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„Markt der Lernorte“ in Dortmund

Außerschulische Lernorte stellen sich vor

Dortmund – Buntes Treiben herrschte am Dienstag (26.1.2016) in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses. Das Dienstleistungszentrum Bildung im Fachbereich Schule hatte zu einem „Markt der Lernorte“ eingeladen. 33 außerschulische Lernorte präsentierten sich und ihr Bildungsangebot den knapp 200 Besuchern. Lehrerinnen, Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte nutzen die Veranstaltung, um das breite Spektrum der Dortmunder Lernortlandschaft kennenzulernen und neue Ideen für das Lernen außerhalb der Schule zu sammeln.

Lernen zum Anfassen

„Praktisch Gelerntes bleibt länger im Gedächtnis“, betonte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger in ihrer Eröffnungsrede. Genau dieses Lernen zum Anfassen ist die Stärke vieler außerschulischer Lernorte. So können Kinder und Jugendliche auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges nicht nur viel über das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof erfahren, sondern auch tatkräftig mit anpacken. „All das, was gerade auf dem Hof ansteht“, sagt Bauernhofpädagoge Elmar Schulte-Tigges, wird in das Programm eingebunden. „Das bedeutet dann eben auch, zuerst das Loch im Weidezaun zu reparieren, bevor mit der geplanten Kartoffelernte begonnen werden kann.“

Einen handlungsorientierten Ansatz trägt auch die „Werkstatt Bibel“ bereits in ihrem Namen. In ihrer Ausstellung verschwindet ein 470 Jahre altes Bibelexemplar demnach nicht hinter dicken Glasscheiben, sondern wird offen ausgestellt. Schlechte Erfahrungen habe er mit dieser Form der Präsentation noch nicht gemacht, betont Pfarrer Stephan Zeipelt. Im Gegenteil erfreue es ihn immer wieder, wenn große und kleine Besucher unaufgefordert zu den bereitgelegten Handschuhen greifen, um das wertvolle Buch vorsichtig zu begutachten.

Vielfältige Lernortlandschaft

Der Gang über den „Markt der Lernorte“ machte vor allem eines deutlich: Dortmund bietet eine enorme Vielfalt an Einrichtungen und Initiativen, die das Lernen außerhalb der Schule ermöglichen. Das Kindermuseum „mondo mio!“, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, die Schule im Opernhaus, das Alte Hafenamt, das Deutsche Fußballmuseum und viele weitere Lernorte können den Unterricht in den unterschiedlichsten Fächern bereichern.

Um möglichst schnell ein passendes Lernangebot für eine bestimmte Lerngruppe zu finden, steht auch für Dortmund seit 2014 das Internet-Portal „Pädagogische Landkarte“ zur Verfügung. Insgesamt 70 Lernorte mit über 140 Lernangeboten hat Silke Juhnke vom Dienstleistungszentrum Bildung im Fachbereich Schule als verantwortliche Redakteurin für Dortmund in den vergangenen zwei Jahren zusammengetragen.

Redaktion der „Pädagogische Landkarte“ in Dortmund:
Silke Juhnke
Tel.: 0231 5027043
E-Mail: sjuhnke@stadtdo.de

Text: Katharina Schunck

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  • Auf dem Lernbauernhof von Elmar Schulte-Tigges (links) können Kinder und Jugendliche...

    (Foto: LWL/Schunck)

  • ... zwischen Pferden, Schweinen und Hühnern lernen, wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert.

    Der Lernbauernhof auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

  • "Die Bibel erleben" ist das Motto der "Werkstatt Bibel". Pfarrer Stephan Zeipelt (links) möchte neue Zugänge zu biblischen Texten und Themen schaffen.

    Die "Werkstatt Bibel" auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

  • Um die Umwelt zu schützen, muss auch in urbanen Räumen ein Bewusstsein für die heimische Natur geschaffen werden. Diesem Ziel haben sich in Dortmund unter anderem der Initiativkreis Naturlehrpfad "Alte Körne" sowie...

    Der Naturlehrpfad auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

  • ... der QuerWaldEin e.V. verschrieben. Auch in einer Stadt kann die Natur häufig in unmittelbarer Umgebenung entdeckt werden!

    QuerWaldEin auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

  • Das Besucherbergwerk "Graf Wittekind" bietet nicht nur Führungen unter Tage an. Wer sich einmal richtig schmutzig machen und seine Teamfähigkeit an der Lore unter Beweis stellen möchte, ist herzlich zu einer Arbeitsschicht im Stollen eingeladen.

    Das Besucherbergwerk auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

  • Die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus steht in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache im Zentrum der außerschulischen Bildungsarbeit. Am historischen Ort können Schulklassen an Führungen teilnehmen und zu unterschiedlichen Themenkomplexen Seminare besuchen.

    Die Steinwache auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

  • Verkehrssicherheitstraining mit einer Puppenbühne? Auch das gibt es in Dortmund - genauer im Westfalenpark! Das Angebot der Dortmunder Polizei richtet sich in erster Linie an Kita- und Grundschulkinder sowie Fünftklässler. In Zukunft soll es aber auch ein Stück speziell für Senioren geben, wie Verkehrssicherheitsberaterin Sandra Mennigmann (Mitte) verriet.

    Die Verkehrpuppenbühne auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

  • Das Ziel fest im Blick hat Silke Juhnke vom Dienstleistungszentrum Bildung, die den "Markt der Lernorte" organisiert hat. Als Redakteurin der "Pädagogischen Landkarte" in Dortmund ist sie immer auf der Suche nach interessanten Lernmöglichkeiten außerhalb des Klassenzimmers. Hier testet Juhnke einen Bogen des Lernorts...

    (Foto: LWL/Schunck)

  • ... Pfeil&BogenWelt. Sven Pöppelmann (Bild) und seine Kollegen bieten Kurse und Veranstaltungen rund um das Thema Bogenschießen an. Dazu gehören auch spezielle Angebote für Schulklassen sowie Nachmittagsprogramme im offenen Ganztag.

    Die Pfeil&BogenWelt auf der "Pädagogischen Landkarte NRW"

    (Foto: LWL/Schunck)

Publikationsdatum: 29.01.2016

Themen: außerschulisch Lernen, Veranstaltungen