Säuglingsfürsorgestelle im Bezirk Wedding, 1972. Foto: Unbekannter Fotograf, Bezirksbildstelle Wedding

25.11.2010 bis 30.6.2011 - Mitte Museum Berlin

"Der ausländische Mitbürger"

ArbeitsmigrantInnen in Fotografien der Berliner öffentlichen Verwaltung 1961-1983

Die Ausstellung thematisiert die Integrationsbemühungen der Berliner Verwaltung jener Jahre und setzt sie mit den Facetten des migrantischen Alltags in Beziehung. Sie ruft so ein in Vergessenheit geratenes Bild der jüngeren Berliner Geschichte wieder in Erinnerung. Nicht zuletzt offenbart die Ausstellung die damalige Zuversicht öffentlicher Stellen, ein gleichberechtigtes Miteinander erreichen zu können.

Ausstellung

Aufgabe der öffentlichen Bildstellen war es u.a., die Entwicklung des Stadtbilds und des kommunalen Lebens in Berlin zu dokumentieren. Mit dem Thema Arbeitsmigration befassten sich die Bildstellen der Berliner Verwaltung verstärkt seit Ende der 1960er Jahre. Ihr Interesse war einer veränderten Realität geschuldet. Aus dem „Gastarbeiter“ war der „ausländische Mitbürger“ – so der damals offizielle Sprachgebrauch – geworden. Fragen nach Vermittlung und Integration stellten sich neu und umso dringlicher.
Die für die Ausstellung ausgewählten Fotografien entstanden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Gesundheitsämtern und Rathäusern oder widmen sich dem Alltagsleben im öffentlichen Raum. Sie zeigen ausländische Arbeitnehmer und ihre Familien ganz selbstverständlich als Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit West-Berlins und spiegeln einen respektvollen Blick auf die Fotografierten.

Informationen und Kontakt

Ansprechpartnerin:

Sigrid Schulze
Tel: 030-4606019-24
E-Mail: schulze@mittemuseum.de

Mit Arbeiten von Ingeborg Lommatzsch, Wolfgang Niklaus, Bert Sass, Horst Siegmann, Eva Szardenings und weiteren Fotografen der Berliner Bildstellen.

 Homepage des Mitte Museums