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Hof Deitmar, Emsdetten
 

1185 wurde der Hof  als einer von vier Urhöfen des ehemaligen Dorfes Emsdetten erstmals erwähnt. 1912 erfolgte der Umbau des Hofes zu seiner heutigen Form. Mit dem Erwerb der Hofanlage Deitmar im Jahre 1956 hat die Stadt Emsdetten das alte Anwesen schrittweise zum Museumshof mit anschliessendem Park als Naherholungsgebiet ausgebaut. Neben mehreren zeitgenössischen Kunstobjekten ist im Park eine Marienfigur von 1907 aufgestellt. Auf der Hofanlage befinden sich das Emsdettener Heimatmuseum, das Wannenmachermuseum, ein alter Kornspeicher als das älteste erhaltene Gebäude der Stadt und ein Backhaus.

Externe ID: T-P363N504-20080424-0002
Erfassungsdatum: 24.04.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2002: Hof Deitmar

Zugehöriges Objekt

Park am Hof Deitmar, Emsdetten (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Emsdetten; die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Ostmünsterland; südlich der Altstadt.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Das Siedlungsgebiet der jungen Stadt Emsdetten, der Ort erhielt erst 1938 Stadtrechte, liegt auf kargem Sandboden. Die Bewohner konnten allein von der Landwirtschaft nur schwer existieren. Sie mußten zusätzlich noch ein Hausgewerbe ausüben, das aus der Weberei und der Wannenmacherei bestand. Die Wannen waren flache Weidenkörbe, die vor allem in der Landwirtschaft zum Obstsammeln, bei der Aussaat und nach der Ernte beim Trennen der Spreu vom Korn (Kornschwinge) eine Verwendung fanden. Emsdettener Wannen waren ein bedeutender Exportartikel, der sogar bis nach Westindien gelangte. Für das Gewerbe der Wannenmacherei hatten die Bewohner des Ortes im 17. Jahrhundert eine vom Fürstbischof auf Münster verliehene Monopolstellung inne. In fast allen Haushalten waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Webstühle zu finden. Ab 1880 war Emsdetten das Zentrum der deutschen Juteweberei zur Herstellung von Sackleinen. Mit dem Erwerb der Hofanlage Deitmar im Jahre 1956 hat die Stadt Emsdetten das alte Anwesen schrittweise zum Museumshof mit anschließendem Park als Naherholungsgebiet ausgebaut.

Gebäude und Ausstattung
Auf der Hofanlage befinden sich das Emsdettener Heimatmuseum, das Wannenmachermuseum, ein alter Kornspeicher als das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, ein Kinderpielplatz und eine Konzertmuschel. 1998 ist ein altes Backhaus neu errichtet worden. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Ems-Stadthalle, das in einer alten Textilfabrik eingerichtete Kulturzentrum Stroetmanns Fabrik und die Galerie Münsterland. Neben mehreren zeitgenössischen Kunstobjekten ist im Park eine Marienfigur von 1907 aufgestellt.

Art der Grünanlage
Stadtpark

Beschreibung
Der Park liegt unmittelbar am Innenstadtring von Emsdetten. Im Süden der alten Hofgebäude ist eine große Wiese angelegt, die als Schützenplatz und für Veranstaltungen im Musikpavillon genutzt wird. Zu den dendrologischen Besonderheiten zählen ein Tulpenbaum, eine Magnolie, Pyramideneichen, verschiedene Tannenarten und mehrere alte Platanen. Ein großes Rundbeet wird im jahreszeitlichen Wechsel neu bepflanzt.

Literaturangaben

  • Pelzer, Friedhelm (1994): Emsdetten. In: Städte und Gemeinden in Westfalen. Band 1: Der Kreis Steinfurt, Münster, Seite 15 - 22.
  • Lüttmann, Hans (1996): Neues Kultur-Erleben für Emsdetten und das Münsterland. In: Unser Kreis 1996 - Jahrbuch für den Kreis Steinfurt, Burgsteinfurt, Seite 27 - 29.
Externe ID: LWL-GUP00322
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Park
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1956
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10038114


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2002: Hof Deitmar
2002: Park am Hof Deitmar
2003: Emsdetten
1897: Emsdetten