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Siedlung Hindenburgstraße, Bad Oeynhausen
 

Die Siedlung Hindenburgstraße/Wiesenstraße in Bad Oeynhausen ist zwischen 1920 und 1929 unter den damals höchst modernen Vorstellungen einer Gartenstadt-Kolonie entstanden. Die Planung der Anlage erfolgte durch einen Hannoveraner Architekten (Hartjenstein), die Bauträgerschaft wurde von der damals gegründeten Städtischen gemeinnützigen Heimstätten-Gesellschaft übernommen.

Externe ID: T-P363N403-20131001-0006
Erfassungsdatum: 01.10.2013
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)

Zugehöriges Objekt

Denkmalbereich Hindenburgstraße, Bad Oeynhausen (Baudenkmalpflege)

 

SATZUNG

für den Denkmalbereich "Hindenburgstraße, Bad Oeynhausen"

vom 4.8.1983

Aufgrund von § 2 Abs. 3 und § 5 des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG) vom 11. März 1980 (GV.NW.S.226/ SGV.NW. 224) in Verbindung mit § 4 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 01. Oktober 1979 (GV, NW. S. 594/SGV. NW. 2025) hat der Rat der Stadt Bad Oeynhausen in seiner Sitzung am 30. Juni 1983 folgende Satzung beschlossen:

§ 1
Anordnung der Unterschutzstellung

(1) Zur Erhaltung des historischen Wohnbereiches um den Straßenraum wird die Hindenburgstraße mit allen anliegenden Grundstücken einschl. des in die Wiesenstraße übergehenden Kopfendes als Denkmalbereich festgelegt und unter Denkmalschutz gestellt.

§ 2
Örtlicher Geltungsbereich

Die Hindenburgstraße mit den Parzellen 125 - 140, 275 (Hindenburgstraße), 141 - 151, 155 - 159, 174-176, 526, Teilstück aus 285 (Wiesenstraße), 194 - 196, 192, 190 und 295

(2) Die genannten Grenzen des Denkmalbereiches ergeben sich aus dem als Anlage 1 dieser Satzung beigefügten Plan, der Bestandteil dieser Satzung ist.

§ 3
Sachlicher Geltungsbereich

(1) Im Geltungsbereich dieser Satzung sind Siedlungsgrundriß, Struktur und Erscheinungsbild des Bereiches geschützt.

(2) Das Erscheinungsbild der Siedlung wird geprägt durch:

a) Die Dächer, charakterisiert durch Neigung, Firstrichtung, Traufhöhe und -ausbildung, Firsthöhe, sowie die Dachaufbauten und die rote Ziegeleindeckung,

b) die Fassaden und die Seitenfronten, charakterisiert durch Putz und pastellfarbenen Anstrich mit ihren untergliederungen durch Sockel, Vorsprünge, Erker, Balkone und Putzstreifen,

c) die Fenster, charakterisiert durch Größe, Form, Untergliederung und Verglasung,

d) die Fensterläden,

e) die Haustüren, charakterisiert durch Höhenlage mit Außenstufen, Material (Holz), Größe, Format und Untergliederung, sowie das außenliegende Türfutter,

f) die bis auf einen Zugang zur Haustür flächendeckend bepflanzten Vorgärten mit ihren niedrigen Umfassungen, bestehend aus Sockel und senkrecht gelattetem Zaun,

g) der zum Teil alte Baumbestand entlang der Straße.

(3) Das geschützte Erscheinungsbild ergibt sich aus der Fassadenabwicklung in der Anlage 2, die ebenfalls Bestandteil dieser Satzung ist.

§ 4
Zweck

Zweck dieser Satzung soll es sein, die sich im Satzungsbereich befindlichen denkmalwerten Gebäude mit Vorgärten in ihrer Gesamtheit und im Gesamterscheinungsbild mit dem Straßenraum zu erhalten.

§ 5
Begründung

Der Denkmalbereich Hindenburgstraße/Wiesenstraße in Bad Oeynhausen ist zwischen 1920 und 1929 unter den damals höchst modernen Vorstellungen einer Gartenstadt-Kolonie entstanden. Die Planung der Anlage erfolgte durch einen Hannoveraner Architekten (Hartjenstein), die Bauträgerschaft wurde von der damals gegründeten Städtischen gemeinnützigen Heimstätten-Gesellschaft übernommen.

Trotz einiger bedauerlicher Veränderungen an einigen Häusern ist die Gesamtsituation dieser Kolonie noch so relativ gut erhalten, daß gleichwohl aus städtebaulichen wie auch aus kulturhistorischen Gründen die Schaffung einer eigenen Satzung, die sich auf dieses in Bad Oeynhausen sonst nicht noch einmal vorkommende städtebauliche Konzept bezieht, geboten ist.

§ 6

Der im § 2 beschriebene Denkmalbereich unterliegt den Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes. Insbesondere ist im genannten Bereich bei Maßnahmen, die den Grundriß oder das Erscheinungsbild betreffen, die Erlaubnispflicht nach § 9 Denkmalschutzgesetz zu beachten.

§ 7

Erfordert eine erlaubnispflichtige Maßnahme nach anderen gesetzlichen Bestimmungen eine Planfeststellung, Genehmigung, Erlaubnis, Bewilligung, Zulassung oder Zustimmung, -so haben die dafür zuständigen Behörden die Belange des Schutzes des Denkmalbereiches in einer dieser Satzung angemessenen Weise zu berücksichtigen.

§ 8

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig § 6 dieser Satzung zuwiderhandelt.

(2) Ordnungswidrigkeiten können mit Geldbußen bis zu 50.000,00 DM geahndet werden.

§ 9

Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 gez. Backs

1. stellv. Bürgermeister

 gez. Tellermann

Ratsmitglied

 gez. Busse

Stadtverwaltungsrat als Schriftführer

Externe ID: LWL-KLARA-053577
Erfassungsdatum: 04.08.1983
Kategorie: Denkmalbereich
Erfassungsmaßstab: i.d.R. 1 : 5.000 (größer als 1 :20.000)
Erfassungsmethode:
  • keine Angabe
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1920 - 1929
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10063127