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Mitteilung vom 07.02.13

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Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Steffen Stadthaus aus Dorsten

Literaturwissenschaftler hat vergessenen Autor Gustav Sack wiederentdeckt

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Münster/Dorsten (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde in diesem Jahr an den in Dorsten (Kreis Recklinghausen) geborenen Dr. Steffen Stadthaus. Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (06.02.) in Münster beschlossen.

"Der Gustav-Sack-Nachlass galt bislang als unzugänglicher Torso. Stadthaus hat mit Fleiß und wissenschaftlicher Akribie das Gegenteil bewiesen und zukünftigen Sack- und Expressionismus-Forschungen einen Weg gebahnt. Durch Stadthaus‘ Forschungen wurde nicht nur der Literaturwissenschaft, sondern auch der Kulturwissenschaft ein eminent wichtiger und spannender Autor zurückgewonnen", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. Gustav Sack (1885 - 1916) gilt als ein wichtiger Vertreter der expressionistischen Literatur in Deutschland.

Steffen Stadthaus wurde 1974 in Dorsten (Kreis Recklinghausen) geboren. Er schloss 2003 sein Studium der Fächer Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Soziologie an der Freien Universität Berlin ab. Während des Studiums arbeitete er als freier Autor für den "Freitag", die "Tageszeitung" und "Polar-Magazin". 2009 promovierte er an der University of London. Danach organisierte er eine Ausstellung zu Gustav Sack im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres "Ruhr2010". Während seines zweijährigen wissenschaftlichen Volontariates in der LWL-Literaturkommission für Westfalen erarbeitete er Gustav-Sack-Ausstellungen im Heinrich-Heine-Museum in Düsseldorf und im Museum für Westfälische Literatur in Oelde. Zur Zeit arbeitet Steffen Stadthaus an verschiedenen Projekten. Unter anderem verfasste er für die Stadt Hamm eine Studie über den westfälischen Heimatautor Heinrich Luhmann, engagierte sich in der Diskussion um "belastete Straßennamen" in Westfalen und arbeitet in Verbindung mit dem LWL-Industriemuseum an einem Projekt über westfälische Bergarbeiterliteratur. Zusammen mit Walter Gödden wirkt er an einer Hörspieledition des Gelsenkirchener Autors Michael Klaus mit; 2013 erscheint unter seiner Mitherausgeberschaft ein Sammelband zum literarischen Wirken des Bochumer Autors Wolfgang Welt. Neben diesen Tätigkeiten ist Stadthaus auch als Autor für den "Westfalenspiegel" tätig.

Hintergrund
Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, ist für Personen gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind und in ihrer Freizeit Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Salzstraße 38
48147 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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