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Dir gehört mein Leben

9.899967

9,90 EUR

Art.Nr. DL-D152-500356

Dir gehört mein Leben

Die Geschichte von Anna und Hermann Scheipers.
Zivilcourage und Gottvertrauen unter zwei Diktaturen

Videodatei im mp4-Format, 2011
Dokumentarfilm, ca. 30 Min., s/w und Farbe
Auflösung: 768 x 576 (Standard)
Video-Format: 4:3
Dateigröße: 419 MB

PDF-Version des Begleithefts

English PDF-Version of the Booklet



KZ Dachau im Juli 1942: Pfarrer Hermann Scheipers, seit fast zwei Jahren wegen Seelsorge an polnischen Zwangsarbeitern als "Staatsfeind" inhaftiert, bricht auf dem Appellplatz zusammen und wird in den sogenannten "Invalidenblock" eingeliefert. Das scheint sein Todesurteil zu sein, denn von hier werden die Gefangenen wöchentlich in die Vergasungsanstalt Hartheim abtransportiert. Doch das Unglaubliche geschieht: Auf einen verschlüsselten Hilferuf ihres Bruders hin dringt Hermanns Zwillingsschwester Anna bis ins SS-Reichssicherheitshauptamt in Berlin vor, um ihn zu retten. Ihr selbstbewusstes Auftreten schüchtert den zuständigen Gestapo-Beamten so sehr ein, dass er die Rückverlegung von Pfarrer Scheipers ins "normale" Lager anordnet. Durch ihre mutige Intervention rettet Anna nicht nur ihrem Bruder, sondern wahrscheinlich mehreren Hundert in Dachau eingekerkerten Geistlichen das Leben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Hermann Scheipers nach Sachsen zurück. Über drei Jahrzehnte wirkt er als Pfarrer in der kommunistischen DDR und gerät auch dort in Konflikt mit den Machthabern. Nicht weniger als 15 Spitzel setzt die Stasi auf den aufrechten Pfarrer aus Westfalen an. Seine Schwester hält ihm auch jetzt über den "eisernen Vorhang" hinweg die Treue.

Gemeinsam haben Anna und Hermann Scheipers ihr Leben lang gegen Intoleranz, Diskriminierung und staatliche Willkür gekämpft und dabei Mut, Charme und Gottvertrauen bewiesen. David Menzhausens Film begleitet das 1913 geborene Zwillingspaar auf einer Reise in ihre Erinnerung. Sie kehren an die Orte ihrer Geschichte zurück und nehmen die Zuschauer dabei mit. Mit ihren Erzählungen bringen sie ihnen wichtige Kapitel der politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Zeitgeschichte Deutschlands zwischen 1933 und 1989 näher. Die seltene Begabung der beiden Protagonisten, auch vor der Kamera ihre Natürlichkeit, ihren Charme und ihre Schlagfertigkeit nicht zu verlieren, machen den 2003 entstandenen Film heute mehr denn je zu einem ganz und gar außergewöhnlichen Zeitdokument.

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