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Presse-Infos | Kultur
Mitteilung vom 03.02.12
"Identität durch Baukultur"
Kreis Warendorf ist neues Mitglied im ¿Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen¿
Oelde (lwl). ¿Die kulturelle Identität unserer Städte und Regionen wird ganz wesentlich durch die gebaute Umwelt geprägt. Diese wollen wir pflegen und angemessen weiterentwickeln.¿ So umriss LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch die Ziele des ¿Bündnisses für regionale Baukultur in Westfalen¿, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zusammen mit weiteren Partnern im Jahr 2005 initiiert hat. Am Freitag (03.02.) wurde in einem feierlichen Rahmen im Kulturgut Haus Nottbeck auch der Kreis Warendorf Mitglied in diesem Bündnis.
¿Wir wollen Westfalen-Lippe aber nicht zum Freilichtmuseum machen und die baulichen Zeugen unserer Vergangenheit nur noch kopieren¿, stellte Kirsch klar. Stattdessen gehe es den Mitgliedern des Bündnisses um eine verstärkte Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt sowie um den Erhalt und die Stärkung der baulichen Unverwechselbarkeit der Regionen Westfalen-Lippes. ¿Ein Friesenhaus, ein Schwarzwaldhaus oder ein Schwedenhaus bieten in einer westfälischen Wohnsiedlung den Menschen keinen wirklichen Ansatzpunkt zur Identifikation mit ihrer Region¿, so Kirsch weiter.
Landrat Dr. Olaf Gericke, der die Aufnahmeurkunde von LWL-Direktor Dr. Kirsch entgegennahm, zeigte sich von den Zielen des Bündnisses überzeugt: ¿Regionale Baukultur ist ein wichtiger Beitrag zur Identifikation der Bürger mit ihrer Heimat.¿ Im Kreis Warendorf gebe es eine ganze Reihe guter Beispiele dafür, dass man sich dem verantwortungs- und respektvollen Umgang mit dem baukulturellen Erbe verschrieben habe. ¿Wir werden das Bündnis unterstützen und unseren Teil dazu beitragen, dass Westfalen auch zukünftig ein ebenso vielfältiges wie identifizierbares baukulturelles Profil hat¿, fasste er abschließend die Rolle des Kreises Warendorf im Bündnis zusammen.
Hintergrund
Das Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen will bei Bauherren und Architekten, aber auch in Politik und Verwaltungen Überzeugungsarbeit leisten. Das Bündnis bildet dabei die gemeinsame Kommunikationsplattform. Hier tauschen sich die Partner regelmäßig über ihre Projekte aus. Im Fokus der Bemühungen stehen dabei weniger die Sonderbauten und herausragenden Einzelprojekte als vielmehr die alltäglichen Planungs-, Bau- und Gestaltungsaufgaben.
Im Sommer 2005 wurde das ¿Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen¿ vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), von Stiftung und Verein Westfalen-Initiative sowie von der Gemeinschaft zur Förderung regionaler Baukultur e.V. ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich sind die Kreise Minden-Lübbecke, Borken, Paderborn, Coesfeld, Steinfurt und Herford sowie die Städte Coesfeld, Dülmen, Haltern am See, Heiden, Reken, Sendenhorst, Rheine, Gütersloh, Gronau, Herford, Telgte und Rahden dem Bündnis beigetreten.
Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Pressestelle Kreis Warendorf Thomas Fromme: 02581 538011
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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