreativität in der Küche des LWL-Klinikums Marl-Dortmund
Marl (lwl). Essen ist in der Marler Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) weit mehr als ein fester Bestandteil des Tagesprogramms. Es schafft Verlässlichkeit, vermittelt Wertschätzung und kann ein Stück Normalität in herausfordernden Lebensphasen geben. Mit der Methode "Cook & Chill", frischen Zutaten und kreativen Ideen kommt Küchenchef Benjamin Gluzek diesen Herausforderungen täglich erfolgreich nach. Dabei gilt es, auch medizinische Anforderungen wie Diabetes sowie religiöse und kulturelle Essgewohnheiten zu berücksichtigen. Und das bei einer Klientel, die aus Kindern und Heranwachsenden, Menschen mit Hilfebedarf aus dem LWL-Wohnverbund Marl-Sinsen und zahlreichen Mitarbeitenden besteht. Insgesamt wird hier in Marl-Sinsen für ca. 450 hungrige Mägen gekocht, sowohl am Standort in Marl als auch in den Tageskliniken in Recklinghausen, Herne und in der Hammer Schwesterklinik des LWL-Klinikums Marl-Dortmund - Haardklinik.
"Das ist ein großes Spannungsfeld, aber genau darin liegt für mich der Reiz", so Benjamin Gluzek, der seit 2024 das Küchenteam leitet. Beim "Cook & Chill" werden die Speisen frisch und schonend vorgekocht, anschließend gekühlt und erst unmittelbar vor dem Servieren auf den Punkt gegart. So entfallen lange Warmhaltezeiten. Das sorgt nicht nur für einen besseren Geschmack und den Erhalt wertvoller Nährstoffe, sondern auch für Flexibilität auf den Stationen und in den Wohngruppen. Wenn beispielsweise ein Ausflug ansteht, kann das Essen auch schon mal später serviert werden. In der Cafeteria, die von Mitarbeitenden und einzelnen Bewohner:innen besucht wird, gibt es neben der bewährten Standardkost ein wechselndes Tagesgericht, das sich durch kreative Rezeptideen, ungewöhnliche Kombinationen und den bewussten Einsatz teilweise fast vergessener Lebensmittel oder Gemüsesorten wie lila Möhren oder gelbe Beete auszeichnet. Kommt das Essen gut an, findet es teilweise auch seinen Weg zu den jungen Patient:innen und Bewohner:innen. "Auf diese Weise können wir sogar einen kleinen Bildungsauftrag in puncto Ernährung wahrnehmen", schmunzelt der Küchenchef. Genuss sei hier quasi Teil der Therapie.
Pressekontakt:
Kerstin Seifert, LWL-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Dortmund - Haardklinik, Tel.: 02365/802-2126, E-Mail: kerstin.seifert@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,4 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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