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Haus Sentmaring, Münster
 

Das unmittelbar an der Stadtgrenze von Münster gelegene Haus Sentmaring war bis zur Säkularisation Lehnsgut des Fürstbischofs von Münster, danach Eigentum der Familie Hessing. Bis 1915 wurde an der Stelle des alten Gräftenhofes ein prächtiges neubarockes Hauptgebäude errichtet, dessen drei Gebäudeflügel sich hufeisenförmig nach Westen öffneten. 1928 wurde das Gebäude an den Jesuitenorden verkauft, der den Gebbäudekomplex zu einem Kloster mit Hauskapelle umbaute. Das Haus samt Hauskapelle wurde am 8. September 1929 feierlich eingeweiht. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Hauptgebäude wiederaufgebaut und als Ausbildungsstätte des Ordens genutzt. In der nachfolgenden Zeit entstanden auf dem Gelände weitere Neubauten und ein Ärztezentrum. 2001 gab der Orden seinen Standort Münster auf, das Grundstück wurde an die Stadt Münster verkauft. 2003 wurde Haus Sentmaring einschließlich aller Gebäude abgebrochen und das Gelände für eine neue Bebauung erschlossen. Zur gärtnerischen Anlage gehören eine große Obstwiese im Südwesten und ein Landschaftspark des 19. Jahrhunderts mit seinem alten Gehölzbestand im Norden des Hauptgebäudes.

Externe ID: T-P363N504-20080227-0003
Erfassungsdatum: 27.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2002: Haus Sentmaring

Zugehöriges Objekt

Park am ehemaligen Haus Sentmaring, Münster-Geist (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
bis 2001 Jesuitenorden, danach Stadt Münster; die Parkanlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; etwa 1,5 ­km südlich der Altstadt an der B 219 (Weseler Straße); etwa 3 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Das unmittelbar an der Stadtgrenze von Münster gelegene Haus Sentmaring war bis zur Säkularisation Lehnsgut des Fürstbischofs von Münster, danach Eigentum der Familie Hessing. Bis 1915 wurde an der Stelle des alten Gräftenhofes ein prächtiges neubarockes Hauptgebäude errichtet, dessen drei Gebäudeflügel sich hufeisenförmig nach Westen öffneten. 1928 wurde das Gebäude an den Jesuitenorden verkauft, der den Gebäudekomplex zu einem Kloster mit Hauskapelle umbaute. Das Haus samt Hauskapelle wurde am 8. September 1929 feierlich eingeweiht. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Hauptgebäude wiederaufgebaut und als Ausbildungsstätte des Ordens genutzt. In der nachfolgenden Zeit entstanden auf dem Gelände weitere Neubauten und ein Ärztezentrum. 2001 gab der Orden seinen Standort Münster auf, das Grundstück wurde an die Stadt Münster verkauft. 2003 wurde Haus Sentmaring einschließlich aller Gebäude abgebrochen und das Gelände für eine neue Bebauung erschlossen. Zur gärtnerischen Anlage gehören eine große Obstwiese im Südwesten und ein Landschaftspark des 19. Jahrhunderts mit seinem alten Gehölzbestandnördlich des ehemaligen Hauptgebäudes.

Gebäude und Ausstattung
Anstelle der Vorgängerbauten wurde bis 1915 ein prächtiges neubarockes Hauptgebäude errichtet, dessen drei Gebäudeflügel sich hufeisenförmig nach Westen öffneten. Die beiden Seitenflügel waren je mit einem Treppenturm ausgestattet, an die sich wiederum zwei niedrigere Gartenflügel anschlossen. Der nördliche Gartenflügel war mit einem repräsentativen Treppenaufgang und einer Loggia zum Aufenthalt im Freien ausgestattet. Die Zufahrt aus südöstlicher Richtung führte an einem eingeschossigen Torhaus vorbei. An der Westseite des Parkes hat sich unmittelbar an der vielbefahrenen B 219 ein neubarockes Gartentor erhalten. Es stammt aus der Werkstatt des Kunstschmiedemeisters Anton Kirschbaum aus Münster.

Art der Grünanlage
Landschaftspark

Beschreibung
Zur gärtnerischen Anlage gehören eine große Obstwiese im Südwesten und ein Landschaftspark des 19. Jahrhunderts mit seinem alten Gehölzbestand im Norden des Hauptgebäudes. Die heute stellenweise aufgefüllte oder eingetrocknete Gräfte wurde schon im 19. Jahrhundert von zwei Brücken überspannt. Mit dem Neubau des repräsentativen Hauptgebäudes wurde an der Hofseite vor dem Haupteingang nach barocken Vorbildern ein großzügiges Rasenparterre angelegt. Zahlreiche Altbäume, unter denen vor allem Buchen und Platanen auffallen, stammen vermutlich noch von der Vorgängeranlage und wurden in die neubarocke Anlage integriert. Die beiden Gräftenbrücken und das neubarocke Parterre haben sich nicht mehr erhalten. Charakteristisch für die gesamte Anlage ist der alte Gehölzbestand mit verschiedenen wertvollen Laub- und Nadelbäumen. Der Landschaftsgarten wird durch einen Umgangsweg erschlossen. Östlich der alten Gräfte ist ein kleiner Friedhof angelegt.

Literaturangaben

  • Richard-Wiegand, Ursula (1991): Von der Provinzial- zur Gauhauptstadt. Das Siedlungswachstum der Stadt Münster vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg. Münster.
  • Seick, Carsten (1996): Studien zu landschaftlichen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe unter besonderer Berücksichtigung der Anlagen privater Auftraggeber. Münster, Westfälische Wilhelm-Universität Münster, Dissertation, Band 1 - 4, Band 3, Seite 463.
Externe ID: LWL-GUP00210
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Park
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Archivauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1840
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10037400


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2011: Park Sentmaring
2011: Park Sentmaring
2011: Park Sentmaring
2011: Park Sentmaring
2002: Haus Sentmaring
2003: Münster
1897: Münster
1841: Münster