02.09.2016 bis 16.10.2016 - Volkskundemuseum Wien, 11.11.2016 bis 07.01.2017 - Museum im Palais, Graz, 20.01.2017 bis 10.02.2017 - Architektur Haus Kärnten, Klagenfurt

Unter fremdem Himmel

Aus dem Leben jugoslawischer GastarbeiterInnen

Ein Projekt von:  Verein JUKUS (Verein zur Förderung von Jugend, Kultur und Sport),  KuratorInnen: Joachim Hainzl und Handan Özbaş

Im Jahr 1966 wurde ein Abkommen zur Anwerbung von „GastarbeiterInnen“ zwischen Österreich und der damaligen SFR Jugoslawien geschlossen, um den Arbeitskräftemangel in Österreich auszugleichen. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums dieses Anwerbeabkommens zeigt der Grazer Verein JUKUS im Volkskundemuseum Wien bis 16. Oktober 2016 die Ausstellung „Unter fremdem Himmel“, die anschließend in Graz, Klagenfurt und Kapfenberg gastieren wird.

An der Errichtung unserer Autobahnen, der Wiener U-Bahnen, der Uno-City und vieler anderer Bauten, die zur Modernisierung Österreichs und Wiens beitrugen, leisteten jugoslawische GastarbeiterInnen einen wesentlichen Beitrag. Neben der organisierten Anwerbung durch Firmen
kamen in den Jahren danach aufgrund unkomplizierter Einreisemöglichkeiten und geographischer Nähe viele Arbeitssuchende auf eigene Faust nach Österreich, wo sie von der boomenden  Wirtschaft in den unterschiedlichsten Branchen mit offenen Armen willkommen geheißen wurden.

Bereits Anfang der 1970er Jahre waren in Wien jugoslawische GastarbeiterInnen führend mitbeteiligt am Aufbau selbstorganisierter Sport- und Kulturvereine, inklusive einer eigenen Fußballliga. Auch in Beratungseinrichtungen von Kommunen, Kirchen und SozialpartnerInnen
unterstützten sie MigrantInnen bei rechtlichen und alltäglichen Problemen.

Anhand biographischer Darstellungen werden Leben und Perspektiven der jugoslawischen ArbeitsmigrantInnen und ihrer Familien bis zur Gegenwart sicht- und erfahrbar gemacht. Ein inhaltlicher Fokus richtet sich dabei auf den Umgang mit den „Gastarbeiterkindern“ und die Frage, wie sehr die zweite Generation in Österreich heimisch wurde.

Die Ausstellung

Die Wanderausstellung "Unter fremdem Himmel“ Aus dem Leben der ArbeitsmigrantInnen des ehemaligen Jugoslawien entstand anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Anwerbeabkommens. Im Jahr 1966 wurde dieses Abkommen zur Anwerbung von ArbeitsemigrantInnen zwischen Österreich und der damaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ) geschlossen, um den Arbeitskräftemangel in Österreich auszugleichen. Anhand von Videointerviews und persönlichen Erinnerungsstücken zeigt die Schau persönliche Lebensgeschichten und Alltagswelten ehemaliger ArbeitsmigrantInnen sowie von deren Kindern. Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm mit KuratorInnenführungen, ZeitzeugInnengesprächen in Form von Stadtrundgängen und Diskussionsrunden sowie einem Kurzfilm-Screening. 

Konzept

Der Verein JUKUS hat sich erstmals im Jahr 2011 mit der Zuwanderungsgeschichte von ArbeiterInnen auseinandergesetzt. Denn 1961 wurde das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei unterzeichnet. Ein Künstler aus Deutschland zeigte im Verein JUKUS in Graz eine Ausstellung zur Arbeitsmigration in Deutschland. Da kam uns die Idee, dass wir eine Ausstellung zum 50-Jubiläums des Anwerbeabkommens in Österreich machen sollten.

Zunächst entstand 2014 unsere erfolgreiche Wanderausstellung „Avustruya! Österreich!“ über die Arbeitsmigration aus der Türkei. Daher war es naheliegend, unsere Kompetenzen und Erfahrungen auch in das heurige Jahr (2016 - 50 Jahre Anwerbeabkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien) einzubringen. Dabei können wir wieder auf das wissenschaftliche Kernteam zurückgreifen und für die erste Station der Wanderausstellung konnte – wie schon 2014 – wiederum das Wiener Volkskundemuseum gewonnen werden.

 

Besucher im Volkskundemuseum Wien, Foto: JUKUS

Der Reiz der diesjährigen Ausstellung lag daher in der Weiterentwicklung unserer im Projekt „Avustruya! Österreich!“ gesammelten Erfahrungen sowie auch in der Neugierde, zu erforschen, wo sich die Arbeitsmigration aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien unterschieden haben bzw. wo es strukturelle Gemeinsamkeiten gab. Und es geht darum dass es immer noch eine fehlende gesellschaftliche und öffentliche Anerkennung gibt für die Leistungen der so genannten „Gastarbeiter“ bei Ausbau unserer Infrastruktur und Wohlstandes.

Ausstellungsbereiche

Unsere Ausstellung gliedert sich in fünf wichtige Themenbereiche, welche sich mit unterschiedlichen Fragestellungen beschäftigen.

  1. Vorbedingungen, Anwerbung, Anreise und die erste Phase des Ankommens (spezielle Papiere für MigrantInnen, Treffpunkte im öffentlichen Raum …)
  2. Arbeit und Wohnen (Arbeits- und Wohnungssituationen, Hausbesorgerstellen, muttersprachliche Informations- und Beratungsangebote sowie individuelle Hilfeleistungen durch Institutionen, …)
  3. Netzwerke und Freizeitgestaltungen (Klubs, religiöse Einrichtungen, Dachverbände, Sport, individuelle Freizeitgestaltungen, …)
  4. Zusammenleben und Zweite Generation (mit Bezug zur aktuellen Situation: Einstellungen gegenüber MigrantInnen, Segregation, Erfahrungen der 2. Generation, Integration, Rassismen, Schule, Doppelbelastung Familie-Arbeit, Sensibilisierung der Öffentlichkeit zb durch die ÜDAG  …)
  5. Beheimatungen (Mobilität, Kulturtransfers, Hausbau, Rückkehr, Pendeln, Migrationserfahrungen, Raum für Feedback der BesucherInnen, …)

Antworten auf folgende Fragen haben wir auch im Rahmen der Ausstellung abgedeckt:

  • Wie blicken ArbeitsmigrantInnen auf ihr Leben zurück?
  • Von wem wurden sie unterstützt? Wie haben sie sich selbst organisiert?
  • Wie erging es ihren Kindern?
  • Und wie haben Bevölkerung, Politik und öffentliche Meinung auf die neuen MitbürgerInnen reagiert?

Die Ausstellung beinhaltet verschiedene inhaltliche Ebenen, welche von den BesucherInnen wahlweise erfahren werden können

  • Allgemeine zeitgeschichtliche Ebene und Sicht der Mehrheitsgesellschaft (durch Bannertexte, Vitrinen mit Originaldokumenten, Zusammenschnitte historischer ORF-Videos, Sammlungen historischer Medienberichte, …)
  • Regionale und biographische Ebene aus der Sicht von ArbeitsmigrantInnen bzw. Institutionen (durch Bannertexte, Vitrinen mit Originaldokumenten, Zusammenschnitte von Interviews mit ehem. ArbeitsmigrantInnen je nach Bundesland, individuellen Schlüsselobjekten, …)

Erfahrungen

Hinsichtlich der Recherchen zeigten sich öffentliche Einrichtungen und Archive sehr kooperativ, Firmenarchive blieben uns leider verschlossen. Der Zugang zu ZeitzeugInnen erwies sich am erfolgreichsten über Mundpropaganda und migrantische Netzwerke.

Hinsichtlich der Bereitschaft, uns Originalobjekte zu überlassen, zeigten sich sowohl viele Institutionen als auch Privatpersonen sehr großzügig. So konnten bisher Exponate von folgenden Archiven im Original gezeigt werden:

Archiv der sozialen Bewegungen - Bestand Spajić (St. Pölten/Wien)
Caritas Archiv der Diözese Graz-Seckau (Graz)
Diözesanarchiv Graz-Seckau (Graz)
Kroatische Mission (Graz)
AK-Archiv Steiermark (Graz)
Kreisky-Archiv (Wien)

Und von folgenden Privatpersonen:
Slobodan Jovanović (Wien)
Blaško Papić (Wien)
Ružica  und Meho Sažić (Raaba)
Anton Oprešnik (Kalsdorf)
Juro Bilobrk (Wien)
Milica und Andreas Pokrivka (Seiersberg)
Fritz Hager (Graz)
Ludwig Gruber (Graz)
Zorica und Niko Mijatović  (Wien)
Klub Jedinstvo (Wien)
Vida und Nina Krasnić  (Graz)
Daniela Grabovac (Graz)
Divna Stanković  (Graz)
Sandra Micić  (Wien)

Besucher im Volkskundemuseum Wien, Foto: JUKUS

In den Ausstellungen werden zudem Videozusammenschnitte der ZeitzeugInnen-Interviews gezeigt, welche ebenso pro Ausstellungsort neu zusammengestellt werden. Insgesamt wurden bisher Interviews mit 40 Personen geführt im Ausmaß von über 55 Stunden Videomaterial!

Besucherresonanz

BesucherInnenzahlen der Ausstellung beim Volkskundemuseum in Wien:

September: 2.385 BesucherInnen

Oktober: 1.850 BesucherInnen  

davon betreute Schulklassen mit 176 SchülerInnen und 6 Führungen für IndividuellbesucherInnen an Sonntagen mit 45 TeilnehmerInnen

Presseresonanz

Foto: JUKUS

Exponate

In den Ausstellungen sind Exponate folgender Bereiche zu sehen:

Schlüsselobjekte (ein Aktenkoffer, in einer Schuhfabrik von ArbeitsmigrantInnen hergestellte Schuhe, eine Jugoliga-Schiedsrichterausrüstung sowie mehrsprachige Schulbücher.

Dazu kommen Originalmaterialien zur allgemeinen Ebene: Umbaupläne des ehem. Filmcasinos in Wien, des „Kroatenkellers“ in Graz, Plakate, Flugblätter, Aktenbestände, Zeitungsartikel, Veranstaltungsflyer etc.

Von den ZeitzeugInnen wurden uns zahlreiche Fotoalben und Erinnerungsstücke überlassen, etwa Tagebücher und Arbeitsgeräte. 

Unter den Fotos befanden sich auch überraschend viele Privatfotografien von Arbeitsplätzen unserer InterviewpartnerInnen, zumeist aus Arbeitspausen, aber auch in Verbindung mit dem eigenen Arbeitsplatz. Abgedeckt wurde auch die Lebensbereiche Familie und Kinder, Vereinsleben, Klubleben inkl. Arbeitersportspiele, Freizeitgestaltung, Hausbau, private Mobilität und Heimaturlaube sowie Wohnen aber auch Eindrücke aus der Nutzung der Stadt.

Durch Original-Fotografien des Wiener Klubs Jedinstvo kann auch ein Eindruck des umfangreichen Wiener Vereinsleben vermittelt werden und der Dokumentationsfunktion des damaligen Wiener Profifotografen Jovan Ritopečki.

Begleitprogramm

Begleitprogramm der Ausstellung im Museum im Palais in Graz

 AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG - Donnerstag, 10. November 2016, 18:00 Uhr
Museum im Palais, Sackstraße 16 / 2. Stock / A 2 07
Begrüßung: Bettina Habsburg-Lothringen (Leiterin der Abteilung Kulturgeschichte)
Eröffnungsworte durch den Verein JUKUS: Ali Özbaş, Handan Özbaş, Joachim Hainzl

EröffnungsrednerInnen: Lisa Rücker (Stadträtin), Präs. a. D. BR Gregor Hammerl (i.V. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer), Michael Ehmann (Grazer Stadtrat), Vida und Nina Krasnić (Zeitzeuginnen)

Moderation und musikalischer Ausklang: Irina Karamarković

 

VERMITTLUNGSPROGRAMM

Dialogische AUSSTELLUNGSRUNDGÄNGE für Schulklassen
Kultur heißt eigentlich Kontakt
Die Ausstellung beleuchtet das Leben der ArbeitsmigrantInnen von vielen Seiten. Wie blicken sie auf ihr Leben (zurück), wie haben sie sich organisiert, wo fanden sie Unterstützung? In diesem Rundgang beschäftigen wir uns vor allem mit der Frage, wie es ihren Kindern erging. Was geschah damals zu ihrer Integration/Inklusion, was aber auch nicht? So merken wir schnell, dass diese sehr aktuellen Fragen gar nicht so neu sind, wie viele vielleicht denken. Und finden viele Anlässe, darüber zu sprechen, wie wichtig Akzeptanz und Annahme bis heute sind.

  • Dienstag, 22. November 2016, 9:30 Uhr
  • Mittwoch, 23. November 2016, 9:30 Uhr
  • Donnerstag, 24. November 2016, 9:30 Uhr
  • Freitag, 25. November 2016, 9:30 Uhr

Treffpunkt: Kassa, Museum im Palais
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 1,50 € pro SchülerIn im Klassenverband, kostenlos mit Schulkarte, max. zwei Begleitpersonen pro Klasse frei.

Anmeldung & Info:
T  +43 316 8017-9810 oder
E  info-mip@museum-joanneum.at

Anmeldung bitte spätestens 1 Woche vor dem gewünschten Termin

 

FÜHRUNGEN durch das Team der Kulturvermittlung

  • Freitag, 18. November 2016, 15:30 Uhr
  • Freitag, 2. Dezember 2016, 15:30 Uhr
  • Freitag, 6. Jänner 2017, 15:30 Uhr

Treffpunkt: Kassa, Museum im Palais
Dauer: 60 Minuten
Kosten: 2,50 Euro pro Person
Anmeldung nicht erforderlich

 

RAHMENPROGRAMM

DISKUSSION - Mittwoch, 16. November 2016, 18:00 Uhr
Museum im Palais,Sackstraße 16 / 2. Stock / A 2 07

Wo bleibt die Migrationsgeschichte in den Museen?

ReferentInnen: Sibylle Dienesch (Vizedirektorin GrazMuseum), Verena Lorber (Universität Salzburg),
Angelika Vauti-Scheucher (Universalmuseum Joanneum – Stabsstelle Inklusion und Partizipation),
Ali Özbaş (Verein JUKUS)

Moderation: Christine Punz (Radio Helsinki)

 

ZEITZEUGENGESPRÄCH in Form eines Stadtrundganges - Samstag, 19. November 2016, Beginn um 14:00 Uhr
Treffpunkt: Hauptbahnhof Graz (Bahnhofsvorplatz)

Vom Ankommen und Dableiben – ein Streifzug durch Graz aus der Sicht eines ehemaligen „Gastarbeiters“
mit Ivo Derek und Joachim Hainzl
Anmeldung erbeten unter: office@jukus.at

 

KURATORiNNENFÜHRUNGEN

  • Freitag, 25. November 2016, 15:30 Uhr
  • Mittwoch, 7. Dezember 2016, 15:30 Uhr

Treffpunkt: Kassa, Museum im Palais
Dauer: 60 Minuten
Die Teilnahme an den KuratorInnenführungen ist kostenlos

 

DISKUSSION

  • Mittwoch, 30. November 2016, 18:00 Uhr

Radio Helsinki, Schönaugasse 8, 8010 Graz
„I haaß Kolaric, du haaßt Kolaric“.
Warum sagen Sie noch immer „AusländerInnen“ zu Ihnen?

ReferentInnen: Friedrich Hager (Caritas Graz), Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle Steiermark), Joachim Hainzl (Kurator)

Moderation: Christine Punz (Radio Helsinki)

 

Kurzfilm Screening -  Sonntag, 18. Dezember 2016, 15:00 Uhr
Museum im Palais, Sackstraße 16 / 2. Stock / A 2 07
Inventur – Metzstrasse 11 (Želimir Žilnik / D 1975, 9 Minuten)
Gekommen bin ich der Arbeit wegen (Goran Rebić / AT 1987, 23 Minuten)

Anschließend Gespräch mit Regisseur Goran Rebić
Moderation: Christine Punz (Radio Helsinki)

 

Informationen zu den Filmen:
Inventur Metzstrasse 11

Der Film zeigt die BewohnerInnen eines alten Mietshauses in München – überwiegend „Gastarbeiter“ –, die, jeweils kurz innehaltend auf der Treppe ihres Hauses, sich und ihre Lebensumstände den ZuschauerInnen vorstellen. Als ihre eigenen DarstellerInnen bestimmen sie selbst, was und wieviel sie vor der Kamera erzählen. In seiner formalen, strukturalistischen Regeln folgenden Strenge ermöglicht der Film Einblicke in eine Welt, die es so nicht mehr gibt.

Želimir Žilnik, geb. 1942 in Niš; lebte in den 70er Jahren in der BRD und arbeitet heute in Novi Sad. Er ist einer der produktivsten Filmschaffenden aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Gekommen bin ich der Arbeit wegen

In diesem Film fährt der Filmemacher gemeinsam mit seinem Vater Ratko Rebić die Stationen von dessen Arbeitssuche in Österreich ab. Ratko Rebić, der 1967 nach Österreich gekommen ist, erzählt auch von den anfänglichen Lebensbedingungen und der Schwierigkeit, Arbeit zu finden. Das Ergebnis ist ein dokumentarisches Roadmovie zur Geschichte der Arbeitsmigration in der Zweiten Republik aus einem subjektiven Blickwinkel.

Goran Rebić wurde 1968 in Vršac geboren, wuchs in Wien auf und studierte von 1989 bis 1991 an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Abteilung Film und Fernsehen. Er lebt und arbeitet als Regisseur/Drehbuchautor von Dokumentar- und Spielfilmen in Berlin und Wien.

Siehe Link:
www.jukus.at
www.gastarbeit.at
www.museum-joanneum.at/presse/unterfremdemhimmel

Literatur

Buchpublikation:
Ali Özbaş | Joachim Hainzl | Handan Özbaş (Hg.)
50 Jahre jugoslawische Gastarbeit in Österreich
CLIO Graz 2016
240 Seiten
ISBN 978-3-902542-50-2
Verkaufspreis 18.- Euro

Kaufmöglichkeiten:
- Versand auf Rechnung: Preis: 18.- Euro zuzügl. Versandkosten, Bestellungen unter office@jukus.at
- Im JUKUS Büro: Annenstraße 39, 8020 Graz
- Im Rahmen der Ausstellung "Unter fremdem Himmel": Museum im Palais, Sackstraße 16, 8010 Graz
- Buchhandel

Inhaltlich:

Mit dem Anwerbeabkommen 1966 wurde damit begonnen, gezielt Arbeitskräfte aus Jugoslawien anzuwerben.

Das Buch dokumentiert diese Geschichte und bettet sie ein in historische Analysen. Dabei werden Hintergründe und Diskurse, Strukturen, Akteurinnen und Akteure und deren Motive ebenso behandelt wie noch heute wirksame Zuschreibungen und Reduktionen etwa im Balkanismus in der Popularmusik oder in Ausstellungskonzepten.Zudem gewährt das Buch Einblicke in die Arbeits- und Lebensbedingungen von jugoslawischen Arbeitsmigrantinnen und -migranten, wobei speziell die Migration von Frauen und die Schwierigkeiten bei der Betreuung und Bildung der Kinder behandelt werden.

Indem dieses Buch einiges davon erzählt, was war, ist es ein Beitrag zur Anerkennung der Realitäten ehemaliger "Gastarbeiter" und "Gastarbeiterinnen" als integrativer Teil der österreichischen Nachkriegsgeschichte.

Fotos: Verein JUKUS

Informationen und Kontakt

Idee, Projektleitung: Ali Özbaş
KuratorInnen: Joachim Hainzl und Handan Özbaş

Ansprechpartnerin (dauerhaft):
Handan Özbaş, handan@jukus.at, M: +43 650 986 05 13

www.jukus.at
www.gastarbeit.at

Verein JUKUS (Verein zur Förderung von Jugend, Kultur und Sport)
Annenstraße 39
8020 Graz

Tel.:  +43 316/722865
Fax:  +43 316/722911

 

Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19, 1080 Wien
T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
office@volkskundemuseum.at
www.volkskundemuseum.at

Museum im Palais
Sackstraße 16, 8010 Graz
T +43-316/8017-9810
F +43-316/8017-9849
museumimpalais@museum-joanneum.at
www.museum-joanneum.at/museum-im-palais

Architektur Haus Kärnten
St. Veiter Ring 10, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
office@architektur-kaernten.at
www.architektur-kaernten.at/

 

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