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Kloster Vinnenberg, Warendorf-Milte
 

Um die Mitte des 13. Jahrhunderts an der Stelle eines Adelshofes von Zisterzienserinnen gegründete Klosteranlage, nördlich von Milte an der Bever gelegen. Das Kloster Vinnenberg ist eine der ältesten Wallfahrtsstätten im Bistum Münster, da schon bald nach der Gründung eine thronende Marienstatue Ziel vieler Wallfahrten wurde. Ab 1465 erfolgte die Umwandlung in eine Benediktinerinnenabtei. Im 16. Jahrhundert zerstörten Brände alle Klostergebäude. Aufhebung des Klosters im Jahre 1810. Nach verschiedenen Nutzungen und Verpachtungen übernahm 1891 das Bistum Münster die Anlage. Von 1898 bs 2005 ist das Kloster mit Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament besetzt. Seit 1994 lebt die katholische Gemeinschaft Brot des Lebens im Südflügel des Klosters und betreibt eine Hostienbäckerei.
Das Kloster lag ursprünglich auf einer von der Bever umgräfteten Insel. Das weit verzweigte Graben- und Stausystem umfasste mehrere Inseln, von denen die dem Kloster im Westen vorgelagerte Insel den Wirtschaftshof und eine Mühle aufnahm. Das Torhaus und die Mühle stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Externe ID: T-P363N504-20080410-0002
Erfassungsdatum: 10.04.2008
Kategorie: Religion
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2002: Kloster Vinnenberg

Zugehöriges Objekt

Garten am Kloster Vinnenberg, Warendorf-Milte (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Bistum Münster; die Klostergärten sind nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Ostmünsterland; etwa 3 ­km nordöstlich von Milte; etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Um die Mitte des 13. Jahrhunderts an der Stelle eines Adelshofes von Zisterzienserinnen gegründete Klosteranlage. Schon bald nach der Gründung wurde eine thronende Marienstatue Ziel vieler Wallfahrten. Ab 1465 Umwandlung in eine Benediktinerinnenabtei. Im 16. Jahrhundert zerstörten Brände alle Klostergebäude. Nach dem Dreißigjährigen Krieg sollte das Kloster wegen Überschuldung verkauft werden. Aufhebung des Klosters im Jahre 1810. Nach verschiedenen Nutzungen und Verpachtungen übernahm 1861 das Bistum Münster die Anlage, brach bis auf einen neueren Flügel das Kloster ab und errichtete 1865 den Neubau eines Eremitenhauses. Seit 1898 ist das Kloster mit Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament besetzt. Seit 1994 lebt die katholische Gemeinschaft Brot des Lebens im Südflügel des Klosters und betreibt eine Hostienbäckerei.

Gebäude und Ausstattung
Nach einem Grossbrand des Klosters im Jahre 1550 wurde die Kirche auf den alten Fundamenten neu errichtet. Schon 1568 brannte die Kirche bis auf die Umfassungsmauern erneut nieder und wurde als langer Saalbau mit vier kreuzgewölbten Jochen wieder aufgebaut. Die Westfassade der ursprünglich ohne Turm und nur mit einem hohen Dachreiter ausgestatteten Kirche wurde 1704 umgestaltet und mit einem Dreistaffelgiebel, dem grossen Mittelfenster, Bildnischen sowie Fenster- und Giebeldächern versehen. Ausser der Kirche blieb nach der Säkularisation von den Klosterbauten nur noch das sogenannte Paterhaus von 1722 als Verlängerung des Südflügels nach Westen stehen. Der Südflügel wurde 1865 neu aufgebaut. Die weiteren Konventgebäude und der an die Westfassade angefügte Turm stammen aus dem späten 19. und aus dem 20. Jahrhundert. Bemerkenswert ist auch der Ostflügel mit markanten Treppengiebeln.

Das Kloster lag ursprünglich auf einer von der Bever umgräfteten Insel. Das weit verzweigte Graben- und Stausystem umfasste mehrere Inseln, von denen die dem Kloster im Westen vorgelagerte Insel den Wirtschaftshof und eine Mühle aufnahm. Das Torhaus und die Mühle stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Art der Grünanlage
Klostergarten

Beschreibung
Nördlich des gärtnerisch gestalteten und gepflegten Klostervorplatzes findet sich eine kleine verwilderte Grünanlage, die durch einen Umgangsweg erschlossen wird. Vor der Säkularisation lag hier wahrscheinlich die Bleichinsel des Klosters, die von der Insel mit dem Wirtschaftshof über eine Brücke aus zugänglich war. Vermutlich wurde auf der ehemaligen Bleichinsel im Verlauf des 19. Jahrhunderts ein Garten angelegt., da nach der Aufhebung des Klosters einige Bauten und Flächen auch von ehemaligen Klosterschwestern gepachtet wurden. Im Osten des Klosters sind im Bereich der Klausur großzügige Gärten angelegt, die einerseits als Obst- und Gemüsegarten zur Selbstversorgung der Bewohner des Klosters und als Ziergärten zum Aufenthalt der Nonnen im Freien genutzt werden. Nach mündlichen Hinweisen finden sich im Garten zahlreiche alte Obstsorten.

Literaturangaben

  • Kramer, Winfried (1989): Kloster Vinnenberg. Kleine Kunstführer, Nr. 1754, Regensburg.
  • Pieper, Roland (2003): Historische Klöster in Westfalen-Lippe ein Reisehandbuch. Kulturlandschaft Westfalen, Band 7, Münster, 1. Auflage, Seite 207 - 208.
Externe ID: LWL-GUP00341
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Klosteranlage
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Archivauswertung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Auswertung historischer Fotos
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1250
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10037890


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2002: Kloster Vinnenberg
2002: Kloster Vinnenberg
2003: Kloster Vinnenberg
1897: Kloster Vinnenberg
Kloster Vinnenberg