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Auf Kohle geboren

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Art.Nr. D 155-500321

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Auf Kohle geboren

Der Steinkohlenbergbau in Westfalen

DVD, 2015 (D 155)
Ca. 28 Min, Schwarz-Weiß und Farbe
Plus vier historische Filme, Schwarz-Weiß und Farbe,
von zusammen ca. 40 Minuten



Der Film von Claus Bredenbrock beginnt mit Bildern aus dem 21. Jahrhundert von der Zeche Auguste-Viktoria in Marl. Mit den Kohlengruben der Vergangenheit hat der moderne Steinkohlenbergbau im westfälischen Ruhrgebiet nicht mehr viel gemein. In einem Leitstand „über Tage“ wird die computergesteuerte Arbeit „unter Tage“ überwacht und organisiert.
Das war einmal ganz anders: Deutschland liegt am Ende des Zweiten Weltkriegs am Boden und den Bergwerken in Westfalen kommt für den wirtschaftlichen Erfolg im Nachkriegsdeutschland eine besondere Bedeutung zu. 1957 arbeiten auf 153 Schachtanlagen über 600.000 Menschen. Besonders für die Städte Gelsenkirchen und Bochum wird der Bergbau prägend. Jahreschroniken in Filmbildern, die in diesen beiden Städten entstehen, zeigen harte Arbeit und ein lebenswertes Leben mit sportlichen Aktivitäten in der Freizeit und in dem überschaubaren sozialen Umfeld der Bergmannssiedlungen. Claus Bredenbrock bedient sich hauptsächlich dieser Filme, um die Geschichte des westfälischen Steinkohlenbergbaus zu erzählen.

Feiern „die Knappen“ des FC Schalke 04 1958 mit der ganzen Stadt noch ihren bisher letztmaligen Meistertitel im Fußball, heißt es in dem Stadtfilm von 1959 in Bochum: „Feierschichten, Entlassungen und ständig wachsende Kohlen- und Kokshalden waren die ersten Anzeichen für eine sich anbahnende Krise im Kohlenbergbau, auch in der Bergbaustadt Bochum.“ Und die Lage spitzt sich weiter zu. 1966 wollen 90 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder streiken.

Es geht aber nicht nur um die Arbeitsplätze im Bergbau. Oft wohnen die Bergleute in Wohnungen und Siedlungshäusern, die den Bergwerksgesellschaften gehören. Und die Menschen fürchten neben dem Arbeitsplatz auch das gewohnte Lebensumfeld zu verlieren. Das Zechensterben ist mehr als nur ein wirtschaftlicher Umschwung, bei dem sich durch Sprengung der Fördertürme und Kokereien die Stadtsilhouetten verändern. Zwischen Ruhr und Lippe verändert sich das Schicksal der gesamten Region und ihrer Menschen. Der weitere Verlauf des Filmes zeigt den Kampf um den Erhalt der Siedlungshäuser, die Neunutzung von Zechengeländen durch neue Unternehmen wie Opel in Bochum – inzwischen schon wieder Geschichte - und die Bundesgartenschau 1997 auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern in Gelsenkirchen. Industrieanlagen bleiben als Kulturträger erhalten, gehören somit weiter zum Leben der Menschen der Region.

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