Zeche Nachtigall

LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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Blick in die Ausstellung im Maschinenhaus der Zeche Nachtigall

6.9.2015 – 22.12.2016 (verlängert)

Schwarzes Porzellan

Kohlekeramik aus Bochum

Bei Steinkohle denken viele an Fördertürme, Bergleute und ihre harte Arbeit unter Tage. Dass aus dem Gold der Ruhr auch Kunst entstehen kann, beweist die Ausstellung mit mehr als 130 Objekten aus der Sammlung von Dr. Jürgen Huesmann.

In der Kohlekeramischen Anstalt auf der Zeche Hannover in Bochum – heute ebenfalls Standort des LWL-Industriemuseums – wurden zwischen 1947 und 1967 Kunstgewerbeartikel aus gepresstem Kohlenstaub produziert. Die seinerzeit weit verbreiteten Medaillen und Plaketten wurden von Bergbau und Industrie, aber auch von Sportverbänden und Kirchen, Städten und Gemeinden in Auftrag gegeben. Selbst Gebrauchsgegenstände wie Spardosen, Zifferblätter für Uhren, Feuerzeuge und Aschenbecher stellte der Betrieb her.

Uhr aus Kohle



Im Fokus der Ausstellung steht die Sammlung Dr. Jürgen Huesmann. 1500 Objekte aus Kohlekeramik hat der Dortmunder in den vergangenen drei Jahrzehnten zusammengetragen. Mit einer Auswahl von über 130 Objekten gibt die Schau „Schwarzes Porzellan“ einen exklusiven Einblick in die eindrucksvolle Vielfalt kohlekeramischer Erzeugnisse.

Unter den Exponaten befinden sich Medaillen bedeutender Fußballvereine wie Borussia Dortmund oder Schalke 04. Aber auch eine Plakette zur ersten Kundgebung europäischer Bergarbeiter 1964 in Dortmund. Daneben zeigen Fotografien Szenen aus dem Alltag des Bochumer Betriebes.