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Presse-Infos | Der LWL
Mitteilung vom 22.01.26
LWL-Parlament startet in die neue Wahlperiode
Eva Irrgang (CDU) zur Vorsitzenden gewählt / Nachtragshaushalt für 2026 eingebracht
Münster (lwl). Die 114 neuen Abgeordneten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) kamen am Donnerstag (22.1.) zur konstituierenden Sitzung des neuen "Westfalenparlamentes" zusammen. Nach den Kommunalwahlen im Herbst 2025 ergab sich für die Landschaftsversammlung folgende Sitzverteilung: CDU 39 Sitze, SPD 27 Sitze, AfD 18 Sitze, Grüne 14 Sitze, Linke 6 Sitze, FDP 4 Sitze, Freie Wähler 2 Sitze, BSW, Volt, die Partei und die Tierschutzpartei jeweils einen Sitz.
Zur Vorsitzenden der LWL-Landschaftsversammlung wurde Eva Irrgang (CDU) aus Soest mit großer Mehrheit gewählt. Die ehemalige Landrätin des Kreises Soest war in der vorherigen Wahlperiode CDU-Fraktionsvorsitzende und gehört seit 2004 dem LWL-Parlament an. Eva Irrgang sagte zu ihrem Amtsantritt: "Ich will daran mitarbeiten, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe nach außen hin transparenter zu machen. Der LWL ist nicht allein die Umlage für Städte und Gemeinden. Wir wollen mit unserer Arbeit zeigen, dass hinter jeder Zahl beim LWL auch Menschen in Westfalen-Lippe stehen."
Zu ihren Stellvertreter:innen im Präsidium der Landschaftsversammlung bestimmten die Abgeordneten Anneli Hegerfeld-Reckert (SPD, Kreis Steinfurt) und Ludger Samson (CDU, Kreis Recklinghausen).
Zugleich brachte die LWL-Verwaltung einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2026 ein, mit dem Ziel, den Hebesatz für die Mitgliedskörperschaften des LWL zu senken. Der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, erläuterte den Vorschlag, die Landschaftsumlage für den Haushalt 2026 von ursprünglich 18,45 auf 17,8 Prozent zu senken. "Das würde bedeuten, dass unsere Mitglieder, die Kreise und kreisfreien Städte, insgesamt fast 129 Millionen Euro weniger als geplant zahlen müssten", so Lunemann. Verabschiedet werden soll der Nachtragshaushalt voraussichtlich am 27. Februar.
Lunemann warnte vor einer generellen Stimmung in der Gesellschaft: "Wer permanent Untergangsszenarien zeichnet, riskiert Resignation statt Verantwortung. Wir dürfen eines nicht vergessen: Wir leben in einer gefestigten Demokratie, auch wenn diese gerade bedroht wird. Es liegt an uns, sie weiter zu festigen."
Die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sei heute von vielen Herausforderungen geprägt. Besonders gefährdet seien Kinder aus benachteiligten Verhältnissen. Der LWL werde dort ansetzen und versuchen, die Fähigkeit von jungen Menschen zu verbessern, sich von Rückschlägen zu erholen und gestärkt daraus hervorzugehen. Lunemann: "Mit unserem Landesjugendamt und unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie werden wir Maßnahmen entwickeln und Unterstützung anbieten, um die Resilienz von jungen Menschen zu fördern."
Achtung Redaktionen:
Zur Ihrer Information haben wir Ihnen die Rede von Dr. Georg Lunemann, dem Direktor des LWL, (s. Online-Version dieser Pressemitteilung - über den Link oberhalb dieser Mail erreichbar) angehängt.
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Anlagen:
Anlage 1: Rede Dr. Lunemann.pdf
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,4 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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