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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 04.01.19

Aktueller Sondervortrag im LWL-Planetarium
Erste Landung auf der Rückseite des Mondes

Münster (lwl). Am frühen Morgen (MEZ) des dritten Januars ist die chinesische Raumsonde "Chang'e 4" auf der Rückseite des Mondes gelandet. Damit ist die erste Landung auf der erdabgewandten Seite unseres Nachbarn im All gelungen. In den 1960er und 1970er Jahren gab es zwar viele Landungen auf der von der Erde aus sichtbaren Vorderseite, aber noch nie ist es gelungen, auf der von der Erde aus niemals sichtbaren Rückseite aufzusetzen. Am Montag (7.1.) um 19.30 Uhr erläutert Prof. Harald Hiesinger von der Uni Münster im Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die wissenschaftlichen Hintergründe und die Zielsetzungen der aktuellen Erforschung des Mondes.

Eine der größten Schwierigkeiten der Mission ist es, dass von dort keine direkte Funkverbindung zur Erde möglich ist. Gelingen konnte die Landung daher nur, nachdem die chinesische Raumfahrtagentur bereits im Mai 2018 einen Relais-Satelliten im Weltraum hinter dem Mond postiert hatte. Wissenschaftlich ist die Rückseite des Monds besonders interessant, da dort in manchen Regionen besondere Mondgesteine zu finden sind, die tiefer aus dem Inneren des Monds stammen als das auf der Vorderseite zugängliche Material. Auch amerikanische und europäische Wissenschaftler hatten daher schon seit langem eine solche Landung auf der Rückseite des Mondes vorgeschlagen.

Harald Hiesinger ist Professor am Institut für Planetologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und spricht über den bisherigen Ablauf und die Besonderheiten der Mission. Er ist zudem an der Auswertung der Ergebnisse der NASA-Raumsonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" beteiligt, die derzeit die besten Daten und Bilder aus der Umlaufbahn des Mondes liefert.

Eintritt: 6 Euro (3 Euro ermäßigt)
Veranstaltungsort: Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster

Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Philipp Heimann, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon 0251 591 6034, philipp.heimann@lwl.org
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Prof. Dr. Harald Hiesinger.
Foto: WWU - Peter Grewer

Foto zur Mitteilung
Der Mondkrater "Von Kármán" auf der Rückseite des Monds hat etwa 180 km Durchmesser. Das Kreuz markiert die Landestelle von "Chang'e 4".
Foto: NASA/LROC


Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



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