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Das Junkerhaus Lemgo

7.900053

7,90 EUR

Art.Nr. DL-D108-500381

Das Junkerhaus Lemgo

Die Kunst eines Außenseiters
Karl Junker (1850 - 1912)

Videodatei im mp4-Format, 2004
Film ca. 25 Min.
Auflösung: 768 x 576 (Standard)
Video-Format: 4:3
Dateigröße: 343 MB

Geheimnisvoll und sagenumwoben steht es da - das Junkerhaus in Lemgo. Sein Erbauer, Karl Junker, arbeitete als Architekt, als Holzbildhauer und Maler. Lange wurde an dem künstlerischen Wert dieses Hauses und den Fähigkeiten seines Schöpfers gezweifelt. Ist das Junkerhaus ein fantastisches Gesamtkunstwerk oder aber die Schöpfung eines kranken Geistes?

1850 wurde Karl Junker in Lemgo geboren. Nach dem Schulbesuch und einer erfolgreich abgeschlossenen Tischlerlehre ging er auf Wanderschaft. In München bildete sich Junker auf der Kunstgewerbeschule weiter und studierte an der Akademie der Bildenden Künste. Zahlreiche Bleistift- und Federskizzen zeugen von Aufenthalten in Rom und den Städten Oberitaliens. Karl Junker war Anfang 30, als er in seine Heimatstadt Lemgo zurückkehrte. Nach einigen Jahren begann er mit dem Bau seines Hauses an der Hamelner Straße außerhalb des historischen Stadtkerns. 20 Jahre lebte und arbeitete er in dem Haus. Seine Kunst wurde zu seinem alleinigen Lebensinhalt und brachte ihm den Ruf des Sonderlings ein. So ungewöhnlich, wie es auf den ersten Blick scheint, ist das Junker-Haus gar nicht. Die Fassaden mit ihrer strengen Symmetrie zeigen den Einfluss italienischer Architektur und die Raumaufteilung ist bürgerlich. Die eigene und unvergleichliche Handschrift Junkers zeigt sich in der Gestaltung der Wände und Decken mit Vertäfelung, die einerseits unterbrochen wird von platziert gesetzten Gemälden und die andererseits überzogen ist von ornamentalem Schnitzwerk. - Alles deutet darauf hin, dass Junker sein Haus als Künstlerhaus verstanden wissen wollte.

Die Kunst Junkers enthält Elemente aller Stilrichtungen seiner Zeit und kann keiner Kunstrichtung zugeordnet werden. Vielleicht werden ihr diejenigen am ehesten gerecht, die Karl Junker als einen Vertreter der sogenannten "Art Brut" verstehen. Wörtlich übersetzt bedeutet das "unverbildete Kunst" und meint spontane und unreflektierte Werke. Sie wird auch als "Outsider Art" bezeichnet und ist für manche Ausdruck der ursprünglichen und wahren Kunst.

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