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Mitteilung vom 02.10.09

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Rettung in vorletzter Minute: Hohe Zuschüsse und engagierter Verein

LWL zeichnet Sundener Hof von 1634 als Denkmal des Monats aus

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Sundern (lwl). Seit Jahrzehnten ist in Westfalen die große historische Bedeutung des 1634 erbauten Strackenhofes in Sundern-Endorf (Hochsauerlandkreis) bekannt. Dennoch war der Erhalt des Hofes bedroht, weil er nach langjährigem Leerstand großen Schaden genommen hatte. Als der Eigentümer schließlich einen Abbruchantrag stellte, schien das Schicksal des bedeutenden Hofes besiegelt zu sein. Doch dann gründete sich ein Verein zur Rettung des Strackenhofes. Nach weiteren Rückschlägen erhielt der Verein jetzt Bundesmittel, die eine Rettung des Hofes ermöglichen. Um das Engagement der ehrenamtlichen Denkmalfreunde zu würdigen, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Strackenhof jetzt als Denkmal des Monats Oktober ausgezeichnet.

"Die jüngere Geschichte des Strackenhofes ist ein Lehrstück der Denkmalpflege: Manchmal gelingt das Unwahrscheinliche, oft ist dafür ein langer Atem und immer das Zusammenwirken aller Beteiligten wie Eigentümer, Denkmalbehörden und historisch Interessierter erforderlich", so LWL-Denkmalpfleger Dr. Thomas Spohn.

Nachdem sich der Verein zur Rettung des Hofes gegründet hatte, der von den LWL-Denkmalpflegern und der "Interessengemeinschaft Bauernhaus" (IGB) unterstützt wurde, gab es erste Erfolge: Der Eigentümer erklärte sich bereit, den Hof zu verkaufen, das Land NRW und die NRW-Stiftung signalisierten finanzielle Unterstützung. Doch das erstellte Nutzungs- und Sanierungskonzept machte deutlich, dass die Mittel nicht reichten. Wieder gingen Monate ins Land, zwischenzeitlich stürzten Teile des Daches ein. Im Sommer kam schließlich aus Berlin die Zusage, dass die Fördersumme mit Bundesmitteln aus einem Sonderprogramm für Baudenkmäler auf die nötigen 722.000 Euro aufgestockt werden.

Der Hof Stracke ist eines der größten von ehemals 32 Anwesen in Endorf, dessen Ortskern er prägt. Teile des Bruchsteinhauses wurden 1634 erbaut, als die Eigentümer nicht nur Landwirtschaft sondern auch noch Bergbau und Metallverarbeitung betrieben.

"Der Wirtschaftsgiebel ist in seinem kaum veränderten Zustand eine Seltenheit in der Region. Er gibt mit dem spitzbogigen Dielentor und der rundbogigen Stalltür sowie im Inneren mit einer Feuerstelle wichtige Hinweise auf das ländliche Wohnen und Wirtschaften im 17. Jahrhundert", erklärt Spohn die Besonderheit des Hofes. Ein tiefgreifender Umbau in den Jahren 1855 und 1856 sowie der Anbau eines Wohnteils in der Zeit zwischen 1949 und 1951 trügen als charakteristische Veränderungen späterer Zeiten zur Zeugniskraft des Baudenkmals bei, so Spohn weiter.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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