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Mitteilung vom 12.08.13

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Westfälisch-Lippischer Preis für Denkmalpflege 2013

Steinfurt kann sich mit preisgekröntem Denkmal schmücken

Bewertung:

Steinfurt (lwl). Dem Fachwerkhaus "Berenbom" in Steinfurt gilt der mit 7000 Euro dotierte Westfälisch-Lippische Preis für Denkmalpflege. Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) weiter mitteilt, ist dort im kommenden November die feierliche Preisverleihung.

"Berenbom" - beispielhaftes privates Engagement für den Denkmal-Erhalt

Das Gebäude "Berenbom" in Steinfurt wurde Ende des 16. Jahrhunderts ursprünglich als Speicher errichtet und nach dem Dreißigjährigen Krieg zu Wohnzwecken umgenutzt. Im 19. Jahrhundert erweiterten die Besitzer es zu einem kleinen bürgerlichen Anwese. Noch aus dieser Zeit stammt der Zinkbeschlag, der das verbretterte Giebeldreieck entsprechend der Steinfurter Feuerschutzverordnung sicherte. In den Jahren von 2007 bis heute wurde das Baudenkmal unter großem Engagement der heutigen Eigentümerin Dr. Regina Machhaus umfassend saniert. Dabei begann man mit den Sandsteinfundamenten, setzte dann das Fachwerkgefüge wieder instand und reparierte die Ausfachungen. Außerdem waren umfangreiche Reparaturen am Dach notwendig. Hinzu kamen Arbeiten an Fenster, Türen, Treppen und Fußböden.

"Die Sanierung dieses kleinen Fachwerkhauses ist außergewöhnlich gelungen und erfolgte mit hohem persönlichen Einsatz und viel Eigenleistung der Eigentümerin", erläutert Dr. Barbara Seifen, zuständige Denkmalpflegerin des LWL. "Die geplante neue Nutzung als Ferienwohnung ermöglichte unkonventionelle Lösungen der Instandsetzung und größtmöglichen Erhalt der historischen Substanz", so Seifen weiter.

Gäste werden sich im Haus "Berenbom" auf eine regelrechte Zeitreise begeben können. Das Gebäude vermittele von seiner Lage innerhalb der gut sichtbaren, mittelalterlichen Strukturen des Stadtteils Burgsteinfurt, über seine Raumstruktur und seine Einrichtung bis hin zu den Baumaterialien einen recht authentischen Eindruck von den Lebensumständen vergangener Zeiten, so das Urteil der Juroren. Das Konzept erlaubte es sogar, auf elektrische und heizungstechnische Installationen zu verzichten. Wer hier übernachtet und die Reise in die Vergangenheit wagt, tut außerdem etwas für die Pflege des Gebäudes. Die Einnahmen sollen dauerhaft einen Beitrag zur Erhaltung leisten.

Landeskonservator Dr. Markus Harzenetter betont die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: "Das Fachwerkhaus "Berenbom" ist in enger Abstimmung mit der zuständigen Unteren Denkmalbehörde und mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen saniert worden. Wir sind außerdem sehr froh, dass das Land NRW und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hier finanziell unterstützt haben."

Ausführliche Bildunterzeile:

Von links nach rechts: Anita Prüß (Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Reinhard Miermeister (Landeskirchenbaudirektor Bielefeld), Dr. Andrea Pufke (Landeskonservatorin Rheinland, LVR), eine Steinfurter Dame im mittelalterlichen Kostüm, Felix Freiherr zu Knyphausen, Svenja Schrickel (UDB Stadt Dortmund), Dr. Barbara Seifen (LWL), Dr. Thomas Otten (Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Dr.Regina Machhaus (Eigentümerin), Emanuela Freiin von Branca, (Diözesanbaumeisterin Paderborn), Dr. Markus Harzenetter (Landeskonservator Westfalen, LWL), Albert Simons von Bockum-Dolffs (Sprecher der Jury), Dr. Gerard Jentgens (Archäologe) und Gerlinde Sextro (Stadt Steinfurt).



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Anne Bonnermann, LWL-Denkmalpflege, Telefon 0251 591-4540, anne.bonnermann@lwl.org
presse@lwl.org



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