Glashütte Gernheim

LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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"Tutti Frutti" des finnischen Glaskünstlers Jaako Liikanen, 2016. Foto: LWL

21.10.2018-12.5.2019

20 x Glas aus Gernheim

Mit der Ausstellung „20 x Glas aus Gernheim“ blickt das Museum auf Ausstellungen zurück, die eine charakteristische Beziehung zu dem Ort aufweisen: Sie sind in der Hütte selbst entstanden, wurden dem Haus in Schenkungen überlassen oder repräsentieren wichtige Epochen der Glasherstellung aus der Betriebszeit der einst bedeutenden Glashütte.

"Gleichzeitigkeit" von Korbinian Stöckle, 2013. Foto: Martin Holtappels

Gläserne Rückschau

Vor allem das aktive Glasstudio bot zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre Entwürfe zu realisieren und auszustellen. So entstand im Laufe der Jahre in der Glashütte Gernheim eine vielschichtige Sammlung zu angewandter und freier Kunst. Beispielhaft wurden dazu zum Jubiläum Objekte ausgewählt, die in enger Beziehung zum Ort stehen: Die meisten entstanden im Glasstudio gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Ausstellungen in Gernheim zeigten. Viele von ihnen arbeiteten selbst am Ofen der Hütte, wie z.B. das Kollektiv Lasismi oder Ursula Huth. Andere Objekte sind dem Museum als Schenkungen übergeben worden und thematisieren bedeutende Epochen und Techniken der Glasherstellung.

Wieder andere Kunstwerke erinnern an besonders einprägsame Ausstellungen der letzten 20 Jahre. Beispielsweise die Installation des Amerikaners Therman Statom aus dem Jahr 2003, deren Inspiration die Weser, die Landschaft und ihre Mythen war. Oder eine Plastik von Erwin Eisch, dem Begründer der Studioglas-Bewegung, die Glas erstmals zum Material künstlerischen Ausdrucks erhob. Fesselnd sind auch die Installationen von Karin Hubert, die mit Gravur und Schrift arbeitet. Ihr war die erste monografische Ausstellung gewidmet. Vertreten sind außerdem Glasmacher und Graveure der ersten Stunde: Veronika Beckh, Heikko Schulze Höing und Korbinian Stöckle.