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Mitteilung vom 01.03.12

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Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Heinrich Rüthing aus Lichtenau

Historiker hat eine Geschichtslandschaft für Laien erschlossen

Bewertung:

Münster/Lichtenau (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde in diesem Jahr an den in Lichtenau (Kreis Paderborn) geborenen Prof. Dr. Heinrich Rüthing. Das hat der LWL-Kulturausschuss jetzt in Münster beschlossen.

"Bei seinem Engagement für den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens Abteilung Paderborn sowie für den Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg hat er mit Vorträgen und regionalgeschichtlichen Exkursionen im östlichen Westfalen eine ganze Geschichtslandschaft für geschichtsinteressierte Laien erschlossen. Er trägt historische Forschung an Laien heran und vermittelt sie mit einer eindrucksvollen Rhetorik. Ihm gelingt es, vergangene Zeiten lebendig werden zu lassen", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde.

Rüthing, Jahrgang 1937, schloss sein Studium der Fächer Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Universität Erlangen 1967 mit der Promotion über einen Kartäusermönch ab. 1986 habilitierte er mit einer Arbeit über Höxter um 1500. Bis 2002 lehrte der Historiker an der Universität Bielefeld. Nach seiner Pensionierung baute er sein ehrenamtliches Engagement in den Geschichtsvereinen und der Historischen Kommission für Westfalen beim LWL weiter aus. Für die Kommission beteiligte er sich mit mehreren Beiträgen an Tagungen zur Geschichte der Klöster und Stifte in Westfalen, die auch den Aufbau des LWL-Museums im Kloster Dalheim begleiteten. 2005 legte er in der Schriftenreihe der Kommission die monumentale Edition der Chronik Bruder Göbels aus Böddeken vor. Obwohl das Mittelalter von Hause aus sein Fachgebiet ist, decken seine Arbeiten nicht nur die spätmittelalterliche Religions- und Kirchengeschichte ab, sondern sie reichen bis zur frühneuzeitlichen Wirtschafts- und Geistesgeschichte.

Hintergrund
Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, ist für Personen gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind und in ihrer Freizeit Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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