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Kurpark Kaiserbrunnen, Brakel
 

Seit dem 18. Jahrhundert ist in Brakel eine kalte schwefelhaltige Mineralquelle bekannt. Nach dem gescheiterten Versuch einer Mineralbrunnen-Gesellschaft, das in Flaschen abgefüllte Mineralwasser zu versenden, übernahm 1902 der Brakeler Verschönerungsverein die Quellanlage und baute sie zum Kaiser-Wilhelm-Hain aus.

Externe ID: T-P363N403-20071015-002
Erfassungsdatum: 15.10.2007
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)

Zugehöriges Objekt

Kurpark Kaiserbrunnen, Brakel (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:

Stadt Brakel, Postfach 1480, 33029 Brakel. Der Kurpark ist öffentlich zugänglich.


Naturräumliche Situation, Lage und Größe:

Weserbergland/Oberwälder Land; am nördlichen Stadtrand von Brakel; Kurbereich um die 18 Hektar.


Allgemeine Angaben zur Geschichte:

Seit dem 18. Jahrhundert ist in Brakel eine kalte schwefelhaltige Mineralquelle bekannt. Nach dem gescheiterten Versuch einer Mineralbrunnen-Gesellschaft, das in Flaschen abgefüllte Mineralwasser zu versenden, übernahm 1902 der Brakeler Verschönerungsverein die Quellanlage und baute sie zum Kaiser-Wilhelm-Hain aus.


Gebäude und Ausstattung:

Eine 1913 errichtete Restauration (heute Waldrestaurant) war mit dem großen Kinderplatz vor allem an Sonntagen ein beliebtes Ausflugsziel. Das zur Wilhelminischen Zeit nur schmucklos gestaltete Brunnenhaus wich 1956 einer zeitgemäßen Trink- und Wandelhalle.


Art der Grünanlage:

Historische Kurparkanlage.


Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:

Zum 25. Regierungsjubiläum Kaiser Wilhelm II. wurde der Park im Jahr 1913 umfassend erweitert. Neben der Huldigung an den Kaiser wurde zur Eröffnung des Parks auch an den 100. Jahrestag der Befreiungskriege gegen die Herrschaft Napoleons in Europa erinnert. Als Ausdruck des bürgerlichen Nationalstolzes und der patriotischen Gesinnung wählte man vor allem deutsche Eichen (Quercus robur) und Kaiserlinden (Tilia intermedia "Pallida") zur Bepflanzung. Mit einem Ehrenfriedhof für die Gefallenen des Vaterlandes endet die Anlage in östlicher Richtung. Die Randbepflanzung mit immergrünen Gehölzen und besonders mit Fichten sollte eine düstere, weihevolle Stimmung schaffen.

Nach langjähriger Vernachlässigung der Parks erfolgten 1996 mit einem Arbeitslosenprojekt umfangreiche Arbeiten zur besseren Erschließung der Anlage.


Heutiger Zustand / Nutzung:

Im Zuge der AB-Maßnahme ist durch eine neu geschaffene Öffnung an der Rückseite der langgestreckten Wandelhalle der östliche Parkbereich optimaler in die Gesamtgestaltung des Kurparks einbezogen worden. Außerdem wurden größere Bereiche des Parks durch den weiteren Ausbau des Wegesystems zugänglich gemacht. Etwas zu behutsam ist man aber bei den notwendigen Ausholzungen vorgegangen. Blickachsen in die freie Landschaft könnten weitere ästhetische Reize schaffen. Angenehme Rundwege um zwei größere Teiche, ein modernes Kurhotel mit einem "Hochseilgarten" sowie ein Waldrestaurant mit Außenterrasse und Kinderspielplatz schaffen heute für Jung und Alt vielfältige Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4221, Brakel. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98 Detmold. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 98, Bonn-Bad Godesberg.
  • Heimat- und Verkehrsverein Brakel (1984): Brakel in alten Ansichten. Zaltbommel/NL.
  • Kaspar, Fred (1993): Brunnenkur und Sommerlust - Gesundbrunnen und Kleinbäder in Westfalen. Bielefeld.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 207 - 209.
Externe ID: LWL-GUP00112
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Fotos
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1902
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10039479


In Karte anzeigen

2008: Kurpark Kaiserbrunnen
2008: Kurpark Kaiserbrunnen
2008: Kurpark Kaiserbrunnen, Ehrenfriedhof
1896: Brakel