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Kurpark Brilon
 

Brilon im Hochsauerlandkreis ist ein staatlich anerkennter Luft- und Kneippkurort. Der Kurpark liegt im südlichen Stadtgebiet und verbindet den Ort mit einem angrenzenden Waldgebiet am Poppenberg.

Externe ID: T-RED-BARNARD-20131121-0001
Erfassungsdatum: 21.11.2013
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2012: Brilon, Kurpark

Zugehöriges Objekt

Kurpark Brilon (Kulturlandschaft)

 

Hinweis: Die in Klammern gesetzten Zahlen im Text beziehen sich auf die Nummern im Lageplan.

Brilon ist staatlich anerkannter "Luft- und Kneippkurort". Der Kurpark liegt im südlichen Stadtgebiet und verbindet langsam ansteigend den Ort mit dem angrenzenden Wald am Poppenberg. Der Park wurde in den Jahren 1968 bis 1974 angelegt. Das Besondere ist, dass in seinem Kernbereich (1) viele Strukturen aus der Entstehungszeit wie der Rosengarten, die Spiel- und Ruhebereiche, die Teichanlagen oder auch der Streichelzoo bis heute erhalten und gepflegt werden. Ergänzt um größere Erweiterungsbereiche mit neueren Elementen wie dem Kräutergarten, der Blumenwiese, den attraktiven Staudenpflanzungen oder dem Barfußpfad ergibt sich ein interessantes Bild, das die Entwicklung des Kurparkes von der Anfangszeit bis zu seiner heutigen Erscheinung erlebbar macht.
Im Zentrum Brilons beginnt der "Rothaarsteig" (3), einer der "Premiumwanderwege" des Sauerlandes. Als "Weg der Sinne" gewinnt er zunehmend an Beliebtheit. Die 154 Kilometer lange Wanderstrecke führt zunächst am Kurpark vorbei und schließlich durch das Rothaargebirge über den Kahlen Asten, den­ mit 841 m über NN zweithöchsten Berg Nordrhein-Westfalens, nach Dillenburg in Hessen. Der amtlich nur 1,30 m höher gemessene Langenberg liegt übrigens zwischen Olsberg-Bruchhausen und Willingen ebenfalls auf dem Rothaarsteig.
Die Möhnequelle (2) liegt ebenfalls am Rothaarsteig, nur knapp 1 Kilometer oberhalb der Teiche des Kurparks. Die noch bachartige Möhne durchfließt den Kurpark in seiner ganzen Länge von Süden nach Norden. Die Teiche im Kurpark sind gewissermaßen die ersten kleinen "Möhneseen". Auch die Kneippanlage (4) mit Arm- und Tretbecken, in denen man seine Abwehrkräfte stärken kann, wird von der Möhne gespeist.
Seit 2000 ist Brilon anerkannter Kneippkurort. Dieses Prädikat wird an Orte vergeben, in denen Wasserkuren nach den Lehren des Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) durchgeführt werden. Pfarrer Kneipp kurierte durch kurze Bäder in der kalten Donau seine bis dahin noch als unheilbar geltende Tuberkulose-Krankheit. Durch diesen Heilungserfolg angespornt, befasste Kneipp sich grundlegend mit der gesundheitsfördernden Kraft des Wassers und der Pflanzen. Der Kneippverein Brilon e.V. bietet ein umfangreiches Kurs- und Veranstaltungsangebot an. Er hat 2003 den von einer Hainbuchenhecke umschlossenen Kräutergarten im Kurpark angelegt und hat rund 50 Heil- und Würzkräuter angepflanzt. Die meisten Arten sind mit Schildern in den Beeten beschriftet. Abbildungen auf einer Übersichtstafel geben im Winter Auskunft.
Man kann im Kurpark gewissermaßen im Vorbeigehen so manches Interessantes und Lehrreiches erfahren. Über die heimische Vogelwelt informiert nicht nur eine Schautafel, für viele Vogelarten sind auch die ihnen gemäßen Nistkästen ausgestellt. Am "Lehrbienenstand" klärt der Imkerverein Brilon über die Honigbienen auf. Der Gesteinslehrpfad erläutert den geologischen Untergrund von Brilon und seiner Umgebung.
Das klassische Angebot an Freiraumspielen wie Schach, Boccia, und Tischtennis gefällt genauso wie ein Streichelzoo mit Pferden, Ziegen, Meerschweinchen und Hasen für die jüngsten Besucher. Riesenhaft hingegen ist eine überdimensionale Ameise aus rostendem Stahl. Das moderne Kunstwerk ehrt die Ameise (5) als Vorbild für den Menschen. Sie ist ein Symbol für die Bionik, der Mischwissenschaft aus Biologie und Mechanik. So dient das Röhrensystem in den Ameisenhaufen alternativ als Heizung oder Kühlung. Die Ameisenstraßen und der darauf ungestört fließende Verkehr sind beispielhafte Logistik. Dabei erleichtert ihre "Schwarmintelligenz" ihnen die Teamarbeit.
In den Sommermonaten finden regelmäßig Kurkonzerte auf der Terrasse des "Hauses am Kurpark" (6) statt. Der Sozialverband Deutschland als Träger der Einrichtung hat gemeinsam mit der Stadt Brilon einen Barfußpfad angelegt. An verschiedenen Stationen kann man ganz unterschiedliche Materialien mit den Füßen erfühlen.
Die Kurparksaison beginnt im Frühjahr, wenn zahllose Narzissen die Blumenwiese (7) in ein leuchtend gelbes, weithin sichtbares Farbenmeer verwandeln.

Literaturangaben

  • Kalle, Hartmut et al. (2013): Parks + Gärten in Südwestfalen Kreis Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis. Steinfurt.
Externe ID: LWL-GUP01060
Erfassungsdatum: 21.11.2013
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1968 - 1974
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10064209


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2011: Brilon, Kurpark
2012: Kurpark Brilon
2011: Brilon, Kurpark
2011: Brilon, Kurpark
2011: Brilon, Kurpark
2011: Brilon, Kurpark
2011: Brilon, Kurpark