08.11.1999 bis 19.12.1999 - Asyl e.V. und Museum der Arbeit

Unerwünscht

Eine Reise wie keine andere

Der Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. präsentierte auf dem Gelände des Museums der Arbeit in Hamburg-Barmbek eine Ausstellung der besonderen Art.
Auf einer 1.200 qm großen Fläche konnten die BesucherInnen sich auf ganz besondere Weise mit dem Schicksal von Flüchtlingen auseinanderzusetzen und diese lebensnah kennenlernen.

Ausstellung

Identitätswechsel
Das Besondere an dieser Ausstellung ist die aktive Beteiligung der ZuschauerInnen, denn jeder Besucher/ jede Besucherin schlüpft für die Dauer der Ausstellung in die Rolle eines von ihm/ihr ausgesuchten Flüchtlings.
Im Eingangsbereich der Ausstellung werden die Lebensgeschichten von zehn Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunft präsentiert. Die BesucherInnen wählen die Person aus, mit deren Schicksal sie sich am besten identifizieren können. Papiere über die neue Identität werden ausgestellt und mit einem Paßfoto der Besucherin/des Besuchers versehen. So ausgerüstet beginnt nun eine Reise wie keine andere durch eine Welt der Verfolgung, der Flucht und des Asyls.

Lebensnah durch Einsatz von Schauspielern
Hinweistafeln leiten die "Flüchtlinge" durch zerbombte Städte, notdürftige Verstecke, Gefängniszellen, Auffanglager oder den deutschen Behördendschungel auf der Spur ihrer neuen Identität.
Besonders lebensnah wird diese intensive Erfahrung aber erst durch Schauspieler, die den BesucherInnen als Grenzer, Polizisten, Beamte der Ausländerbehörde und des Bundesamts entgegentreten.

Besondere Angebote für Schulklassen
Schülerinnen und Schülern vor allem der Sekundarstufen I und II bietet diese Ausstellung einen besonderen Zugang zur Thematik Flucht und Asyl. Daher wurde Lehrerinnen und Lehrern ein besonderes Angebot für eine begleitende und vertiefende Aufbereitung der gemachten Erfahrungen zur Verfügung gestellt.

Resonanz

10.700 Besucher

Begleitprogramm

Während der geamten Laufzeit der Ausstellung ist eine Vielzahl begleitender Veranstaltungen in der ganzen Stadt geplant. Das Spektrum reicht von Kultur über Information bis zu Politik und umfaßt Lesungen, Filmreihen, Fotoausstellungen, aber auch Diskussionsveranstaltungen, Workshops und Informationsabende.

Information und Kontakt

Es handelt sich bei dem Projekt um eine Kooperation von Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. und dem Museum der Arbeit.

Ansprechpartner:
Dr. Jürgen Ellermeyer, Museum der Arbeit (mittlerweile im Ruhestand)
Dr. Jürgen Bönig, Museum der Arbeit

Museumshomepage