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Nordrhein-Westfälisches Landgestüt Warendorf
 

Das Nordrhein-Westfälische Landgestüt Warendorf ist das Zentrum der Pferdezucht und des Reitsports in Nordrhein-Westfalen.

Externe ID: T-P363N504-20080418-0001
Erfassungsdatum: 18.04.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2004: Landgestüt Warendorf

Zugehöriges Objekt

Nordrhein-Westfälisches Landgestüt Warendorf, Warendorf (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Land NRW; die Anlage ist teilöffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Ostmünsterland; nördlich der Altstadt und der Ems; etwa 4,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Die Geschichte des Landgestüts beginnt 1803 mit dem Bau eines königlichen Pferdestalls im Westen der Altstadt am Münstertor für ein in Warendorf stationiertes preußisches Dragonerschwadron. Mit der Verlegung des Schwadrons erfolgte 1826 die Gründung des ersten Preußischen Landgestüts mit dem Ziel, die bis dahin unbefriedigende Pferdezucht in Westfalen für die Landwirtschaft und das Militär zu verbessern. Wegen Platzmangel wurde um 1880 nördlich der Altstadt an der Sassenberger Straße ein neues Gestüt aufgebaut, das 1888 bezogen werden konnte. Die alten Bauten des ersten Gestüts am Münstertor wurden 1976 abgerissen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die jedes Jahr im Herbst veranstalteten Hengstparaden eingeführt, die sich bis in die Gegenwart hinein internationalen Zuspruchs erfreuen.

Gebäude und Ausstattung
Gestütsanlage mit verschiedenen einfachen Ziegelbauten. Der westliche Bereich gruppiert sich um einen weiten Platz mit gärtnerisch gestaltetem Rondell. Die Zufahrt erfolgt aus südlicher Richtung von der Sassenberger Straße aus durch eine repräsentative Toranlage. Zum preußischen Gestüt der Entstehungszeit gehören die Villa des ehemaligen Landstallmeisters im Süden (heute Verwaltung), das Obersattelmeisterhaus mit angeschlossener Kantine im Westen sowie das dreiflügelige Stallgebäude I mit einem auffälligen Giebel und aufgesetztem Glockenturm über dem mittleren Tor sowie ein Kutschen- und Boxenstall. Vor dem Rondell hat man ein lebensgroßes Bronzedenkmal für den berühmten Zuchthengst Paradox I aufgestellt, der von 1964 bis 1994 lebte. Der östliche Bereich gruppiert sich mit der kleinen Reithalle, den Stallgebäuden II und III sowie der Schmiede und der Schreinerei um den großen Reitplatz - auf dem auch die Hengstparade stattfindet - und den kleinen Reitplatz . Er wird nach Osten vom dreiflügeligen Stall III begrenzt. Im Norden des Landgestüts ist die Deutsche Reitschule angesiedelt.

Art der Grünanlage
Gartenrondell und Baumreihen

Beschreibung
Repräsentatives Gartenrondell im westliche Bereich des Landgestüts auf dem Platz zwischen dem Landstallmeisterhaus im Süden und dem dreiflügeligen Stallgebäude I im Norden. Von der ursprünglichen Gestaltung mit Koniferen, kugelig geschnittenen Bäumchen mit berankten Festons, Spalierbäumen und ornamental ausgebildeten Pflanzbeeten hat sich bis auf die Grundfläche nichts mehr erhalten. Das von einem Querweg durchschnittene Rondell ist weitgehendst mit Rasen eingesät und wird durch eine Hecke nördlich des Wasserbeckens, einige niedrige Nadelbäume und wenige Pflanzbeete gegliedert. Seit der Entstehungszeit wird die Hoffassade des zentralen Stallgebäudes I mit einer markanten Baumreihe aus Platanen verschönert. Die charakteristischen Baumreihen aus Kastanien, Linden und Platanen finden vor den Stallgebäuden im östlichen Bereich des Landgestüts ihre Fortsetzung. Sie flankieren gleichzeitig den großen und kleinen Reitplatz und geben somit dem Landgestüt vor allem bei Veranstaltungen einen malerischen Rahmen. Nach dem Vorbild der historischen Gestaltung hat man vor dem ehemaligen Stallmeistergebäude dekorative Hochstammrosen gepflanzt.

Literaturangaben

  • Porwol, Astrid (1993): Westfälische Pferdezucht und das Warendorfer Landgestüt 1800-1930. In: Warendorfer Schriften, Band 21-24/1991-1994, Warendorf, Seite 352 - 395.
  • Veltmann, Wilhelm (2002): Ein Krimi aus vergilbten Akten - Die schwere Geburt des Landgestüts in Warendorf. In: Jahrbuch Westfalen 2002, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00331
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Gestüt
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Fotos
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: sehr hoch - ist eine Reise wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1803
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10038002


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2004: Landgestüt Warendorf
2004: Landgestüt Warendorf
2004: Landgestüt Warendorf
2004: Landgestüt Warendorf
2003: Landgestüt Warendorf
1897: Landgestüt Warendorf