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Mitteilung vom 17.07.14

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Bagger, 'Bergsteiger‘ und Bogen-Planer - Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Sanierungsstart und Architektur-Schau

Bewertung:

Münster/Minden/Porta Westfalica (lwl). Wanderer und Besucher staunen - am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica ist seit kurzem Baubetrieb: Von der Brüstung abgeseilt wie Bergsteiger vermessen Arbeiter die Ringterrasse, Bagger graben an den beschädigten Teilen der Ringmauer entlang und Planer erfassen die Maße und Konstruktion der Bögen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bereitet die Sanierung der Ringterrasse vor.

Grundlage für die weitere Sanierungs- und Rekonstruktionsplanung soll - neben der derzeitigen Bestandserfassung - das Ergebnis des Architekten-Wettbewerbs werden, den der LWL zusammen mit seinem 100prozentigen Tochterunternehmen - der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (WLV) - durchgeführt hat. Wie facettenreich dabei die Palette der Entwürfe war, zeigt der LWL in den kommenden Wochen im Preußenmuseum Minden. "Für die teilnehmenden Architekturbüros war der Wettbewerb eine nicht alltägliche Aufgabenstellung, da wir uns offen halten wollten, ob ein in die Ringterrasse integriertes Besucherzentrum oder seine Errichtung am weiter entfernten Parkplatz die optimale Lösung für das Denkmal bieten würde", erläutert Bodo Strototte, WLV-Geschäftsführer und kaufmännischer Leiter des LWL-Bau- und Liegenschaftsbetriebes.

Bis 30. August präsentiert der LWL die 30 Wettbewerbsarbeiten im Mindener Preußen-Museum. Die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale eröffnete am Donnerstag (17.7.2014) die Schau auf der Sonderausstellungsfläche des Museums und ergänzt: "Es freut mich, dass wir mit dem Preußen-Museum einen Partner gefunden haben, in dessen Räumen wir die Wettbewerbsentwürfe hier vor Ort allen Interessierten zeigen können."

Bereits im ersten Raum der Ausstellung sehen Besucher den Siegerentwurf des Büros Peter Bastian Architekten BDA aus Münster, dem ein 30-köpfiges Preisgericht im Frühjahr 2014 einstimmig den ersten Preis zuerkannt hatte. Neben Architekten sowie Politikern und Führungskräften des Denkmaleigentümers Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zählten zum Preisgericht auch Repräsentanten aus der Region rund um die Porta. In den weiteren Räumen folgen die anderen Arbeiten des begrenzten Wettbewerbs, zu dem insgesamt 15 Teilnehmer eingeladen worden waren. Jedes teilnehmende Büro musste dabei zwei Entwürfe einreichen.

"Der Entwurf von Peter Bastian nimmt die bestehenden Formen der Bauwerks-Bögen auf und schafft eine neue Ebene für die Terrasse. Das Besucherzentrum liegt mit seiner Gastronomie unterhalb der Ringterrasse, so dass lediglich kleine Aufbauten für die barrierefreie Erschließung sorgen, aber nicht in Konkurrenz zum Denkmal treten", fasste Matthias Gundler, Prokurist der WLV, das Ergebnis des Preisgerichtes bei der Mindener Ausstellungseröffnung zusammen. "Bei der Ergänzung der Ringterrasse handelt es sich um eine historisch einmalige Möglichkeit, Interessierten die Bedeutung des Denkmals und die Geschichte vor Ort näher zu bringen", führte die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale weiter aus.

Das zukünftige Informationszentrum wird Interessierten eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal ermöglichen. Historische Dokumente, mediale Erlebnismöglichkeiten und ansprechende Vermittlungsangebote sichern ein nachhaltiges historisches Verständnis. Basis dafür wird nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort sein. Darüber hinaus wird das Denkmal ein wichtiger Standort im Netzwerk "Preußen in Westfalen" sein, das der LWL gemeinsam mit dem Preußen-Museum in Minden entwickeln wird.

Zu sehen ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 11:00 bis 16:30 Uhr und freitags von 11:00 bis 13:00 Uhr. Der Förderverein Kaiser-Wilhelm-Denkmal bietet am 18.7., 22.8. und 29.8. von 13:00 bis 16:30 Uhr sowie am 19.7., 23.8. und 30.8. von 11:00 bis 13:00 Uhr Führungen an.


Hintergrund / Vorgeschichte:
Vor mehr als 70 Jahren hatten die Britischen Streitkräfte am Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals eine Sprengung durchgeführt. Noch heute klafft dort eine Lücke in der Ringterrasse und im Hang darunter. Allein schon zur Verkehrssicherung für die unterhalb verlaufenden Wanderwege muss dieser marode Bereich aufwendig saniert werden.

Die Westfälisch-Lippische Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (WLV) hatte im Vorfeld des kürzlichen Architekten-Wettbewerbs die in die Jahre gekommene "Denkmalsgastronomie" am Parkplatz einige hundert Meter unterhalb des Denkmals erworben. Hierdurch kann der gesamte Bereich einschließlich der dem Denkmal dienenden touristischen Infrastruktur neu geplant werden.

In diesem Jahr noch soll mit der Sanierung der Ringterrasse begonnen werden. Die Gesamtmaßnahme mit Kosten von rd. fünf Millionen Euro soll nach heutigem Planungsstand mit der Einweihung des Besucherzentrums im Jahre 2016 abgeschlossen sein und zur nachhaltigen Attraktivitätssteigerung des Gesamtkomplexes führen.



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Matthias Gundler, Prokurist und Leiter der Bauabteilung der WLV, Tel. 0251 4133-120, Mobil 0151 40 635 120
presse@lwl.org



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48145 Münster
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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Kommentar(e)

Leser17.07.2014 14:12
Komische Überschrift: Achtung Redaktionen: Freigabe am Donnerstag, 17.07.2014, 15:00 Uhr Ist es noch ein wenig früh für den Artikel


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