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Wersepark, Beckum
 

Innerstädtische Grünanlage mit vielfältigen Freizeit- und Erholungsfunktionen, die sich mit ausgedehnten Überschwemmungsgebieten bis zur Wersemühle im Westen des bebauten Stadtgebietes hin erstreckt.

Externe ID: T-P363N504-20080529-0004
Erfassungsdatum: 29.05.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2003: Wersepark

Zugehöriges Objekt

Wersepark, Beckum (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Beckum; öffentlich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; am Westrand der Altstadt; etwa 4 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Das kleine Ackerbürgerstädtchen Beckum wurde ab 1816 zur preußischen Kreisstadt erhoben und beherbergte seit 1827 den Sitz der Kreisverwaltung. Im Zuge der Industrialisierung nahm der Ort im 19. Jahrhundert einen bedeutenden Aufschwung. Besonders die Zementindustrie gehört seit der Gründung des ersten Zementwerkes im Jahre 1872 zu den bedeutenden Wirtschaftsfaktoren dieser Region. Noch heute zeugen zahlreiche Villen der "Zementbarone" genannten Fabrikbesitzer und Werksleiter im Stadtbild von der weltweiten Bedeutung dieses Industriezweiges. Als Zeugnis der administrativen und politischen Entwicklung des Ortes, mit der kommunalen Neuordnung 1975 wurde der Kreis Beckum dem Kreis Warendorf zugeordnet, hat sich noch das Ständehaus im Südwesten der Altstadt mit der weitläufigen Grünanlage des ehemaligen Wilhelmsplatzes und dem von der Werse gespeisten Westteich erhalten. Ursprünglich verlief die Werse quer durch die südöstliche Altstadt. Mit dem Ausbau der mittelalterlichen Stadtbefestigung wurde das Flüsschen als Wassergraben vor die Stadtmauer geleitet, so dass es heute in einem Bogen um den südöstlichen Stadtkern verläuft.

Gebäude und Ausstattung
Unmittelbar am Wersepark liegt das 1886 errichtete neugotische Kreisständehaus, das man als repräsentativen Saalbau für Versammlungen, als Verwaltungssitz des Landratamtes und als Wohnung des Landrates außerhalb der mittelalterlichen Stadtbefestigung erbaut hatte. Inmitten der dem Ständehaus vorgelagerten Grünanlage wurde 1928 ein monumentales Denkmal für die Toten und Vermissten des Ersten Weltkrieges errichtet. Am Südrand des ehemaligen Westteiches steht die katholische St. Martin-Kirche. Die beeindruckende Saalkirche aus Beton wurde 1958 nach Plänen der Architekten Kösters und Balke aus Münster erbaut.

Art der Grünanlage
Stadtpark

Beschreibung
Der sogenannte Wersebogen ist heute eine innerstädtische Grünanlage mit vielfältigen Freizeit- und Erholungsfunktionen, die sich mit ausgedehnten Überschwemmungsgebieten bis zur Wersemühle im Westen des bebauten Stadtgebietes hin erstreckt. Als umfassende ökologische Maßnahme wird die vorher weitgehend kanalisierte Werse in den Jahren 2001 bis 2005 renaturiert und die begleitenden Grünanlagen zur Schaffung von neuen Lebensräumen für die Flora und Fauna naturnah ausgebaut. Im Vordergrund steht dabei neben der Verbesserung der Wasserqualität und Gewässergüte besonders die Schaffung von Retentionsräumen zum Hochwasserschutz. Mit dem großzügigen naturnahen Ausbau der Werse wurden auch die historischen Anlagen des Wilhelmplatzes und der Westteich umgestaltet.

Quellenangaben

  • Stadt Beckum, Umweltamt (1991): Baumkataster. Beckum.
Externe ID: LWL-GUP00301
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Bürgerpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Archivauswertung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1920
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10038338


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2003: Wersepark
2003: Wersepark
2003: Beckum
1897: Beckum