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Presse-Infos | Der LWL
Mitteilung vom 08.08.11
LWL: Leistungen in Bochum
Bochum (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2010 rund 120,4 Millionen Euro (2009: 117,6 Millionen) in Bochum ausgegeben. Behinderten und pflegebedürftigen Menschen kam der Großteil des Geldes zugute, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der LWL-Abgeordneten der Stadt Bochum hervorgeht. Etwa 76 Millionen Euro flossen in diese sozialen Aufga-ben, beispielsweise an die Einrichtung der Werkstatt Constantin oder der Diakonie Ruhr. In der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe wird die Stadt Bochum vertreten durch Angelika Dümenil (CDU), Erika Stahl (CDU), Hermann Päuser (SPD) und Britta Anger (Bündis 90/Die Grünen).
¿Mit dem Geld finanziert der LWL die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel das selbstständige Wohnen¿, so die Abgeordneten. Auch angesichts der weiter steigenden Zahl gehandicapter Menschen solle das Ambulant Betreute Wohnen noch stärker als Alternative neben den Wohnheimen gefördert werden. Der LWL unterstützte im vergangenen Jahr 985 (2009: 860) Menschen in Bochum, die allein oder zu mehreren in den eigenen vier Wänden leben.
Das Ambulant Betreute Wohnen könne die erwarteten Kostensteigerungen zumindest dämpfen, weil dort der Betreuungsaufwand geringer sei als in einem Wohnheim, heißt es in der Bilanz. Ein Platz im Betreuten Wohnen ist pro Tag zwischen 40 und 60 Euro günstiger als einer in der stationären Betreuung (durchschnittlich 100 Euro täglich). Im Jahr 2010 bezahlte der LWL in Bochum 846 (2009: 847) Wohnheimplätze.
Außerdem finanzierte der Kommunalverband 1.043 (2009: 1.016) Plätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Das LWL-Integrationsamt gab zudem etwa 1,4 Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe aus, um Menschen mit Handicap ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz umzugestalten oder zu erhalten. Den Ausgleich zahlen Betriebe, die gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Rund 6,1 Millionen Euro zahlte das LWL-Versorgungsamt für Entschädigungsleistungen, darunter an 1.010 Kriegsopfer und Hinterbliebene.
Aus Bochum gingen 84 Mädchen und 159 Jungen mit Behinderungen in einen Förderschulkinder-garten oder eine Förderschule des LWL. Knapp 1,2 Millionen Euro zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 168 Kinder zusammen mit ihren nichtbehinderten Altersgenossen einen von 62 Regel-Kindergärten besuchen konnten.
Der LWL beschäftigt in Bochum 368 Mitarbeiter, zum Beispiel in der LWL-Klinik Bochum, den LWL-Förderschulen und dem LWL-Industriemuseum Zeche Hannover. Bochum zahlte 2010 einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 77,2 Millionen Euro an den Kommunalverband.
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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