Vorschau: 6.4.-8.9.2019

Fabrik. Denkmal. Forum.

40 Jahre Industriemuseum fotografiert von Berthold Socha

1979 beschloss der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Gründung eines dezentralen Industriemuseums. Es sollte die „Kultur des Industriezeitalters“ beispielhaft darstellen, Denkmäler erschließen und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Heute wird dieser Auftrag an acht Orten in der Region gelebt. Berthold Socha begleitete diese Entwicklung als Mitarbeiter des LWL, aber auch als Fotograf. Fasziniert von den formalen Qualitäten dieser neu entdeckten Orte, folgte der Künstler Socha 40 Jahre lang seiner Passion. Ein spannender Prozess wird sichtbar: Die Fabrik wandelt sich zum restaurierten Denkmal, das Museum zum gesellschaftlichen Forum. Sochas Fotografien geben Einblicke in die Industriekultur von ihrer Geburtsstunde bis zur gelebten Industriekultur in Westfalen-Lippe 2019.

"Neue Optionen", April 2005. Foto: Berthold Socha
Stephan Hann, Fly Me to the Moon, Tetra Pak, 2012. Foto: Maik Kern

Vorschau: 25.5.-6.10.2019

Fashion Material

Modewelten von Stephan Hann

Immer mehr? Immer schneller? Immer neu? Der Berliner Künstler Stephan Hann schneidert seine atemberaubende Couture aus Materialien, denen wir keine Beachtung schenken: so verwandelt er Champagnerkorken, Telefonbuchseiten, Werbeplakate oder Videobänder in Kombination mit edler Seide, Spitze oder Swarovski-Kristallen in Kunst-Kleider, die viel mehr sind als ein Statement. Hann sieht sich als Bewahrer von alltäglichen Kulturgütern, deren materielle Ästhetik er nutzt, um das allzu Vergängliche auch in der Mode in künstlerische Dauer zu überführen. Die großen Roben spielen zudem mit ikonischen Schnitten und Formen, die den Betrachter über das Diktat des immer Neuen in der Mode nachdenken lassen.

 

Vorschau: 6.4.-8.9.2019

Sounds of Changes

Wie klingt Veränderung? Wie beeinflussen Strukturwandel und Digitalisierung auch unsere hörbare Umwelt? Mit fünf Partnermuseen aus Schweden, Finnland, Polen und Slowenien ist das LWL-Industriemuseum den Klängen des Wandels auf der Spur und hat zahlreiche Hörproben und Soundbeispiele aufgenommen und gesammelt – vom Rattern eines Webstuhls bis zum leisen Surren eines Roboters. Unter anderem macht eine Sound- und Videoinstallation von Sounddesignstudierenden der Fachhochschule Dortmund und Kompositionsstudierende des Instituts für Computermusik und elektronische Medien der Folkwang Universität der Künste die Ergebnisse des Projektes im Museumsraum hör- und erlebbar.

Mehr Informationen auf der Internetseite des Projekts.