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Mitteilung vom 14.02.08

Presse-Infos | Kultur

Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Günther Becker aus Altenhundem

Altenhundemer ist Kenner der regionalgeographischen Geschichte

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Münster/Lüdenscheid (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde in diesem Jahr an Günther Becker aus Altenhundem (Kreis Olpe). Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (13.02.) in Münster beschlossen.

"Günther Becker hat sich unermüdlich ehrenamtlich mit seinen wissenschaftlichen Forschungen, Diskussionsbeiträgen und Rezensionen in der landeskundlichen Forschung in Westfalen engagiert. Für das südliche Sauerland und den Kreis Olpe kann er als der wichtigste Experte und Kenner regionalgeographischer Geschichte und Forschung angesehen werden. Beckers Publikationen fördern das Bewusstsein für Landschaftsschutz, Ortsbildpflege und die regionale Identität", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde.

Becker wurde 1931 in Altenhundem geboren. Er studierte Deutsche Philologie, Geographie, Geschichte, Philosophie und Pädagogik in Münster. Nach seiner Referendarzeit unterrichtete er von 1961 bis 1991 am städtischen Gymnasium Altenhundem (seit 1972: Lennestadt). Diese Lehrtätigkeit unterbrach er für eine dreijährige Assistenz im Fach Geographie und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Münster.

Becker, dem 1996 das Bundesverdienstkreuz und 1997 der Kulturpreis des Kreises Olpe verliehen wurde, engagierte sich schon früh ehrenamtlich in Gremien der Kultur-, Heimat und Landschaftspflege des Kreises Olpe. So war er von 1977 bis 2003 Kreisheimatpfleger. Außerdem war er Mitbegründer und von 1980 bis 2003 Geschäftsführer des Kreisheimatbundes. Seit 1957 hat er fast 950 Bücher, Beiträge und Rezensionen veröffentlicht. Sein Themenspektrum reichte dabei von der Wüstungsforschung über Studien zur Siedlungs- und Sozialstruktur bis zu wirtschaftsgeographischen Themen.

Hintergrund
Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, (früher Arbeitsstipendium genannt) ist für Personen gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind und in ihrer Freizeit Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.

Die Preisverleihung findet am Dienstag, den 22. 04. 2008, um 18 Uhr im Kreishaus Olpe statt.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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