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Mitteilung vom 26.10.07

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Große Ehre für das Haus mit kleinen Türen:

LWL zeichnet "Villa duck dich" als Denkmal des Monats aus

Bewertung:

Paderborn/Schloß Neuhaus (lwl). Früher wurde in Paderborn oft verächtlich über die "Villa duck dich" gesprochen. Doch nach einer liebevollen Restaurierung des in drei Bauphasen entstandenen ehemaligen Speichers gilt das kleine Baudenkmal an der Neuhäuser Kirchstraße als Geheimtipp - vor allem wenn die Eigentümer Margarete und Bernd Ströhmeier zum Apfelfest einladen. Weil die Restaurierung auch aus denkmalpflegerischer Sicht vorbildlich war, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das Gebäude als Denkmal des Monats Oktober ausgezeichnet.

Das um 1640 als Nebengebäude im rückwärtigen Teil des Wohnhauses Residenzstraße 31 errichtete Speichergebäude, gehört zu den ältesten Baudenkmälern im Ortsteil Schloß Neuhaus. "1880 erscheint der Speicher im Urkataster schon als selbstständiges, von der Kirchstraße aus erschlossenes Gebäude, das mittlerweile durch einen seitlichen Anbau wesentlich erweitert und als Dienlenhaus konzipiert ist", so LWL-Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler. Um 1900 wurde das Gebäude in einer dritten Bauphase nochmals erweitert: Ein 3,5 Meter breiter Fachwerk-Anbau nahm weitere Wohn- und Wirtschaftsräume auf. Gleichzeitig wurde die um 1800 neu geschaffene Diele aufgeteilt und zweigeschossig zu Wohnräumen umgebaut.

"Im Laufe der Zeit wurde der Platz rund um das Haus mit zusätzlichen Boden aufgefüllt. Damit das Haus nicht tiefer lag, hat man dasselbe im Erdgeschoss gemacht. Deshalb ist die Raumhöhe hier sehr niedrig, große Menschen müssen sich vor allem in den Türen ducken", erklärt Heine-Hippler den Namen des Hauses.

Nachdem die Eheleute Ströhmeier das Gebäude 2005 gekauft hatten, haben sie es in zweijähriger Bauzeit restauriert. Zum großen Teil in Eigenleistung haben sie das Dach mit alten Ziegeln neu gedeckt, die Giebel repariert, die Fenster, Türen, Fußböden und Wände mit Lehmputz ergänzt und einen kleinen Bauerngarten angelegt.



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
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