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Hexenwahn in Lemgo

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Art.Nr. D 124-500115

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Hexenwahn in Lemgo

Die Hexenverfolgung und das Hexenbürgermeisterhaus

DVD, 2007 ( 124)
Film, ca. 30 Min.

Mittelalterliche Kirchen und imposante Stein- und Fachwerkbauten prägen die alte Hansestadt Lemgo mit ihrem historischen Ortskern. Eines der prachtvollsten Gebäude brachte der Stadt eine zweifelhafte Berühmtheit: das "Hexenbürgermeisterhaus". In ihm lebte Hermann Cothmann, den man später den "Hexenbürgermeister" nannte. Im 17. Jahrhundert hatte er während seiner Amtszeit maßgeblich dazu beigetragen, dass unschuldige Frauen und Männer verfolgt und zum Tode verurteilt wurden. Das Haus war bereits 1571 von Hermann Kruwel und seiner Frau Lisbeth Fürstenau errichtet worden, zu einer Zeit, als Lemgo eine wohlhabende Stadt der Händler, Handwerker und Kaufleute gewesen ist. Neue Konkurrenz im Fernhandel führte Ende des 16. Jahrhunderts zum Konkurs der Familie Kruwel und das Haus kam in den Besitz von Dietrich Cothmann, dem Vater des späteren Hexenbürgermeisters.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erreichte die Hexenverfolgung in Deutschland ihren Höhepunkt, in Lemgo fand eine zweite Welle von Prozessen ihre meisten Opfer zwischen 1665 und 1670. Hermann Cothmann bekleidete das Bürgermeisteramt und mehr als 100 Todesurteile wurden allein in seiner Amtszeit gefällt. Im Archiv der Stadt hat sich ein Bestand von rund 200 Prozessakten erhalten, einer der umfangreichsten zur lokalen Geschichte der Hexenverfolgung in Deutschland. Hinter den Schriftstücken verbergen sich Schicksale von Opfern und Angehörigen. So auch die des Pfarrers Andreas Koch und der Maria Rampendahl, die der Film anhand der Akten und der Schauplätze in der Stadt wieder aufdeckt.

Auch nach dem Tod von Hermann Cothmann blieb das Haus noch lange im Besitz der Familie. Anfang des 20. Jahrhunderts wollte der letzte private Besitzer das Haus neu gestalten und die Fassade abtragen lassen. Die Pläne stießen in Lemgo auf Widerstand und vor allem, um die Fassade zu retten, erwarb schließlich die Stadt das "Hexenbürgermeisterhaus". Zunächst wurde ein kleines Heimatmuseum eingerichtet. Nach weiteren Änderungen begann 1998 eine grundlegende Sanierung des Hauses, die dazu genutzt wurde, das Architektur- und Baudenkmal "Hexenbürgermeisterhaus" in den Vordergrund zu stellen. In den sechs Jahre der Untersuchung und Sanierung wurde vieles von dem entdeckt, was wir heute über die Nutzung des Hauses wissen.

Der Film zeigt die im Haus gefundenen Spuren von Lebenswegen und nutzt Sequenzen aus historischen Spiel- und Dokumentarfilmen, um die Geschichte der Hexenverfolgung in Lemgo zu erzählen und das Image der Stadt als "Hexennest" zu versachlichen. Rekonstruktionszeichnungen der Deele zu unterschiedlichen Zeiten helfen, die Geschichte des Hexenbürgermeisterhauses nachzuvollziehen. So ist ein Film entstanden, der für die Besucher des Hexenbürgermeisterhauses und die Interessierten an der Geschichte der Hexenverfolgung in Lemgo gleichermaßen interessant und unterhaltsam ist.

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