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Kurt Küther

Geboren am 3. Februar 1929 in Stettin. Volks- und Handelsschule ebd. 1945 Volkssturm und Gefangenschaft. Von 1946 bis 1948 Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Arbeit in der elterlichen Gärtnerei. Seit 1948 Wohnsitz im Ruhrgebiet. 1955 Hauerprüfung in Bottrop. Arbeit als Schlepper, Gedingeschlepper, Hauer, technischer Angestellter, Betriebsratsmitglied. 1968/69 Studium der Sozialwissenschaften in Dortmund. Bis 1970 wieder unter Tage. Danach bis 1984 technischer Angestellter bei der Stabsstelle Zeche Nordstern, Gelsenkirchen. Von 1963 bis 1969 Mitglied der Gruppe 61. Mitarbeiter der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen (seit 1970). Von 1970 bis 1973 Mitglied im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt. Wohnsitz in Bottrop.

Vorstandsmitglied des Verbandes dt. Schriftsteller der IG-Medien, NRW. K. versteht sich bewußt als „schreibender Bergmann“, mit der Absicht, „die schwere, dreckige und gesundheitsgefährdende“ Arbeit des Bergmanns sichtbar zu machen. Daneben reflektierte er, in Szenen, Satiren, Kurzgeschichten v.a. aber in – häufig epigrammat., gereimter, gelegentlich auch längerer – lyrischer Form, gesellschaftspol. Themen (atomare Bedrohung, Fremdenhaß und andere), Alltagsbeobachtungen oder das eigene Schreiben. (Killy-Literaturlexikon)

Auszeichnungen: Stipendium des Kultusministeriums NRW (1984, 1994) – Autorenpreis Forum Kohlenpott (1986) – Kulturpreis der Stadt Bottrop (1989) – Kantatenwettbewerb Bundesgartenschau (1991, 3. Preis) – Plakette der Stadt Bottrop für besondere Verdienste (1991) – Stipendium des Kultusministeriums NRW (1994).

Selbständige Veröffentlichungen: Ein Direktor geht vorbei. Gedichte eines Bergmannes. Hg. und mit Nachw. von H.E. Käufer. Wuppertal: Hammer 1974 – Und doppelt zählt jeder Tag. Gedichte und Prosa eines Ruhrkumpels. Ausw. und Nachw. W. Köpping. Oberhausen: Asso 1983, 1995 – Frachsse mich wattat is. 150 pfiffige Ruhrpottogramme. Ebd. 1994; 2000 – Frachsse mich wattat is 2.200 neue Ruhrpottogramme. Ebd. 1995 – Ich hörte davon: "Hier verdient man gut!" Kurts Geschichten. Ahlhorn: Geest-Verl. 2001.

Unselbständige Veröffentlichungen in: ca. 120 Anthologien, Literaturzeitschr. und zahlr. Lehr- und Schullesebüchern, auch in den Niederlanden, der UdSSR, Schweden, China, Dänemark, Schweiz und Österr.; (Ausw.) Einheit. 1963ff – Gewerkschaftl. Rundschau. 1963ff – Arbeit und Wirtschaft. 1965, H. 5 – Aus der Welt der Arbeit. 1966 – Frauen, Arbeit, Automaten 1966 – Unter Tage, über Tage. 1966 – Ein Wort ins Herz der Welt 1967 – Frieden. 1967 – Seilfahrt. 1967 – Alle Wunder dieser Welt. 1968 – Das Mitbestimmungsgespräch. 1968 – Die kleine Freiheit. 1968 – Killt mit Bild 1968 – Menschenwürde im Betrieb 1968 – Aber den Feind sollten wir lieben. 1969 – Anklage und Botschaft. 1969 – Ein ganz gewöhnl. Tag 1969 – Klipp und klar. 1969 – Spiegel unseres Werdens. 1969 – 25 Jahre danach 1970 – Und dennoch müssen wir leben. 1970 – Für eine andere Deutschstunde 1971 – Revier heute 1971 – Schrauben haben Rechtsgewinde. 1971 – Meine Chance. Kalender 1972 – Arbeiterdichtung. Bekenntnisse 1973 – Dt. Arbeiterliteratur 1973 – G. Wallraff: Industriereportagen 1973 – Liebe und Revolution. Revolution und Liebe 1973 – Muschelhaufen 1973 – Texte, die wir mögen. 1973 – Worte zum Tage. 1973 – Denkzettel. 1974 – Dt. Großstadtlyrik 1973 – Gewerkschaftl. Monatshefte 1974: Wie ich zum Schreiben kam – Ins dreißigste Jahr. 1974 – Schwarze Solidarität. 1974 – Sie schreiben zwischen Moers und Hamm. 1974 – Texte aus der Arbeitswelt seit 61. 1974 – Thema Angst. 1974 – Weg vom Fenster. 1976 – Zärtlichkeit. 1976 – Westfalenspiegel 1977, H. 7 [Ged.] – Das kleine dicke Liederbuch. 1981 – Frieden ist mehr als ein Wort. 1981 – Der Frieden ist eine zarte Blume. 1981 – Der treffende Vers. 1981 – Frieden bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krieg. 1981 – Lieder aus dem Ruhrgebiet. 1981 – Poesiekiste. 1981 – 100 Jahre Bergarbeiter-Dichtung. Hg. von W. Köpping. Oberhausen 1982 – Das Ziel sieht anders aus. 1982 – Im Angebot. 1982 – Straßenged. 1982 – Wer früh stirbt, ist länger tot. 1982 – Wes’ Brot ich eß’ des Lied sing ich noch lange nicht. 1982 – Bombenstimmung. 1983 – Mach mich nich dat Hemd am Flattern. 1983 – Denn wir müssen so manches noch ändern. 1984 – Gelsenkirchen literarisch. 1984 – Lebensberichte dt. Bergarbeiter. 1984 – Seid einig, seid einig, dann sind wir auch frei! 1984 – Sieben Häute hat die Zwiebel. 1984 – Stimmen aus dem Revier. 1984 – Toffte Kumpel. 1984 – Und das ist uns. 1984 – Als die Pille in die Emscher flog. 1985 – Buchstäblich. 1985 – Es ist alles in Ordnung. 1985 – Schulter an Schulter. 1985 – Maloche ist nicht alles. 1985 – Wo Lampen Sterne sind. 1985 – Zehn Jahre Zeitkritik. 1985 – Die Zukunft hat zwei Gesichter. 1986 – Wir brauchen Kohle. 1986 – Dortmund. Lesebuch. 1986 – Pro-Lyrik. 1986 – Anstöße. 1987 – Ein Tschernobyl war schon zuviel. Aufkleber-Kassette. 1987 – Denkmaschine. 1988 – Der Ofen ist noch lange nicht aus. 1988 Schichtwechsel, Lichtwechsel. 1988 – Zwar 1/88, 2/89 – Lose Kunst. 1989 – Muschelhaufen. 1989 – Gegenwind. 1990 – Augenblicke der Erinnerung. 1991 – Das Boot. 1991 – Das große dt. Gedichtbuch. 1991 – Grenzgedanken. 1991 – Grimassen (von Städten und Menschen). 1991 – An Rhein, Ruhr und Lippe. 1992 – Aufbruch. 1992 – Wie wir am besten in Öl baden. 1992 – Annäherungen. 1993 – Die Wegguck-Gesellsch. 1993 – Land, ich fasse deine Nähe nicht. 1993 – Umbruch, Chaos und Hoffnung. 1993 – Lyrik 2000. 1994 – Nationalismus und Ethnozentrismus. 1994 – ... und dann kommst du nach Hause. 1995 – Germanica 1995 – Sage und Schreibe. 1995 – Dichter und Schriftsteller Deutschlands. 1996 – Sprache ist Sehnsucht. 1997 – Hinter den Glitzerfassaden. Marburg 1998 – Das neue Gedicht. 2000 – Verlorene Jugend. 2000.

Rundfunk: Wo das Revier noch Revier ist. Bottrop, ein Porträt (WDR 2, 1990) – Der Reviersteiger. Fünfminutengeschichte (WDR 4, 1996) – [jeweils Porträts über Küther] (WDR 1994) [M. Burkert] – Vor schwerer Arbeit hatte ich keine Angst (WDR 1995) [A. Hahn].

Film: Ein neues Leben blüht aus den Ruinen. Dokumentarfilm (ZDF 1980) [mit R. Hartmann] – Wissen ist Macht. Die Gewerkschaften (NDR 1981) – 25 Jahre DG 61 (WDR 1986) [mit R. Horbelt].

Tonträger: Mein Vater war Bergmann. Dortmund: Pläne 1979 [LP] – Land und Leute gestern und heute. Bonn: Inter Nationes 1980 – Der Mond von Wanne-Eickel ist passé. Marienberg: Müllenbacher Dichterstübchen 1982 [MC] – Kumpels Erben. Ahlen. Tönies Basement Band. 1988 [LP] – Düwelskermes. Osnabrück 1989 [LP] – "Zeche? Frachsse mich wattat is ...". Kurt Küther erzählt. Musik von Kalle Gajewski. 2003. [CD].

Unselbständige Veröffentlichungen über Küther: M. Bourrée, in: Großer Kultur- und Freizeitführer. Bottrop. Essen 1986 – D. Hallenberger: Wenne bei uns anne Ruhr ’n flotten Spruch drauf hass, in: Jb. Ruhrgebiet 1994/95, S. 314f.

Erwähnungen in: alle einschlägigen Monogr. und Beitr. zur Arbeiterdichtung des Ruhrgebiets: vgl u.a. A. Klotzbücher (Hg.): Lit. Leben in Dortmund. Dortmund 1984, S. 203.

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: nicht bekannt

Sammlungen: Fritz Hüser-Inst. für dt. und ausländ. Arbeiterliteratur, Dortmund: Slg.

Homepage: www.01019freenet.de/Kuether.

Nachschlagewerke: Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1973-1998 – Lex. deutschsprachiger Schriftsteller. Leipzig 1974 – Westf. Autorenverzeichnis 1993 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 9, 1984 – Schulz-Fielbrandt 1987 – Revier heute 1971 – Killy, Bd. 7, 1990 – Augenblicke der Erinnerung 1990 – Sie schreiben zwischen Moers und Hamm 1974 – Literaturatlas 1992 – Westf. Autorenverzeichnis 1993 – Das dt. Who’s who? [bis 1997/98 regelm.] – Who’s Who NRW? 1997 – Dt. Schriftstellerlex. 2001 – Dt. Bibliothek.

Homepage: http://freenet-homepage.de/Kuether/