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Vier-Jahreszeiten-Park, Oelde
 

Nach dem Abschluss der Landesgartenschau 2001 in Oelde wurde das 44 Hektar große Gartenschaugelände in Vier-Jahreszeiten-Park umbenannt. Die drei Hauptbereiche "idyllische Aue" im Süden, "romantischer Park" in der Mitte und die "zauberhaften Gärten" im Norden werden durch einen etwa 2,5 km langen Promenadenweg miteinander verbunden. Teil dieser Parkanlage ist der bereits ab 1929 im Südosten der Stadt Oelde in der Aue des Axtbaches angelegte Volkspark.

Externe ID: T-P363N504-20080401-0002
Erfassungsdatum: 01.04.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2002: Vier-Jahreszeiten-Park

Zugehöriges Objekt

Vier - Jahreszeiten - Park, Oelde (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Oelde; der Park ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; im südlichen Stadtgebiet von Oelde; Größe etwa 44 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Im Südosten der Stadt wurde ab 1929 in der Aue des Axtbaches ein Volkspark mit einem kleinen botanischen Garten angelegt. Initiator zur Anlage des Parks war der damalige Bürgermeister Hermann Johennig. Vorbild für die etwa neun Hektar große Anlage mit landschaftlichen und geometrischen Gestaltungselementen war der bereits einige Jahre zuvor in Gütersloh angelegte Stadtpark und botanische Garten. Der Auftrag für den Wegebau und die Anpflanzung der Gehölze im Oelder Stadtpark ging an die bekannten Gütersloher Baumschulbesitzer und Gartenarchitekten Paul und Walter Roehse. Zum Oelder Stadtpark gehörten noch eine alte Wassermühle mit einem vom Axtbach gespeisten Mühlenteich und das 1912 eröffnete Freibad.

Ende des Jahres 1998 bekam die Stadt von der Landesregierung den Zuschlag zur Durchführung der Landesgartenschau 2001. Nach nur kurzer Vorbereitungszeit wurde nach Plänen des Düsseldorfer Landschaftsarchitekturbüros Bödecker, Wagenfeld & Partner die von den Besucherzahlen erfolgreichste Gartenschau in Nordrhein-Westfalen ausgerichtet. Kernbereich der Planungen waren mit dem alten Stadtpark, zahlreichen Schrebergärten und zwei Friedhöfen schon bereits vorhandene Grünflächen. Die Planungen hatten das Ziel, entsprechend der lokalen Agenda 21, die Einwohner an den Gestaltungen zu beteiligen und die Anforderungen an eine nachhaltige Nutzung zu erfüllen.

Gebäude und Ausstattung
Kindermuseum "Klipp-Klapp", Freibad, Museninsel mit Volieren, Waldbühne, Gastronmie.

Art der Grünanlage
Stadtpark und Landesgartenschaugelände

Beschreibung
Auf dem insgesamt 44 Hektar­ großen Gartenschaugelände wurden im südlichen Abschnitt der Auensee neu angelegt und der vorher kanalisierte Verlauf des Axtbaches renaturiert. Im mittleren Bereich wurden der alte Stadtpark und die Wassermühle umfassend modernisiert. Aus dem Mühlenteich entstand der größere Mühlensee mit einer zugänglichen Insel. Die Kramersche Mühle wurde mit einem gläsernen Anbau zum Kindermuseum ausgebaut. Die schon vorhandenen Schrebergärten und Friedhöfe im nördlichen Abschnitt gestaltete man zu sehenswerten Themengärten um. Hier fanden besonders die lokalen Agenda-Gruppen ein beliebtes Betätigungsfeld. Nach dem Abschluss der Landesgartenschau wurde das Gelände in Vier-Jahreszeiten-Park umbenannt. Die drei Hauptbereiche "idyllische Aue" im Süden, "romantischer Park" in der Mitte und die "zauberhaften Gärten" im Norden werden durch einen etwa 2,5 km langen Promenadenweg miteinander verbunden. Sehenswertes Ziel ist die Museninsel im Zentrum des Mühlensees mit eindrucksvollen Bambuspflanzungen. Eine besondere Attraktion ist das Kindermuseum "Klipp-Klapp" in der ausgebauten alten Wassermühle, das unter den Museen in Nordrhein-Westfalen einzigartig ist. Im Mittelpunkt des Museums stehen die kindergerechte Erforschung der Funktion und Arbeitsabläufe der alten Mühle sowie der spielerische, experimentelle Umgang mit dem Element Wasser. Auch im Park werden mit mehreren, unkonventionell angelegten Spielplätzen vor allem jüngeren Besuchern attraktive Ziele zur abwechslungsreichen Freizeitgestaltung angeboten. Neben den gärtnerischen Anlagen mit ausgedehnten Frühjahrsblüten-, Stauden- und jahreszeitlichen Wechselpflanzungen werden im Park auch nach der Gartenschau vielfältige Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten angeboten. Eine neu errichtete Waldbühne steht mit 1500 Plätzen für größere Freiluftveranstaltungen zur Verfügung.

Literaturangaben

  • Scholtz, Ingrid (2001): Blütenzauber und Kinderträume. In: Westfalenspiegel 1/2001, Münster, Seite 26 - 27.
  • Gehre, Ulrich (2001): Gartenpracht an Axtbach-Ufern. In: Jahrbuch Westfalen 2001, Münster, Seite 14 - 18.
  • Leppert, Stefan (2001): Wechselflor und Agenda 21. In: Garten + Landschaft 7/2001, München, Seite 41 - 42.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe Westfälisches Amt für Landschafts- und Baukultur des LWL (Hrsg.) / Bufe, Thomas / Kalle, Hartmut (Texte) et al. (2004): Parks und Gärten links und rechts der Ems (regionaler Reiseführer). Münster-Hiltrup, Seite 93 - 96.
  • Rochol, Hans / Walraff, Werner (2001): Geschichten aus dem Oelder Park. In: Oelde im Wandel der Zeit. Über Menschen, die in der Stadt lebten und sie prägten, Oelde, Seite 35 - 43.
  • Kloeters, Norbert (2001): Zauberei? Landesgartenschau Oelde. Erinnerungen an eine Eröffnung. In: BDLA-Informationen NW 2/01, o.O., Seite 27.
Externe ID: LWL-GUP00314
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Bürgerpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Fotos
  • Literaturauswertung
  • Archivauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: hoch - ist einen Umweg wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1929
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10037750


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2001: Vier-Jahreszeiten-Park
2002: Vier-Jahreszeiten-Park
2002: Vier-Jahreszeiten-Park
2002: Vier-Jahreszeiten-Park
2003: Oelde
2001: Vier-Jahreszeiten-Park
1897: Oelde