LWL-Industriemuseum

Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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Sounds of Changes

Mit fünf Partnermuseen aus Schweden, Finnland, Polen und Slowenien erforscht das LWL-Industriemuseum im EU-Projekt „Sounds of Changes“ Klänge der Veränderung: des Strukturwandels, der Energiewende, der Digitalisierung.

Wie klingen Westfalen und das Ruhrgebiet, nachdem das Surren der Fördermaschine, das Dröhnen der Stahlwerke und das Heulen der Werkssirene verschwunden sind? Welche  Klänge sind nun hörbar und prägen unsere klangliche Umwelt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des EU-Projektes „Sounds of Changes“.

Ziel ist es, gemeinsam mit den Partnermuseen aus Schweden, Finnland, Polen und Slowenien werden insgesamt 800 Sounds of Changes ausfindig zu machen, aufzunehmen, zu dokumentieren und öffentlich zugänglich zu machen. Die Sounds können Geräusche einzelner Gegenstände oder Soundscapes (Klanglandschaften) mit einer Vielzahl von Klängen sein. Das Themenspektrum reicht dabei von Strukturwandel über Energiewende, Digitalisierung und technischen Fortschritt bis hin zu Protesten, die Verlangen nach Veränderung ausdrücken.

Plattform für die Sounds of Changes ist die Online Datenbank www.soundsofchanges.eu. Sie enthält auch die Aufnahmen aus dem Vorgängerprojekt Work with Sounds. Alle Klänge können in der Datenbank angehört, kostenfrei heruntergeladen und unter der Creative Commons Lizenz (CC BY 4.0) verwendet werden.

Screenshot aus der filmischen Umsetzung der Sounds.

6.4.-8.9.2019

Ausstellung im TextilWerk Bocholt

Von der audiovisuellen Installation zum Soundspaziergang – die Abschlussausstellung von Sounds of Changes konzentriert sich auf das Hören. Aber wie bringt man ein Museum zum Klingen? Mit Kooperationspartnern erprobt das LWL-Industriemuseum unterschiedliche Formate der musealen Vermittlung mit Sounds.

Sounddesign-Studierende der Fachhochschule Dortmund haben zusammen mit Studierenden des Instituts für Computermusik und elektronische Medien der Folkwang Universität der Künste eine begehbare immersive Sound- und Videoinstallation entwickelt. Passend zum 40-jährigen Jubiläum des LWL-Industriemuseums thematisiert sie die acht Standorte, ihre Geschichte und die Branchen im Wandel der Zeiten.

An verschiedenen Stationen bietet die Ausstellung zudem Hörspiele und erzählt akustische Geschichten. Die ebenfalls von Dortmunder Sounddesignstudierenden zu den acht Standorten des Museums kreierten Hörspiele werden durch Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus Bocholt ergänzt.

TextilWerk Bocholt | Spinnerei
Industriestraße 5
46396 Bocholt
Geöffnet Di-So 10-18 Uhr

Veranstaltungen

Fr, 5.4. | 18 Uhr
Ausstellungs- und Saisoneröffnung in der Spinnerei des TextilWerks mit einer Performance
von KYMAT (Drop Sound Enlightenment)

Di, 23.4. – Do, 25.4. | 10 – 16 Uhr
Osterferien-Aktion für Kinder von 8 bis 12 Jahren: Sounddetektive – den Industriegeräuschen auf der Spur

So, 19.5. | 11 Uhr und 15 Uhr
Soundspaziergang am Internationalen Museumstag. Ohne Anmeldung, Eintritt frei

So, 30.6. | 11 Uhr
Soundspaziergang „Wie klingt Veränderung?“ Ohne Anmeldung, nur Eintritt

Mo, 20.5. | 19 Uhr
Planetariumsshow „Sounds of Changes“ im Planetarium Bochum. FH Dortmund, ICEM der Folkwang Universität der Künste, Kartenverkauf über das Planetarium Bochum

Hörspiele

Bereits im Wintersemester 2017/2018 entwickelte der Kurs „Experimental Sound Design / Acoustic Art“ zusammen mit dem LWL-Industriemuseum Hörspiele zu sieben seiner acht Standorte.

Die Studierenden recherchierten die Geschichten der Museen, nahmen vor Ort Geräusche auf, führten Experteninterviews durch und entwickelten die Dramaturgie. Entstanden sind hörbare Geschichten des Wandels von Orten des Wandels, die einen Bogen spannen von der historischen Arbeitswelt über die Stilllegung bis zur Umnutzung als Museum.

Künstlerische Leitung: Professor J. U. Lensing (Fachbereich Design)

 

Soundaufnahme im TextilWerk Bocholt

Hörspiele des Projekts:

Glashütte Gernheim: Bal Aton-Bori

Zeche Nachtigall: Simon Hütt

Zeche Zollern: Charlas Mahesan

Schiffshebewerk Henrichenburg: Johann Ott

Zeche Hannover: Jonas Porombka

Henrichshütte Hattingen: Matti Schinnagel

TextilWerk Bocholt: Daria Somesan

Das EU-Projekt „Sounds of Changes“ wurde erstmals am Internationalen Museumstag 2018 im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten öffentlich vorgestellt. Fotos geben Eindrücke von der Veranstaltung.

Wikimedia Deutschland e.V.

www.wikimedia.de

Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia ist eine der meist genutzten Websites der Welt. Ihre Inhalte und die aller anderen Wikimedia-Projekte werden von Freiwilligen erstellt. Wikimedia Deutschland e. V. unterstützt ihre Arbeit und begleitet „Sounds of Changes“ als Kooperationspartner.

Kontakt

Kathinka Engels
LWL-Industriemuseum I Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Referat Wissenschaft und Vermittlung
Grubenweg 5 I 44388 Dortmund
Tel. 0231 6961-132 I Fax -114
kathinka.engels@lwl.org

Konrad Gutkowski
LWL-Industriemuseum I Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Referat Wissenschaft und Vermittlung
Grubenweg 5 I 44388 Dortmund
Tel. 0231 6961-270 I Fax -114
konrad.gutkowski@lwl.org

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