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Kurpark Bad Meinberg
 

Ab 1768 angelegte historische Kurparkanlage in Bad Meinberg, die mehrfach verändert, umgestaltet und flächenmäßig erweitert wurde.

Externe ID: T-P363N403-20070706-001
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)

Zugehörige Objekte

Historischer Kurpark Bad Meinberg (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Landesverband Lippe, Staatsbad Meinberg GmbH, Parkstr. 17, 32805 Horn-Bad Meinberg; der Kurpark ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Lipper Bergland; im Zentrum von Bad Meinberg; Größe etwa 6,25 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Die Entstehung des historischen Kurparks geht auf eine 1767 gefertigte Planskizze zurück, die aus der Hand des Oberförsters Feige stammt. Förderer des Kurparks waren der Begründer des Kurbetriebes Dr. Trampel und der Landesherr Graf Simon August zur Lippe. Der Park entstand um eine sogenannte Mofette (Gasque­lle), die man damals als Wasserquelle deutete. Tatsächlich aber stellte sich bald heraus, dass dieser Quelle trockene Kohlensäure (CO2) entwich und sich lediglich mit Wasser verband.

1903 wurde der Kurort Meinberg zum Bad Meinberg. Der darauf einsetzende Zuwachs an Kurgästen und Besuchern erforderte einen fortwährenden Ausbau der notwendigen Bade- und Kureinrichtungen.

Gebäude und Ausstattung:
Neben dem Brunnenhaus entstand 1770 das sogenannte "Ball- und Assambléhaus", in dessen Obergeschoss die Landesherrschaft logierte. Bis auf zwei weitere kleine Badehäuser wurden die großen Kur- und Logierhäuser an den Rand des Brunnenplatzes plaziert. Das Ballhaus, das 1770 bis 1773 von Dr. Trampel erbaute Bade- und Logierhaus Stern (heute Kurhaus "Zum Stern") am Ende der nördlichen Achse und das 1775 fertiggestellte Kurhaus Rose (heute Teil der Spezialklinik Rose) am Ende der südlichen Achse geben der historischen Anlage das entscheidende Ambiente.

Besonders in den 1920er Jahren entstanden Bauten, die noch heute das Erscheinungsbild des Kurparks prägen. Zwei Torbauten von 1925 flankieren den westlichen Haupteingang. Gegenüber dem Brunnentempel entstand 1927 eine Wandelhalle mit Brunnenausschank. Nach baulichen Erweiterungen in den 50er und 60er Jahren ist dieser Gebäudekomplex 1983 zum modernen Kurgastzentrum ausgebaut worden. Dort befindet sich auch das Kurtheater mit insgesamt 700 Plätzen. Für Außenveranstaltungen und Freiluftkonzerte wird die 1928 erbaute Konzertmuschel genutzt.

In den letzten Jahren sind im Park mehrere Denkmäler und Ausstattungen als "historische Erinnerungen" aufgestellt worden. Erwähnenswert ist das in der Achse des östlichen Eingangs aufgestellte Denkmal für den Grafen Simon August zur Lippe aus dem Jahre 1789. Es stammt aus dem einstigen Detmolder Lustgarten. In Bad Meinberg war es bis zum Bau des Kurgastzentrums hinter der Wandelhalle aufgestellt. Der Steintisch in der Nähe des Kurhauses Stern stammte ebenso wie die einstmals aufgestellten Skulpturen aus dem Barockgarten von Schloss Brake. Die Skulpturensockel werden heute als Standfläche für Blumenkästen genutzt.

Art der Grünanlage:
Historischer Kurpark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Nachdem 1768 über der Quelle das erste Brunnenhaus auf einem achteckigen Grundriss entstand, begann man mit der planmäßigen Anlage eines "Brunnenplatzes". Mit dem Brunnenhaus als Mittelpunkt, wurde eine quadratische Fläche von 250 x 250 ­m­ abgemessen und sternförmig durch ein System aus kreuzförmigen Alleen und diagonalen Heckenwegen gegliedert. Die Kreuzalleen bepflanzte man mit Linden und Rosskastanien, die diagonalen Wege und die äußere Einfassung des gesamten Platzes mit Hainbuchenhecken. Aus dem fürstlichen Schlossgarten in Brake stammten zwölf Skulpturen, die an den Eckpunkten der Heckenwege und um das Brunnenhaus herum aufgestellt waren. Die Werre, die das Gelände in vielen Krümmungen durchfloss, wurde begradigt. Als Verlängerung der kreuzförmigen Alleen führte nach Westen eine weitere Allee durch das Dorf.

Bereits 1785 wurde der Park den veränderten Geschmacksvorstellung angepasst und besonders die vier Bereiche zwischen den Kreuzalleen landschaftlich umgestaltet. Nach ausführlichen Vorschlägen von Christian Cay Laurenz Hirschfeld, dem bedeutenden zeitgenössischen Theoretiker der landschaftlichen Gartenkunst, beseitigte man die diagonalen Heckenwege und die aufgestellten Skulpturen. Um die Fließgeschwindigkeit der begradigten Werre zu verringern, baute man zum Ausgleich des Gefälles mehrere Schwellen als Staustufen ein. Im Südwesten des Parks entstand als Aussichtspunkt ein Schneckenberg. Die Pflanzen wurden damals nach ganz bestimmen Eigenschaften ausgesucht. Die Bäume nach ihrer Wuchsform und der Färbung des Laubes, die Sträucher und Stauden nach ihrer Blütenfülle und dem Wohlgeruch von Blüten und Blättern. Beim Spazierengehen wurde so die Natur in ihren unterschiedlichen Formen erlebbar.

Ab 1820 erfolgte eine erneute Umgestaltung durch den Hofgärtner Nolda aus Kassel. Er verwirklichte nach wie vor die Ideen Hirschfelds, indem er weiterhin die Wegeführung und Flächengestaltung nach landschaftlichen Gesichtspunkten veränderte. Zahlreiche Schlängelwege mit Ruheplätzen, Rasenflächen mit arrangierten Einzelbäumen und Baumgruppen, mehrere Blumenbeete und sogar ein "Lustwäldchen" im südöstlichen Geviert (die Fläche wird heute größtenteils vom modernen Kurgastzentrum eingenommen) waren die wichtigsten Bestandteile der landschaftlichen Umgestaltung. Blick- und Sichtbeziehungen unterstützten neben dem veränderten Lauf der Werre, die nun nicht mehr schnurgerade, sondern mit leichten Schwüngen den Park durchfloss, die Maßnahmen. Anstelle des alten Brunnenhauses entstand 1842 der Brunnentempel mit einer umlaufenden offenen Wandelhalle.

1962 wurde der Kurpark um den Länderwald 'Sylvaticum' erweitert.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die nach Westen führende Allee ist als städtebauliche Dominante die Einkaufsstraße von Bad Meinberg und bildet den Hauptzugang zum historischen Kurpark. Im Park sind noch das Achsenkreuz mit den Alleen und die äußere Umgrenzung mit Hecken erkennbar. Durch den Ausbau der Gebäude musste zwangsläufig die landschaftliche Gestaltung der Parkanlage leiden. Bis heute haben sich vom Landschaftsgarten des späten 18. und des 19. Jahrhunderts ein großer Teil des alten Baumbestandes, der Schneckenberg und nur noch zum geringen Teil die flächengliedernden Wege erhalten. Botanisch interessierte Besucher können noch heute etliche Bäume und Sträucher bestimmen, deren Pflanzung nach den Ausführungen Hirschfelds geschah.

Nicht weit vom Kurhaus Stern entfernt, ist 1994 ein kleiner Kräuter- und Gemüsegarten nach historischem Vorbild angelegt worden. Dr. Trampel hatte einst als Bauherr des Gebäudes das Privileg, innerhalb des spätbarocken Kurparks für seinen eigenen Bedarf, Kräuter und Gemüse anzubauen.

Weitere Abbildungen:
Westfalia Picta, Band X, Lippe, Seite 650 - 662

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1912): Blatt 4119 Horn (Horn-Bad Meinberg), 1896 - 1910. Herausgegeben 1912, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Lorenzen, Halke (1996): Parkpflegewerk. Historischer Kurpark in Bad Meinberg. Blomberg.

Literaturangaben

  • Nohl, Günther (Hrsg.) (1967): Berichte aus dem Meinberger Brunnen im Lande Lippe. Bad Meinberg.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 137 - 142.
  • Paulussen, Horst (1995): Wir spazieren gemütlich durch die Kurparkanlagen des Staatsbades Meinberg. In: Heimatland Lippe, 6/1995, Detmold, Seite 185 - 192.
  • Dörenmeyer, Walter (1985): Die Kurparkanlagen in Bad Meinberg. In: Heimatland Lippe, 5/1985, Detmold, Seite 134 - 141.
  • Kaspar, Fred (1993): Brunnenkur und Sommerlust - Gesundbrunnen und Kleinbäder in Westfalen. Bielefeld.
  • Harms, Harry (1980): Gehölze in den Parkanlagen von Lippe - Silvaticum Bad Meinberg. In: Lippische Mitteilungen für Geschichte und Landeskunde 49/1980, Detmold, Seite 277 - 284.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00104
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: i.d.R. 1 : 5.000 (größer als 1 :20.000)
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Fotos
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: hoch - ist einen Umweg wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1768
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10039578


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2008: Kurpark Bad Meinberg
2008: Parkanlage im Kurpark Staatsbad Meinberg
2008: Barockgarten im Kurpark Staatsbad Meinberg
1999: Kurpark Bad Meinberg
1999: Kurpark Bad Meinberg
1896: Kurpark Bad Meinberg
1778: Bad Meinberg

Kurpark Bad Meinberg - Erweiterung Länderwald "Silvaticum" (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Landesverband Westfalen-Lippe, Staatsbad Meinberg GmbH, Parkstr. 17, 32805 Horn-Bad Meinberg; der Länderwaldpark ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Lipper Bergland; am östlichen Ortsrand von Bad Meinberg; Größe etwa 40 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Erweiterung des seit 1768 bestehenden Kurparks Bad Meinberg.

Gebäude und Ausstattung:
---

Art der Grünanlage:
Weitläufiger Landschaftspark mit Übergängen in die freie Landschaft.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Der Schöpfer des Länderwaldparks Forstdirektor Dr. Splettstößer, leitete vom lateinischen Wort "Silva" - der Wald - die Bezeichnung "Sylvaticum" für die Anlage ab. Von 1962 bis 1965 wurden im Tal der Werre verschiedene Waldlandschaften aus insgesamt 14 Regionen der Erde angelegt und weite, offene Wiesenflächen ästhetisch miteinander verbunden. Im Ganzen ist die stolze Anzahl von 36 000 Bäumen und Sträucher angepflanzt worden, die sich in Baumgruppen mit über 50 Gattungen und über 120 winterharten Gehölzen aufteilen. Im Folgenden sind als einzelne Waldgebiete mit charakteristischen Pflanzgemeinschaften anzutreffen:

  • Japan - Insel Hondo mit exotischen Tannen, Fichten, Lärchen und Birken, Judasblattbaum, Sternmagnolien, Zauberkirsche und Zaubernuss;
  • Ostpreußen mit Schwarzerlen, Sandbirken, Zitterpappeln, Winterlinden und dem Faulbaum;
  • Pommern mit Rotfichten, Traubeneichen, Preiselbeeren und Wacholder und Kieferngruppen;
  • USA - Mississippi mit Sumpfzypressen, Sumpflärchen, Rotahorn und Schwarzbirken;
  • Kalifornien - Sierra Nevada mit Mammutbäumen, Coloradotannen, Douglasfichten, Kiefern und Weihrauchzedern;
  • Oberitalien und Mittelmeer mit Schwarzkiefern, Platanen, Edelkastanien, Schwarznüssen, und Atlaszedern;
  • China - Himalaya mit Zedern, Kiefern, Eiben und Urwelt-Mammutbäumen;
  • Spreewald mit seinem typischen Schwarzerlenvorkommen;
  • mitteleuropäischer Auenwald mit Moorbirken, Hainbuchen, Weiden, Stieleichen, Feldulmen und Pyramidenpappeln;
  • Nordostamerika mit Roteichen, Balsam- und Hemlockstannen, Silberahorn, Gelb- und Papierbirken, Felsenbirnen und Lebensbäumen;
  • Hohe Alpen mit verschiedenen Bergkiefern, Zirbelkiefern und Lärchen;
  • Jugoslawien und Bosnien mit Serbischen Fichten, Schlangenhautkiefern, Rumelischen Weymouthskiefern, Sadebäumen, Zerreichen und Perückensträuchern;
  • Nordwestamerika - Oregon mit verschiedenen Tannenarten, Sitkafichten und Riesenlebensbäumen;
  • Kaukasus mit Nordmannstannen, Silber- und Winterlinden, Weißerlen und Baumhaseln.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der Länderwaldpark wird als Kuranlage genutzt.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 144 - 145.
  • Paulussen, Horst (1995): Wir spazieren gemütlich durch die Kurparkanlagen des Staatsbades Meinberg. In: Heimatland Lippe, 6/1995, Detmold, Seite 185 - 192.
  • Harms, Harry (1980): Gehölze in den Parkanlagen von Lippe - Kurpark Bad Meinberg. In: Lippische Mitteilungen für Geschichte und Landeskunde 49/1980, Detmold, Seite 269 - 277.
  • Dörenmeyer, Walter (1985): Die Kurparkanlagen in Bad Meinberg. In: Heimatland Lippe, 5/1985, Detmold, Seite 134 - 141.
Externe ID: LWL-GUP00120
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1962
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10039592


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2008: Länderwaldpark "Silvaticum"

Kurpark Bad Meinberg - Erweiterung "Seepark" (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Landesverband Lippe, Staatsbad Meinberg GmbH; Parkstr. 17, 32805 Horn-Bad Meinberg, der Kurpark ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Lipper Bergland, im östlichen Anschluss an den historischen Kurpark; Größe etwa 3 Hektar, davon der See etwa 1 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Erweiterung des seit 1768 bestehenden Kurparks Bad Meinberg.

Wichtige Vorarbeiten für den Bau einer Staumauer für ein Hochwasserrückhaltebecken in dem vormals sumpfigen Gelände leisteten bereits gegen Ende des 2. Weltkrieges französische Zwangsarbeiter. Ab 1953 wurde der See aufgestaut und 1955 war der Park nach Plänen des Gartenmeisters Hermann Niemeyer vollendet.

Gebäude und Ausstattung:
Beliebter Treffpunkt sind die Bänke am Neptun-Denkmal in der Nähe des Werrezuflusses in den See.

Art der Grünanlage:
Zeitgenössische Kurparkanlage.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
---

Heutiger Zustand / Nutzung:
Fast unmerklich ist der Übergang vom historischen Kurpark zum Kurpark am See. Nach dem Verlassen des historischen Kurparks in östlicher Richtung, führen aufwendig gestaltete Pflanzbeete mit jahreszeitlichem Blumenschmuck in die Anlage am Kurparksee. Mittelpunkt der etwa 3 Hektar großen Anlage ist der 10 000 ­qm­ große Parksee mit seiner 12 ­m­ hohen Fontäne. Heute haben die direkt am Park liegenden Kurpensionen und Gästehäuser häufig einen versteckten Zugangsweg zum "Seepark". Durch geschickte Baumpflanzungen und Strauchgruppen wird die umliegende Bebauung jedoch aus dem Parkbild verdrängt. Ein Rundweg und mehrere Ruheplätze mit Blick über den See schaffen Gelegenheit, stimmungsvolle Eindrücke zu jeder Jahreszeit zu sammeln.

Literaturangaben

  • Harms, Harry (1980): Gehölze in den Parkanlagen von Lippe - Kurpark Bad Meinberg. In: Lippische Mitteilungen für Geschichte und Landeskunde 49/1980, Detmold, Seite 269 - 277.
  • Kaspar, Fred (1993): Brunnenkur und Sommerlust - Gesundbrunnen und Kleinbäder in Westfalen. Bielefeld.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, seite 143 - 144.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Nohl, Günther (Hrsg.) (1967): Berichte aus dem Meinberger Brunnen im Lande Lippe. Bad Meinberg.
  • Dörenmeyer, Walter (1985): Die Kurparkanlagen in Bad Meinberg. In: Heimatland Lippe, 5/1985, Detmold, Seite 134 - 141.
Externe ID: LWL-GUP00178
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1955
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10039606


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2008: Bad Meinberg, Seepark
2008: Bad Meinberg, Seepark
2001: Bad Meinberg, Seepark
1999: Bad Meinberg

Kurpark Bad Meinberg - Erweiterung "Berggarten" (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Landesverband Lippe, Staatsbad Meinberg GmbH, Parkstraße 17, 32805 Horn-Bad Meinberg; die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:

Weserbergland/Lipper Bergland; am nördlichen Ortsrand von Bad Meinberg; Größe etwa 3 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Erweiterung des seit 1768 bestehenden Kurparks Bad Meinberg. Bereits 1917 reifte der Plan, zwischen dem Kurhaus Stern und dem Schanzenberg das Gelände für die Anlage eines Berggartens zu erwerben. Fehlendes Kapital ermöglichte erst 10 Jahre später den Ankauf einer 3 Hektar großen Fläche, auf der 1928 mit der Anlage des Berggartens begonnen wurde. Der Gestaltungsplan stammte von dem Gartenarchitekten Pieper aus Bielefeld. Die Ausführung lag in den Händen des Gartenmeisters Hermann Niemeyer. Nach Fertigstellung der Anlage war Niemeyer anschließend noch fast drei Jahrzehnte im Dienst der Kurverwaltung tätig.

Art der Grünanlage:
Historischer Kurgarten.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Zuerst sah der Gestaltungsentwurf von Pieper vor, den Berggarten als Landschaftspark anzulegen. Diese Planung wurde jedoch vom lippischen Landesgartendirektor Strate sowie dem Regierungsbaumeister und späteren Kurdirektor Kramer dahingehend korrigiert, dass eine zeitgemäße geometrisch-architektonische Anlage entstand. Hauptgestaltungselement des Gartens ist seither eine große zentrale Treppenanlage, die den nach Süden abfallenden Hang in mehrere Terrassen mit Trockenmauern gliedert. Als oberer Abschluss der Mittelachse wurde das schon vorhandene "Schlösschen", die Villa des lippischen Grafen Leopold, genutzt. Das Gebäude wurde 1962 abgerissen. Während man den südlichen Bereich des Gartens in geometrischen Formen gestaltete, kam im nördlichen Bereich eine landschaftliche Gestaltung zur Ausführung. Der geometrische Bereich ist durch den Wechsel von horizontalen und vertikalen Gestaltungselementen gekennzeichnet. Durch die Pflanzung von Gehölzen mit pyramidaler oder kugeliger Wuchsform und durch rechtwinklig angelegte Rasenflächen mit Zierpflanzenbeeten wird der regelmäßige Eindruck der Anlage betont. Dem Wegekreuz waren ursprünglich spiegelsymmetrisch zwei Rosengärten zugeordnet, von denen sich nur noch der Westliche erhalten hat. Oberhalb des Rosengartens legte man schon zur Entstehungszeit zwei Tennisplätze an. Der geometrische Gartenbereich wurde durch hohe Hecken vom landschaftlich gestalteten Bereich getrennt.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die direkte Wege- und Sichtverbindung zum historischen Kurpark wird leider durch ein 1986 neu errichtetes Nebengebäude des Kurhotels "Zum Stern" verstellt.

Durch den Einbau einer Tiefgarage im vorderen Bereich des Berggartens ergab sich in jüngster Zeit die Gelegenheit, den zuvor vernachlässigten Garten umfassend zu revitalisieren. Heute ermöglicht ein Umgangsweg den Besuchern einen Rundgang durch den landschaftlichen Bereich. Am Abschluss des Gartens steht auf der Höhe eine offene Wetterschutzhütte, von der ein Überblick über die gesamte Anlage möglich ist. Anstelle der Tennisplätze ist im Jahr 2000 ein neuer Gartenbereich, der sogenannte "Garten der Sinne", fertiggestellt worden.

Literaturangaben

  • Paulussen, Horst (1991): Der Meinberger Bergkurgarten. In: Heimatland Lippe, 10/1991, Detmold, Seite 291 - 301.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Dörenmeyer, Walter (1985): Die Kurparkanlagen in Bad Meinberg. In: Heimatland Lippe, 5/1985, Detmold, Seite 134 - 141.
  • Schmitt, Michael / Schuchert, Patrick (2007): Lippe. In: Westfalia Picta, Band 10, Münster.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 142 - 143.
  • o. A. (2000): "Garten der Sinne" fertiggestellt. Lippe aktuell: Ausgabe Detmold, Detmold.
  • Harms, Harry (1980): Gehölze in den Parkanlagen von Lippe - Silvaticum Bad Meinberg. In: Lippische Mitteilungen für Geschichte und Landeskunde 49/1980, Detmold, Seite 277 - 284.
  • Paulussen, Horst (1995): Wir spazieren gemütlich durch die Kurparkanlagen des Staatsbades Meinberg. In: Heimatland Lippe, 6/1995, Detmold, Seite 185 - 192.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98 Detmold. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 98, Bonn-Bad Godesberg.
Externe ID: LWL-GUP00006
Erfassungsdatum: 13.09.1999
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Fotos
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1928
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10039564


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2008: Bergarten, "Garten der Sinne"
2008: Berggarten Sommerbepflanzung
2001: Berggarten