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Heinrich Lersch

Heinrich Lersch kam als erstes von sieben Kindern eines Kesselschmieds in Mönchengladbach zur Welt. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er als Lehrling und Geselle in der väterlichen Kesselschmiede, ehe er 1909 seine Wanderjahre durch Europa begann. 1913 erschien sein erstes Gedicht in der „Wiener Arbeiterzeitung“, 1914 sein erster Gedichtband. Im 1. Weltkrieg wurde er verschüttet, in der Folge zog er sich ein nie verheilendes Lungenleiden zu. 1924 gab er den Beruf des Kesselschmiedes auf und widmete sich ausschließlich der Schriftstellerei. Zwischen 1926 und 1933 reiste er mehrfach nach Capri und Griechenland. In seiner Dichtung beklagte er einerseits die Lebensbedingungen des Arbeiters, ließ ihn andererseits Erfüllung in seiner Arbeit finden, eine klassenkämpferische Haltung lehnte er ab. Seine Dichtung traf auf das Wohlwollen der Nationalsozialisten, er wurde 1933 in die Deutsche Akademie der Dichtung berufen und erhielt 1935 den Rheinischen Literaturpreis. Als er im Juni 1936 mit erst 46 Jahren starb, wurde er mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt.

Selbständige Veröffentlichungen - postum: Unter den Hämmern. Erzählungen aus der Welt der Kesselschmiede. Kevelaer: Butzon & Bercker 1950 (Berckers kleine Volksbibliothek, 36) – Manni. Geschichten vom Jungen, aufgeschrieben vom Vater. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1950; München: Diederichs 1989 – Hammerschläge. Eine Auswahl, hg. von W. Fronemann. Köln: Schaffstein 1952, 1959, 1965 (Blaue Bändchen, 215) – Ausgewählte Werke in zwei Bänden, hg. u. mit Einleitung u. Anmerkungen von J. Klein, Düsseldorf u. Köln: Diederichs 1965 u. 1966, Bd. 1.: Gedichte, Bd. 2.: Erzählungen und Briefe – Hammerschläge. Ein Roman von Menschen und Maschinen, mit einem Nachw. von Martin Walser, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980.

Briefe/Nachlass: Briefwechsel. Mathias Ludwig Schroeder - Heinrich Lersch. Hg. von H. Strangmeier u. E. Kraut. Hilden: Peters 1978 (Niederbergische Beiträge, Bd. 41) – Verzeichnis der Archivbestände zu den Arbeiterdichtern Paul Zech (1881 - 1946), Gerrit Engelke (1890 - 1918) und Max Barthel (1893 - 1975) sowie Übersicht über den Nachlass von Heinrich Lersch (1889 - 1936) und Katalog zur Ausstellung "Arbeiterdichter zu Krieg und Arbeitswelt", Nachlässe von Arbeiterdichtern der 20er Jahre im Fritz-Hüser-Institut für Deutsche und Ausländische Arbeiterliteratur, Dortmund : Fritz-Hüser-Inst. für Dt. und Ausländische Arbeiterliteratur 1984. Hg. von Stadt Dortmund, Fritz-Hüser-Institut für Deutsche und Ausländische Arbeiterliteratur, Dortmund 1984 (Informationen des Fritz-Hüser-Instituts für Deutsche und Ausländische Arbeiterliteratur, 29).

Selbständige Veröffentlichungen über Lersch: Heinrich Lersch. Kesselschmied und Dichter. 1889 - 1936, mit Beiträgen von H. M. Elster u.a. und einer Heinrich-Lersch-Bibliographie von Hedwig Bieber. Hg. in Verb. mit d. Archiv f. Arbeiterdichtung u. soziale Literatur Dortmund. Dortmund: Städtische Volksbüchereien 1959 (Dichter und Denker unserer Zeit, 27).