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Park am alten Lehrerseminar, Warendorf
 

Von 1878 bis 1882 errichtete die preußische Verwaltung außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns von Warendorf das repräsentative Gebäude als Lehrerseminar. Das Gebäude beherbergte ab 1925 das humanistische Gymnasium Laurentianum und wird heute als Musikschule und für verschiedene Verwaltungen der Stadt und des Kreises genutzt. Zur Entstehungszeit wurde im Westen des repräsentativen Bauwerks einen gärtnerisch gestalteter Vorplatz angelegt.

Externe ID: T-P363N504-20080417-0004
Erfassungsdatum: 17.04.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2004: Gymnasium Laurentianum

Zugehöriges Objekt

Park am alten Lehrerseminar, Warendorf (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Kreis Warendorf; die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; südlich der Altstadt an der L547; etwa 0,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
An der nach Freckenhorst führenden Landstrasse errichtete die preußische Verwaltung außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns zwischen 1878 und 1882 ein repräsentatives Gebäude als Lehrerseminar. Das Gebäude beherbergte ab 1925 das humanistische Gymnasium Laurentianum und wird heute als Musikschule und für verschiedene Verwaltungen der Stadt und des Kreises genutzt.

Gebäude und Ausstattung
Dreistöckiger, verputzter Ziegelbau mit vorgezogenen Seitenflügeln und Mittelrisalit. Das Haus beherbergte neben den Lehr- und Übungsräumen auch Schlafräume für etwa 90 Seminaristen sowie Wohnräume für den Seminardirektor und einzelne Seminarlehrer. Im Süden des Seminargebäudes entstand von 1914 bis 1916 das Gebäude der Präperandie mit einer großen Spielwiese.

Auf dem Vorplatz wurde 1889 das vom Bildhauer Heinrich Fleige geschaffenes Standbild Bernhard Heinrich Overbergs (1754 bis 1826) aufgestellt. Der bekannte katholische Theologe und Pädagoge war zu seiner Zeit ein bedeutender Schulreformer, der unter anderem die Abkehr vom bis dahin üblichen Frontalunterricht zum dialogischen Lehrer-Schülergespräch vorbereitete. Noch heute sind nach ihm zahlreiche Schulen in Westfalen benannt. Das Denkmal wurde erst nach vielen Diskussionen vor einigen Jahren an seinem traditionellen Standort neu aufgestellt.

Art der Grünanlage
Schmuckplatz

Beschreibung
Zur Entstehungszeit legte man im Westen des repräsentativen Bauwerks einen gärtnerisch gestalteten Vorplatz an. Wesentliches Gestaltungselement war eine achsial auf den Haupteingang des Gebäudes ausgerichtete Allee, die im mittleren Bereich um ein gärtnerisch anspruchsvoll bepflanztes Rondell mit einem Denkmal führte. Zum Lehrerseminar gehörten einst neben dem Schulgarten als Lehrgarten noch ein großzügiger Wirtschaftsgarten. Auch die Bewohner des Hauses wie der Seminardirektor, die Oberlehrer und der Pedell (Hausmeister) hatten unmittelbar am Haus eigene Gärten.

Pflegezustand
In dem kleinen Park sind vor einigen Jahren die Kastanienallee neu angepflanzt und die gärtnerischen Anlagen überarbeitet worden. Die übrigen Gärten sind im Laufe der Zeit überbaut oder umgenutzt worden.

Literaturangaben

  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe Westfälisches Amt für Landschafts- und Baukultur des LWL (Hrsg.) / Bufe, Thomas / Kalle, Hartmut (Texte) et al. (2004): Parks und Gärten links und rechts der Ems (regionaler Reiseführer). Münster-Hiltrup, Seite 59, 62.
  • Leidinger, Paul (Hrsg.) (2000): Geschichte der Stadt Warendorf, (in 3 Bänden). Münster, Seite 75 - 76.
Externe ID: LWL-GUP00333
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Platz
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Fotos
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1878
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10037988


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2004: Gymnasium Laurentianum
2004: Gymnasium Laurentianum
2003: Warendorf
1897: Warendorf