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Burganlage Stromberg, Oelde-Stromberg
 

Im 12. Jahrhundert errichtete Landesburg der Bischöfe von Münster, die das südöstliche Herrschaftsgebiet des Bistums militärisch sicherte. Die Burggrafen von Stromberg, 1177 erstmals urkundlich erwähnt, gehörten im Mittelalter und der frühen Neuzeit neben Nürnberg, Magdeburg und Reineck zu den vier Reichsburggrafen des Deutschen Reiches. Die weit ins Land hin sichtbare gotische Hallenkirche wurde auf der höchsten Stelle des Burgplatzes errichtet. Seit 800 Jahren ist die Stromberger Wallfahrtskirche ein Ort der Kreuzverehrung.

Externe ID: T-P363N504-20080429-0001
Erfassungsdatum: 29.04.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2002: Burganlage Stromberg

Zugehöriges Objekt

Burganlage Stromberg, Oelde-Stromberg (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Oelde, Kath. Kirchengemeinde, Privat; die Außenanlagen sind öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; im Süden der Ortschaft auf einem Bergsporn der Beckumer Berge; Burganlage etwa 5 Hektar, Südhang etwa 20 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Im 12. Jahrhundert errichtete Landesburg der Bischöfe von Münster, die das südöstliche Herrschaftsgebiet des Bistums militärisch sicherte. Die Burggrafen von Stromberg gehörten im Mittelalter und der frühen Neuzeit neben Nürnberg, Magdeburg und Reineck zu den vier Reichsburggrafen des Deutschen Reiches. Auf Veranlassung des Münsterischen Fürstbischofs Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels wurde die Burg ab 1780 zum größten Teil niedergelegt.
Seit 800 Jahren ist die Stromberger Wallfahrtskirche ein Ort der Kreuzverehrung. Nach dem Brand eines Vorgängerbaus wurde auf der höchsten Stelle des Burgplatzes die weit ins Land hin sichtbare gotische Hallenkirche errichtet.

Gebäude und Ausstattung
Die große Burganlage bildet ein unregelmäßiges Viereck. In Nordwesten und im Süden haben sich noch Teile der Burgmauer erhalten. Ein Hügel kennzeichnet den Standort des südwestlichen Turmes. Auf dem Schutthügel des östlichen Eckturmes steht heute eine Kastanie. Das Burgareal teilt sich in drei Bereiche. Hinter dem mittelalterlichen Burgtor mit dem sogenannten Paulusturm aus dem 15. Jahrhundert erstreckt sich der Burgmannenhof. An der Westseite des weiten Hofes stehen das 1456 errichtete Burgmannshaus der Familie von Mallinckrodt und das um 1789 errichtete frühklassizistische Pastorat. Im Osten gehörte eine Scheune aus dem 17. Jahrhundert zum 1870 abgebrochenen Burgmannshaus der Familie von Nagel. An seiner Stelle wurde das traufenständige Ziegelhaus errichtet. Die Bauten des 20. Jahrhunderts wurden stellenweise im Bereich des alten Burggrabens errichtet. Zur Wallfahrtskirche Zum Heiligen Kreuz hin steigt das Gelände nochmals an und teilt sich in den westlichen Burgplatz und den östlichen Amtsplatz. Die dreischiffige, gotische Hallenkirche hat keinen Turm und wurde 1344 geweiht. In den 1970er Jahren wurde an die Kirche im Westen ein moderner Anbau angefügt.

Der breite Treppenaufgang zur Wallfahrtskirche wird in den Sommermonaten als Freilichtbühne benutzt.

Art der Grünanlage
Garten- und Landschaftsgestaltung

Beschreibung
Zum Pastorat gehörte bis in die 1970er Jahre hinein eine ausgedehnte ländliche Gartenanlage, die mit einer Hecke umgrenzt war. Die kreuzförmige Flächengliederung des Gartens umfasste ein Mittelrondell und mit Buchsbaum gesäumte Wege und Beete.
Das Außergewöhnliche der Burganlage ist der gärtnerisch gestaltete Südhang des Burgberges mit zahlreichen für die Region typischen Pflaumen- und Kirschbäumen. Die Stromberger Pflaumen sind heute noch eine altbekannte Obstsorte.

Pflegezustand
Der alte Pastoratsgarten ist heute eine Rasenfläche. Die Obstgärten und Streuobstwiesen am Südhang werden gut gepflegt.

Literaturangaben

  • Risse, Franz Josef (1987): Stromberg. Kleine Kunstführer Nr. 1605, Regensburg.
Externe ID: LWL-GUP00316
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Grünflächen
Erfassungsmaßstab: i.d.R. 1 : 5.000 (größer als 1 :20.000)
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Fotos
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: hoch - ist einen Umweg wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1177
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10038184


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2002: Burganlage Stromberg
2002: Burganlage Stromberg
2002: Burganlahe Stromberg
2002: Burganlage
2002: Burganlage Stromberg
2003: Burganlage Stromberg
1897: Wiedenbrück