Für die Menschen, für Westfalen-Lippe Signet: LWL-GeodatenKultur
Username:  
Password:  
Trennlinie; Beginn des Seitenfußes
  Start     Karte     Suche     Auswahlliste     Objektansicht     Hilfe  
Schloss Wilkinghege, Münster-Kinderhaus
 

Die ehemalige Wasserburg wird bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Zur Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte die Anlage an Johann von Stevening zu Brock. 1719 erfolgte der barocke Ausbau des renaissancezeitlichen Herrenhauses. Seit 1955 wird die Anlage als Hotel-Restaurant genutzt und ab 1963 entstand auf den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen ein Golfplatz. Mit dem Ausbau des alten Herrensitzes im Jahre 1958 wurde die zu dieser Zeit als Nutzgarten bewirtschaftete Insel in einen Ziergarten umgestaltet.

Externe ID: T-P363N504-20080228-0001
Erfassungsdatum: 28.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



In Karte anzeigen

2003: Schloss Wilkinghege

Zugehöriges Objekt

Park am Schloss Wilkinghege, Münster-Kinderhaus (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Privat; die Außenanlagen sind teilöffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; etwa 3,5 ­km nordwestlich der Altstadt; etwa 0,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Als Besitz einer Familie von Cleyhorst wird die ehemalige Wasserburg bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Zur Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte die Anlage an Johann von Stevening zu Brock. In den nachfolgenden Jahrzehnten wurden die Haus-, Vor- und Garteninsel weiter ausgebaut und auf der Hauptinsel wurde ein Herrenhaus errichtet. Bauherr war vermutlich Diederich von Kerckering zu Amelsbüren. 1661 gelante das Anwesen durch Heirat an die Famile von Harde zum Hülshoff. 1719 erfolgte der barocke Ausbau des Herrenhauses für den neuen Eigentümer Johann Adolf von Harde. 1742 ging die Anlage an die Freifrau von Schorlemer zu Heringhausen. 1773 erwarb Dr. Joseph Sentrup das Schloss. 1779 erbte die Familie von Rhemen zu Barensfeld das gesamte Anwesen, die es nach dem Zweiten Weltkrieg an die Familie von Winnecken verkaufte. Ab 1955 wird die Anlage als Hotel-Restaurant genutzt und ab 1963 entstand auf den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen ein Golfplatz.

Gebäude und Ausstattung
Das zur Zeit der Renaissance errichtete Herrenhaus wurde 1719 vermutlich durch den Baumeister Lubbert Hagen barock ausgebaut. Der zweigeschossige Ziegelbau mit Werksteingliederung zeichnet sich an der südlichen Hauptseite durch einen übergiebelten Mittelrisalit mit Freitreppe und einer Wappenkartusche aus. Nach einem Brand im Jahre 1958 wurden hauptsächlich das Obergeschoss und das Dach verändert. Anstelle eines quadratischen Pavillonturmes aus dem 16. Jahrhundert wurde 1896 an der Südwestecke der Hausinsel eine neugotische Kapelle errichtet. An der Aussenseite steht eine neubarocke Marienstatue mit Kind. Im Osten der Hauptinsel liegt die Vorburginsel mit zwei langgestreckten Wirtschaftsgebäuden. Die mit dem barocken Ausbau errichteten Bauten wurden im 19. Jahrhundert umgebaut und nach Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkrieges neu aufgebaut. Erhalten haben sich noch die beiden barocken Torpfeiler an der Hauptzufahrt der Anlage aus östlicher Richtung.

Art der Grünanlage
Ehemaliger Barockgarten auf der Garteninsel.

Beschreibung
Südlich der Haus- und Vorinsel liegt die kleine Garteninsel. Die trennende Gräfte wurde bereits 1890 zugeschüttet. Ob die Garteninsel zur barocken Zeit als Zier- oder als Nutzgarten gestaltet war, ist bisher nicht bekannt. Vermutlich wurde sie jedoch vorwiegend als Nutzgarten bewirtschaftet. Eine von Jenny von Laßberg 1826 angefertigte Zeichnung zeigt die Anlage mit einen Blick über die Garteninsel von der Südwestseite. Erkennbar sind eine regelmäßige Baumpflanzung entlang des auf das Hauptportal zulaufenden Weges sowie eine Hecke mit einem mächtigen Strauch an der Westseite der Garteninsel. Ursprünglich war der Garten über eine Brücke von der Hausinsel erreichbar. Die Holzbrücke von Süden ist eine neuere Zutat. Mit dem Ausbau des alten Herrensitzes im Jahre 1958 wurde die zu dieser Zeit als Nutzgarten bewirtschaftete Insel in einen Ziergarten umgestaltet.

Literaturangaben

  • Matzner, Florian / Schulze, Ulrich (1995): Barock in Westfalen - Ein Reiseführer. 1. Auflage, Münster, Seite 130.
  • Der Oberstadtdirektor von Münster, Dezernat für Öffentlichkeitsarbeit - Presse und Informationsamt in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt (Hrsg.) (1994): Spaziergänge zu Baudenkmälern, Nr. 10. Münster.
Externe ID: LWL-GUP00213
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Park
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Fotos
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1719
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10037414


In Karte anzeigen

2003: Schloss Wilkinghege
2003: Schloss Wilkinghege
1826: Schloss Wilkinghege
2003: Schloss Wilkinghege
1897: Schloss Wilkinghege