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Von einem, der mitgemacht hat

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Art.Nr. D113 -500106

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Von einem, der mitgemacht hat

Eine Jugend unter Hitler

DVD, 2005 (D 113)
Film, ca. 25 Min.

Walter Baltes wird 1918 in Annen bei Witten an der Ruhr geboren. Sein Heimatort ist ein typisches Industriedorf des Ruhrgebiets. Die Verhältnisse im Haus Baltes sind äußerst bescheiden und gleichen damit denen vieler anderer Arbeiterhaushalte in jener Zeit: Seine Mutter ist eine fromme Protestantin, sein Stiefvater, von Beruf Bergmann, hingegen Sozialdemokrat und Freidenker. 1929, mit Beginn der Weltwirtschaftskrise, wird der Vater arbeitslos und bleibt es bis 1933. Mühsam schlägt er sich als Hausierer durch, ansonsten lebt die Familie „von der Wohlfahrt“. Als Hitler 1933 an die Macht kommt, findet er wieder Arbeit. Walter Baltes selbst, damals 15 Jahre alt, wird noch im gleichen Jahr „mit Begeisterung“ Hitlerjunge, zählt aber bemerkenswerter Weise auch weiterhin jüdische Jugendliche zu seinen Freunden.

Als die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939 Polen überfällt, meldet sich Baltes als Offiziersanwärter zur Luftwaffe. Früh erfährt er von den Massenmorden an Juden. Doch erst ganz allmählich leiten grauenvolle Kriegserlebnisse einen mentalen Bruch mit dem Hitler-Regime ein. Am Ende ist er den Krieg „einfach leid“. Ein Jahr nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes tritt er der SPD bei; Endergebnis eines politischen Umdenkprozesses, der ihn vom überzeugten Hitlerjungen und Wehrmachtsoffizier zum Gegner von Krieg und Faschismus gemacht hat. Mit über 80 Jahren wird Walter Baltes dann noch einmal politisch aktiv: Er beginnt vor Schülern über sein Leben und seine Erfahrungen in der Hitler-Diktatur und im Zweiten Weltkrieg zu berichten. Ein Geschichtsunterricht ganz anderer Art, der ihn inzwischen in zahlreiche Schulen geführt hat. „Seid politische Menschen, denkt politisch und sorgt dafür, dass das Ganze nicht noch einmal passiert“; diese Botschaft gibt er den Jugendlichen mit auf den Weg.

Das Filmporträt von Beate Becker stellt den Zeitzeugen Walter Baltes und dessen sehr persönliche, zugleich aber exemplarische Erinnerungen an seine Zeit als Jugendlicher und junger Mann im „Dritten Reich“ vor. Am konkreten biographischen Beispiel macht der Film sowohl die Faszination als auch den Schrecken von NS-Herrschaft und Krieg anschaulich.

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