LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 18.12.14

Presse-Infos | Kultur

Qualifiziertes Personal für Westfalens Archive

LWL wird ab 2016 Archivare ausbilden

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Münster (lwl). Ab 2016 wird das Archivamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum Ausbildungs-Archiv werden. Das hat der LWL-Kulturausschuss befürwortet. Den endgültigen Beschluss wird der LWL-Landschaftsausschuss am Freitag (19.12.) fassen. Von 2016 an werden alle zwei Jahre zwei Archiv-Inspektorenanwärterinnen den dreijährigen Vorbereitungsdienst für den gehobenen Archivdienst durchlaufen. Die neuen Auszubildenden sollen dabei helfen, den Personalbedarf der westfälischen Kommunen und des LWL-Archivamtes zu decken.

"Die zusätzliche Ausbildung von qualifizierten Fachkräften ist absolut notwendig", erklärte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. "In den vergangenen Jahren war es gerade für kleine Kommunen schwer, ausreichend qualifiziertes Personal für ihre Archive zu finden", so Rüschoff-Thale weiter. Von 2008 bis 2013 schrieben allein die westfälischen Kommunen 19 Stellen für den gehobenen Archivdienst aus. Im selben Zeitraum wurden vom Land NRW aber lediglich neun Archivarinnen und Archivare ausgebildet, von denen das Landesarchiv NRW einen Teil selbst übernahm.

Die zukünftigen Archivschüler sollen den theoretischen Teil ihrer Arbeit in der Archivschule Marburg und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW absolvieren. Der praktische Teil der Ausbildung soll im LWL-Archivamt, in westfälisch-lippischen Kommunalarchiven und im Landesarchiv NRW erfolgen.
Qualifiziertes Fachpersonal wird in den Archiven in den nächsten Jahren besonders wegen den großen Herausforderungen bei der Archivierung elektronischer Unterlagen aus der Verwaltung dringend benötigt. In den Verwaltungen der Kommunen werden immer mehr Dienstleistungen, sogenannte Fachverfahren, elektronisch abgewickelt. Die meisten Schriftstücke werden in Dokumentenmanagementsystemen gespeichert und müssen dauerhaft in den elektronischen Archiven gesichert werden müssen.



Pressekontakt:
Moritz Leetz, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Jahnstr. 26
48147 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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