Slg. Löwenstein

Slg. Löwenstein
  • Motive

    Landschafts-, Orts- und Gebäudeaufnahmen von Warstein und Umgebung (Schwerpunkt) sowie von Brilon, Rüthen, Meschede-Eversberg und Soest

    Provinzial-Heilstalt Warstein: Klinikgelände, Gebäude, Versorgungseinrichtungen, Alltag des Klinikpersonals, Arbeitstherapie der Patienten, Feste, Theater, Musik und Freizeitgestaltung in der Klinik, Gruppen- und Einzelporträts von Klinikpersonal und Patienten

     

  • Entstehungszeitraum

    Zeitlicher Schwerpunkt: 1920er bis 1930er Jahre. Sämtliche Fotografien wurden - mit wenigen Aussnahmen - ohne Datierung überliefert. Die Orts- und Landschaftsaufnahmen entstanden überwiegend zwischen 1926 und 1932 und wurden daher auf ein Aufnahmedatum um 1930 gemittelt, um eine Falsifizierung durch Schwarmwissen zu ermöglichen.

  • Umfang

    Rd. 550 Motive, davon rd. 330 der Provinzial-Heilanstalt Warstein

  • Bedeutung

    Die Heilanstalt Warstein des Provinzialverbandes Westfalen bezeichnet die heutige LWL-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Warstein des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Diese Sammlung zeigt die Baulichkeiten der Anstalt wie auch das Alltagsleben der Patienten und visualisiert die in den 1920er Jahren einsetzende Reform der psychiatrischen Behandlungskonzepte, welche die Förderung der Selbständigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit der Patienten durch Arbeitstherapien und aktive Freizeitgestaltung in den Vordergrund stellten. 

    Ein Großteil der Aufnahmen wurde von Walter Löwenstein fotografiert, geboren am 14.11.1903 in Dortmund, gestorben am 16.1.1932 in der Provinzial-Heilstalt Warstein, jüdischer Herkunft und taubstumm durch Erkrankungen im Kindesalter. Er besuchte die Provinzial-Taubstummenschule zu Büren, absolvierte eine Ausbildung zum Fotografen und war ab August 1926 Patient in der Heilanstalt Warstein. Die Klinik förderte Löwensteins Tätigkeit als Fotograf durch die Bereitstellung der Fotoausrüstung und eines Labors. Die Fotografien wurden ohne Urheberangabe und Datierung überliefert, entstanden jedoch erkennbar auch nach Löwensteins achtjähriger Anstaltszeit bis hinein in die 1940er Jahre, vereinzelt auch später. Insofern wurde ein Teil der Aufnahmen durch andere Urheber, möglicherweise aus dem Kreise des Anstaltspersonals, erstellt. In der Annahme, dass zuvorderst die Fotografien der Patienten, der Arbeitssituationen und des Anstaltsalltags aus Vertrautheit zum Fotografierenden entstanden, wurden diese im Wesentlichen Löwenstein zugeschrieben und entsprechend datiert.

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