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Presse-Infos | Der LWL

Mitteilung vom 22.04.05

Hufeisen, Nagel & Co.
Eine Einführung zur Geschichte des Schmiedens


Hattingen (lwl). Das Hufeisen ist wohl heute noch eines der bekanntesten Erzeugnisse aus der Schmiede. Doch wer weiß schon, dass auch Nägel ursprünglich mal Erzeugnisse des Schmieds waren - ebenso Schiffsanker, Waffen oder aber aus neuerer Zeit Kurbelwellen und Radsatzringe. Welches Herstellungsprinzip hinter diesen unterschiedlichen schmiedeeisernen Gegenständen steckt, erläutert Diplom-Ingenieur Klaus-Dieter Knöppel am Freitag, 29. April 2005, um 20 Uhr im Westfälischen Industriemuseum Henrichshütte Hattingen.

Seit 5.000 Jahren kennt der Mensch das Eisen. Das wohl älteste Verfahren, das Metall in Form zu bringen, ist das Freiformschmieden. Es beruht noch heute auf dem gleichen Arbeitsprinzip: ein erhitzter Metallblock wird Stück für Stück mit Hammer und Amboss in die richtige Form gebracht. ¿Partielle Umformung der Werkstücke mit nicht formgebenden Werkzeugen¿ nennt der Fachmann das.

Der Vortrag von Klaus-Dieter Knöppel, Technischer Leiter des Westfälischen Freilichtmuseums Hagen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), zeigt, wie sich das Freiformschmieden entwickelt hat: die Hammer- und Wasserrad-Arten bis ins 19. Jahrhundert und die verschiedenen Arbeitstechniken, die sich bis heute erhalten haben. Beispiele für typische Schmiedeprodukte, ihre Herstellung, Weiterentwicklung und ein Ausblick runden den Beitrag ab.
Der Vortrag findet um 20 Uhr im alten Foyer des Hattinger Hochofenmuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) statt und ist kostenlos.
Im Vorfeld startet um 19 Uhr vom Foyer aus eine Führung über das Museumsgelände (Erwachsene 3,50 ¿, Kinder 2,00 ¿).

Pressekontakt:
Anja Kuhn, Tel. 0231 6961-139 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org



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Foto zur Mitteilung
Darstellung einer Freiformschmiede aus Georg Agricola, De re metallica Libri XII, Basel 1556.


Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



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