Henrichshütte Hattingen

LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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Foto: Gerd Mittendorf

12.7. bis 22.9.2019

Schrott

Fotografien von Gerd Mittendorf

Gerd Mittendorf fotografiert aus Leidenschaft – sein favorisiertes Motiv ist „Schrott“. Im Sheddach-Gebäude sind 45 Fotografien des Fotografen zu sehen, der in Radevormwald lebt und arbeitet.

Bei seiner Fotografie setzt Mittendorf vor allem auf Effekte, die durch verschiedene äußere Bedingungen wie Regen, Sonne und unterschiedliche Lichtverhältnisse entstehen. Dabei investiert Mittendorf viel Zeit in eine Aufnahme. Eine Nachbearbeitung seiner Bilder lehnt er ab.

Die Werke wirken mal abstrakt, mal meint der Betrachter ihm vertraute Formen zu erkennen. Vom Zufall arrangiert, von Mittendorf entdeckt, erscheinen Landschaften, Gesichter oder Fabelwesen. So naheliegend der Titel der Ausstellung – „Schrott“ – demnach ist, so fordert er doch ein gewisses Maß an Humor.

Gerd Mittendorf und die Fotografie

Gerd Mittendorf, 1939 in Remscheid geboren, ist dem Medium Fotografie verfallen, seit er mit elf Jahren eine „Bilora-Blitzbox“ geschenkt bekam. Im väterlichen Fotolabor lernte er die Grundlagen der Fotochemie und richtete sich später auch ein eigenes Labor ein. Seit seiner Ausbildung an der Technischen Schule der Bundeswehr 1958 beschäftigt sich Gerd Mittendorf auch professionell mit der Fotografie. Gegenstand seiner Arbeit war die „Bild-Flugaufklärung“. In diesem Kontext lernte er die gesamte Fototechnik bis Mittel- und Großformat sowie die Arbeit im Labor kennen. Die letzten 20 Jahre seiner Berufstätigkeit war er verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Schwelm und arbeitete im Vorstand des dortigen Verkehrsvereins. Auf seine Initiative hin wurde 1976 die „Schwelmer Rathaus-Galerie“ eingerichtet, die bis heute aktiv ist. Die Fotografie begleitet Mittendorf bis heute, früher als freier Mitarbeiter etwa der Sportbildagentur „Horstmüller“ oder bei der NRZ, stetig mit Veröffentlichungen in diversen Medien und seit 1971 mit zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen.

Gerd Mittendorf in der Ausstellung. Foto: LWL/Hudemann