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Mitteilung vom 12.08.13

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Westfälisch-Lippischer Preis für Denkmalpflege 2013

Anerkennung für umgenutztes Lagerhaus in der Mindener Oberstadt

Bewertung:

Minden (lwl). Für ihr neogotisches Lagerhaus in der Mindener Oberstadt erhalten Gaby Lippek und Andreas Rolf in Minden eine Anerkennung im Rahmen des Wettbewerbs um den Westfälisch-Lippischen Preis für Denkmalpflege 2013. Die beiden Eigentümer des Baudenkmals hatten sich Anfang des Jahres nach der Sanierung um die vom Land NRW gestiftete Auszeichnung für vorbildlich instand gesetzte Denkmäler beworben. Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) weiter mitteilt, ist im kommenden November die feierliche Preisverleihung.

"Begeistert angenommen": das Lagerhaus in der Mindener Oberstadt

Das Lagerhaus aus Backstein wurde 1895 vom Kaufmann Niebur errichtet und gehörte zu einem weitläufigen, für Lebensmittelhandel genutzten Komplex in der Mindener Altstadt. Zunächst lagerte der Kaufmann hier Tee und Kaffee, der spätere Besitzer nutzte das Gebäude bis in die 1970er Jahre für seinen Handel mit Eiern und Milchprodukten. Mehr als 30 Jahre lang stand das Baudenkmal dann leer, bevor Gaby Lippek und Andreas Rolf sich dazu entschlossen, es zu erwerben, energetisch zu sanieren und die beiden oberen Geschosse als Wohnung zu nutzen. Das Erdgeschoss sollte als Werkstatt dienen. Bei den umfassenden Sanierungsarbeiten haben die Eigentümer dabei viel Wert darauf gelegt, dass der ursprüngliche Lagerhauscharakter erhalten bleibt und die originale Substanz soweit wie möglich weiter verwendet wird. So wurden zum Beispiel die restaurierten Gusseisenfenster zu Kastenfenstern umgebaut und auch optisch angegriffene, aber konstruktiv intakte Steine bei der Fassadensanierung an ihrem Platz belassen. Energetisch wurde das Haus denkmalgerecht mit einer Lehminnendämmung mit Wandheizung ausgestattet. Der frühere Fahstuhlschacht dient heute als Lichtschacht und leitet Tageslicht vom Dach bis in den Keller.

Dr. Barbara Pankoke, zuständige Gebietsreferentin der Praktischen Denkmalpflege beim LWL, zeigt sich beeindruckt: "Hier merkt man deutlich, dass die neuen Eigentümer mit ihrem über 100 Jahre alten Denkmal leben und es mit seinen individuellen Merkmalen begeistert angenommen haben."

Ausführliche Bildunterzeile:

Von links nach rechts: Cornelia Otto (LWL), Thomas Hüppe und Achim Naujock (Stadt Minden), Emanuela Freiin von Branca (Diözesanbaumeisterin Paderborn), Dr. Thomas Otten (Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Andreas Rehmert (Architekt), Anita Prüß (Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Dr. Andrea Pufke(Landeskonservatorin Rheinland, LVR), Gaby Lippek und Andreas Rolf (Eigentümer). Albert Simons von Bockum-Dolffs (Sprecher der Jury), Reinhard Miermeister (Landeskirchenbaudirektor Bielefeld), Felix Freiherr zu Knyphausen, Dr. Markus Harzenetter (Landeskonservator Westfalen, LWL), Dr. Barbara Pankoke (LWL) und Svenja Schrickel (UDB Stadt Dortmund).



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Anne Bonnermann, LWL-Denkmalpflege, Telefon 0251 591-4540, anne.bonnermann@lwl.org
presse@lwl.org



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