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1.000-mal Lernen am anderen Ort

Das zdi-Schülerlabor investMINT Oberberg ist der 1.000. Lernort auf der „Pädagogische Landkarte NRW“

Gummersbach – Seit Anfang 2014 verzeichnet die „Pädagogische Landkarte“ außerschulische Lernorte in Westfalen-Lippe. Zu Beginn des Jahres 2016 erfolgte die Ausweitung auf das Rheinland. Das Verzeichnis ist in den letzten Jahren beständig gewachsen. Nun freuen wir uns über den 1.000. Lernort auf der „Pädagogische Landkarte NRW“: das zdi-Schülerlabor investMINT Oberberg in Gummersbach. 

 „Unternehmen simulieren – Wirtschaft verstehen“ – das ist das Motto des zdi-Schülerlabors im Berufskolleg Dieringhausen. Schulklassen können hier einen Tag lang in die Welt eines kunststoffverarbeitenden Unternehmens eintauchen und selbst ein Produkt mit Hilfe der Kunststoffspritzgussmaschine herstellen. Wie in einem richtigen Unternehmen ist dabei Kooperation gefragt:

Ein Tag im zdi-Schülerlabor investMINT Oberberg

Text: zdi-Schülerlabor investMINT Oberberg / Fotos: Oberbergischer Kreis

Einmal Verantwortung übernehmen für den reibungslosen Ablauf eines Firmentages – im Schülerlabor am Berufskolleg Dieringhausen kein Problem. Christina erklärt sich bereit, und wird dabei von den weiteren Mitgliedern des Kommunikationsteams unterstützt, während es Eric und Steffen lieber ins Marketing zieht. Tim und Sina kümmern sich um die Finanzen, andere entscheiden sich für das Labor- oder das Technikteam – je nach Stärken und Präferenzen.

Die Klasse 9a einer oberbergischen Gesamtschule ist zu Gast im Schülerlabor. Und Laborleiter Mirco Rödder gibt gleich zu Anfang das ehrgeizige Tagesziel aus: Bis zum Nachmittag sollen schöne Trinkbecher produziert werden. Und gebraucht werden dazu alle Schülerinnen und Schüler.
Zügig geht es daher an die Arbeit. Überall bricht eifrige Geschäftigkeit aus. Welche Aufgaben müssen erledigt werden? Wer ist wofür zuständig? Wer führt aus, wer präsentiert? Die Schülerinnen und Schüler sind voll in ihrem Element – zum Erstaunen der Begleitlehrer. Denn alle bringen sich engagiert mit ein, sind mit Spaß bei der Sache.

Spannend wird es nach dem Mittagessen, schließlich ist die Kunststoffspritzgussmaschine produktionsbereit. Die Kunststoffqualität ist vom Labor sichergestellt. Das Marketingteam hat per Umfrage die gewünschte Produktfarbe und -eigenschaft ermittelt. Und das Finanzteam hat die Stückkosten des Endproduktes berechnet und optimiert. Los geht‘s! Die erste Ladung an Bechern kommt aus der Maschine. Fieberhaft wird das Ergebnis des Labors abgewartet. Aufatmen: die hohen Qualitätsanforderungen sind erfüllt. Freudige Gesichter bei den Schülerinnen und Schülern; vor allem, als auch der zweite Testdurchgang positiv ausfällt.

Und dann kann die Produktion starten, die Maschine läuft. Doch die Arbeit ist damit noch nicht vorbei. Vor allem das Technikteam überwacht die Steuerung, hat die Maschine penibel im Auge. Allerdings gibt es keinen Grund zur Sorge: Ein Trinkbecher nach dem anderen wird aus der Maschine genommen. Es sieht so aus, als ob die geplante Stückzahl heute erreicht wird. Das Lächeln der Schülerinnen und Schüler wird immer breiter. Ziel erreicht! Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und daran hat jeder seinen Anteil – nicht nur Chefin Christina, sondern auch die Marketing- und Finanzexperten oder die Labor- und Technikteams. Mit Zertifikat und neuen Trinkbechern ausgerüstet, geht es nach einem spannenden Tag wieder auf die Rückreise – zufrieden und mit zahlreichen neuen Einblicken.

Publikationsdatum: 25.10.2016

Themen: Lernort-Portraits, Presse, Pädagogische Landkarte