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Südpark, Münster
 

Zwischen 1970 und 1975 angelegter Stadtpark in Münster. Auf dem Gelände bestand von 1860 bis 1945 die preußische Trainkaserne mit dazugehörigem Depot. Anschließend wurde das Gebiet gewerblich genutzt.

Externe ID: T-P363N504-20080214-0001
Erfassungsdatum: 14.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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Zugehöriges Objekt

Südpark, Münster (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Münster; der Park ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; südlich der Altstadt von Münster an der Bundestraße B54.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Nur einige hundert Meter von der historischen Altstadt entfernt, befand sich an der nach Hamm führenden Hauptstraße zwischen 1860 bis 1945 die preußische Trainkaserne mit einem dazugehörigen Depot. Von hier aus wurden die Truppen mit Verpflegung und Nachschub versorgt. Nach 1945 wurde das Gelände als Gewerbegebiet genutzt, bis es in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in eine großzügige Grünanlage umgewandelt wurde.

Gebäude und Ausstattung
Nördlich des Parks steht die neugotische St. Josefs-Kirche, die mit ihren hochaufragenden Doppeltürmen eine markante städtebauliche Dominante bildet. Die Turmspitzen der 1905 geweihten Kirche wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Das Bild der Kirche wird heute durch die zeltartigen Turmdächer mit einem Dachreiter auf dem nördlichen Turm geprägt.

Zur sportlichen Betätigung gibt es im Park einen Bolzplatz und mehrere Ballspielflächen, die vornehmlich für das Speckbrett-Spiel ausgewiesen sind.

Art der Grünanlage
Stadtpark

Beschreibung
Als zeittypische Grünanlage eines Stadtquartiers entstand der Südpark zwischen 1975 und 1979. In den nördlichen Teil des Südparks gelangt man vom Kirchplatz aus. Der Weg führt an einer ungewöhnlichen "Skulptur" vorbei, die aus zusammengeschweißten Fahrradteilen besteht. Der gesamte Eingangsbereich wurde in den frühen 90er Jahren rekultiviert. Seitdem ermöglichen sonnige Ruheplätze den Besuchern des Parks etwas Distanz von der hektischen Betriebsamkeit der Hauptverkehrsstraße. Nicht weit vom Eingang entfernt liegt etwas hinter hohen Sträuchern versteckt ein interessanter Staudengarten. Hier fallen neben unterschiedlichen Staudenpflanzungen ausgewählte Solitärgehölze auf, die mit ihren Wuchsformen und dem jahreszeitlichen Blüten- und Blattschmuck im reizvollen Kontrast zur dichten, kabinettartigen Gehölzpflanzung stehen. Besonders beliebt ist im Park ein großes, flaches Wasserbecken mit stark geschwungener Uferlinie. Der Bodenaushub des Wasserbeckens wurde zur Modellierung des ganz sanft abfallenden Ufers gebraucht. Hier können auch kleinere Kinder gefahrenlos am Wasser spielen und an heißen Tagen erfrischende Abkühlung finden. Eine Wetterschutzhütte und zahlreich aufgestellte Bänke fördern die hohe Aufenthaltsqualität in diesem Bereich für Jung und Alt. Die weitläufigen Rasenflächen des Parks können als Liegewiese benutzt werden. Häufig werden sie aber von Hundebesitzern zweckentfremdet. Nach Süden wird der Park von einem kleinen Hang begrenzt, der mit verschiedenen Blütenstauden bepflanzt ist. Dadurch wird eine sichtbare Abtrennung von den Hausgärten der anschließenden Wohnhäuser geschaffen. Die am Rande des Parkes liegenden Kinderspielplätze sind von den umliegenden Wohnsiedlungen gut erreichbar. Neben den gestalterischen, ästhetischen und stadthygienischen Funktionen hat der Südpark eine wichtige soziale und kulturelle Bedeutung für die umliegenden Wohnquartiere. So hat sich auch der älteste Verein für Brauchtumspflege im Südviertel, die St. Lambert-Josef-Schützenbruderschaft im Park mit einem Gedenkstein verewigt. Zum 150 jährigen Bestehen des Traditionsvereins sind 1985 im Park drei Linden gepflanzt worden. Die eigentliche Attraktion des Südparks ist jedoch das große Abenteuerdorf des Initiativzentrums ABI. Das vom städtischen Jugendamt betreute Projekt macht Kindern im Alter von 6 bis13 Jahren unter dem Motto "Abenteuer-Bauen-Initiativen" verschiedene Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung.

Mit dem Südpark besitzt Münster eine beispielhaft auf den Stadtteil hin orientierte Grünanlage, die im öffentlichen Raum vielfältige Funktionen erfüllen muss. Als Treffpunkt und Ort der Begegnung aller Generationen und unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen ist der Südpark ein sozial und kulturell bedeutsamer Freiraum im urbanen Lebensumfeld.

Literaturangaben

  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe Westfälisches Amt für Landschafts- und Baukultur des LWL (Hrsg.) / Bufe, Thomas / Kalle, Hartmut (Texte) et al. (2004): Parks und Gärten links und rechts der Ems (regionaler Reiseführer). Münster-Hiltrup, Seite 31, 39 - 40.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Westfälisches Amt für Landschafts- und Baukultur des LWL (Hrsg.) / Bufe, Thomas / Kalle, Hartmut (Texte) (2004): Parks und Gärten links und rechts der Ems [ein Projekt im Rahmen der Regionale 2004 links und rechts der Ems]. Münster-Hiltrup, Seite 92 - 94.
Externe ID: LWL-GUP00212
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Bürgerpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1975 - 1979
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10037218


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